
Kroatien in Flammen: Brandfläche explodiert um 70 Prozent – El Niño droht den Sommer zur Feuerhölle zu machen

Die Adriaküste, dieses jahrzehntelang gepriesene Sehnsuchtsziel deutscher Urlauber, erlebt einen Auftakt ins Jahr, der jeden Tourismusmanager in Zagreb das kalte Grausen lehren dürfte. Bereits in den ersten vier Monaten des Jahres haben Waldbrände in Kroatien rund 5.060 Hektar Land in Schutt und Asche gelegt. Das entspricht einem Anstieg von satten 70 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Brandfälle selbst kletterte um 20 Prozent nach oben. Zahlen, die der Chef der kroatischen Feuerwehr, Slavko Tucakovic, der Nachrichtenagentur „Hina“ mitteilte – Zahlen, die ein Vorgeschmack auf das sein könnten, was in den kommenden Monaten noch bevorsteht.
Wenn der Pazifik die Adria entzündet
Forscher warnen unisono vor einem Sommer der Superlative – allerdings im negativen Sinne. Theodore Keeping vom Londoner Imperial College brachte es auf den Punkt: Die Wahrscheinlichkeit extremer Brände könnte „die höchste sein, die wir in der jüngeren Geschichte erlebt haben“, sollte sich tatsächlich ein starker El Niño entwickeln. Dieses Wetterphänomen, das im äquatorialen Pazifik seinen Ursprung nimmt, verändert weltweit Niederschlagsmuster und Temperaturen – mit fatalen Folgen für trockene Mittelmeerregionen wie Dalmatien, Istrien oder die Kvarner Bucht.
Während Politiker hierzulande reflexartig jeden Funken sofort zum Beweis ihrer Klima-Agenda umdeuten, lohnt sich ein nüchterner Blick auf die Fakten: Waldbrände hat es im Mittelmeerraum seit Jahrtausenden gegeben. Trockene Sommer, mediterrane Macchia, Karstlandschaften – das ist eine brandgefährliche Kombination, lange bevor irgendjemand das Wort „CO₂-Bepreisung“ erfunden hatte. Dennoch ist die diesjährige Bilanz alarmierend.
Die menschliche Bilanz: tragisch und vermeidbar
Im vergangenen Jahr forderten die Flammen in Kroatien zwei Menschenleben, 18 weitere Personen wurden verletzt – darunter acht Feuerwehrleute, die ihre Gesundheit im Kampf gegen das Inferno riskierten. Die Hauptbrandsaison steht erst noch bevor: Traditionell wütet das Feuer entlang der Adria zwischen Juni und September am heftigsten. Wenn schon das Frühjahr derartige Rekorde produziert, lässt sich erahnen, was die Hochsommermonate bringen könnten.
Versäumnisse in der Waldbewirtschaftung
Was in der öffentlichen Debatte gerne unter den Teppich gekehrt wird: Ein nicht unerheblicher Teil der Brandgefahr ist hausgemacht. Vernachlässigte Wälder, fehlende Schneisen, eine ideologisch verklärte Forstpolitik, die jedes Eingreifen des Menschen als Sünde gegen die Natur brandmarkt – all das schafft genau jene Bedingungen, unter denen ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel ganze Landstriche verschlingen kann. Während in Deutschland Aktivisten lieber Autobahnen blockieren, als sich um echte Umweltpflege zu kümmern, geht in Südeuropa Jahr für Jahr ein Stück Heimat in Rauch auf.
Auch für deutsche Urlauber, die diesen Sommer eine Reise an die kroatische Adria planen, lohnt ein Blick auf die aktuellen Warnungen der Behörden. Wer Hab und Gut in Ferienimmobilien an der Küste investiert hat, sollte sich der wachsenden Risiken bewusst sein – ein Aspekt, der bei der vielgepriesenen „Betongold-Anlage“ im Süden gerne ausgeblendet wird. Gerade in unsicheren Zeiten zeigt sich einmal mehr, dass physische Edelmetalle wie Gold und Silber als krisensichere Beimischung im Vermögensportfolio unverzichtbar bleiben: Sie brennen nicht, sie verdunsten nicht, und sie sind unabhängig von Wetterextremen oder politischen Launen.
Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und ersetzen keine individuelle Anlageberatung. Kettner Edelmetalle betreibt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Investition eigenständig recherchieren oder qualifizierten Rat einholen.
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