Kettner Edelmetalle
24.02.2026
19:52 Uhr

Irans Oberster Führer bereitet geheimen Nachfolgeplan für den Fall seiner Ermordung vor

Während amerikanische Flugzeugträger im Nahen Osten kreuzen und die angespannten Atomverhandlungen in Genf nur schleppend vorankommen, trifft Irans Oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei offenbar drastische Vorkehrungen. Der greise Machthaber nehme die Drohungen aus Washington, ihn gezielt zu eliminieren, äußerst ernst – und das wohl nicht ohne Grund.

Vier Ebenen der Nachfolge – ein Regime rüstet sich für den Ernstfall

Wie die New York Times unter Berufung auf sechs hochrangige iranische Funktionäre und Mitglieder der Revolutionsgarden berichtet, habe Chamenei im Stillen detaillierte Nachfolgepläne und Notfall-Befehlsketten ausgearbeitet. Für den Fall, dass er selbst oder andere Spitzenfunktionäre des Regimes durch amerikanische oder israelische Angriffe getötet würden, solle die Machtübergabe nahtlos funktionieren. Vier Ebenen der Nachfolge seien für jede militärische Kommandoposition und jede Regierungsrolle festgelegt worden, die Chamenei persönlich besetzt. Sämtliche Führungskräfte seien zudem angewiesen worden, bis zu vier eigene Stellvertreter zu benennen.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Staat, der sich offiziell als Friedensmacht inszeniert, bereitet sich mit bürokratischer Akribie auf die Enthauptung seiner eigenen Führungsstruktur vor. Das allein spricht Bände über die reale Bedrohungslage im Nahen Osten – und über die Konsequenzen einer Eskalationspolitik, die mittlerweile alle Beteiligten in einen gefährlichen Strudel zieht.

Ali Laridschani – der Mann im Schatten der Macht

Zentrale Figur in diesem Notfallszenario ist Ali Laridschani, ein langjähriger Insider des iranischen Machtapparats. Der ehemalige Kommandeur der Revolutionsgarden und zwölf Jahre lang Parlamentssprecher sei von Chamenei auf Höhe der jüngsten Proteste und des wachsenden militärischen Drucks der USA in eine dominierende Regierungsrolle gehoben worden. Faktisch werde damit Präsident Massud Peseschkian an den Rand gedrängt – das Krisenmanagement liege nun in den Händen eines Vertrauten des Obersten Führers.

Der konservative Analyst Nasser Imani, der dem Regierungsapparat nahesteht, erklärte gegenüber der Zeitung: Chamenei vertraue Laridschani vollständig. Er halte ihn aufgrund seiner politischen Erfahrung, seines scharfen Verstandes und seiner Sachkenntnis für den richtigen Mann in dieser heiklen Phase. Laridschanis Rolle werde im Kriegsfall „sehr ausgeprägt" sein.

Pikant dabei: Laridschani war einst vom Wächterrat von der iranischen Präsidentschaftswahl disqualifiziert worden – nur um nun als faktischer Zweiter Mann im Staat wieder aufzutauchen. Ein Vorgang, der selbst für iranische Verhältnisse bemerkenswert ist und zeigt, wie wenig demokratische Prozesse in Teheran tatsächlich zählen, wenn es um die nackte Machterhaltung geht.

Die Schatten von Soleimani und der Juni-Krieg

Dass Teheran diese Vorkehrungen nicht aus bloßer Paranoia trifft, liegt auf der Hand. Die Erinnerung an die gezielte Tötung des IRGC-Quds-Kommandeurs Qasem Soleimani durch eine von Donald Trump angeordnete Drohne am 3. Januar 2020 vor dem Flughafen von Bagdad sitzt tief. Und der verheerende Juni-Krieg 2025, bei dem Israel massive Angriffe auf iranische Atomanlagen startete und mehrere hochrangige Militärführer bei gezielten Schlägen ums Leben kamen, hat diese Ängste noch einmal dramatisch verschärft.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten gleicht einem Pulverfass, an dem gleich mehrere Akteure mit Streichhölzern hantieren. Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat die Rhetorik gegenüber Teheran noch einmal verschärft. Die massiven Zollerhöhungen und der wirtschaftliche Druck auf den Iran sind nur die eine Seite der Medaille – die militärische Drohkulisse die andere.

Was bedeutet das für Europa und Deutschland?

Für Deutschland und Europa sollten diese Entwicklungen ein Weckruf sein. Während sich die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz mit einem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur beschäftigt und die Schuldenlast künftiger Generationen in schwindelerregende Höhen treibt, braut sich im Nahen Osten ein Konflikt zusammen, dessen wirtschaftliche Folgen – steigende Energiepreise, unterbrochene Lieferketten, neue Flüchtlingsströme – auch den deutschen Bürger unmittelbar treffen würden.

Die Tatsache, dass ein Regime wie das iranische derart akribische Überlebenspläne schmiedet, zeigt zweierlei: Erstens, dass die Gefahr eines umfassenden Krieges im Nahen Osten so real ist wie seit Jahrzehnten nicht. Und zweitens, dass autoritäre Systeme in Krisenzeiten eine erschreckende Fähigkeit besitzen, sich zu konsolidieren und zu überleben – während westliche Demokratien noch über Gendersternchen und Klimaneutralitätsziele debattieren.

In Zeiten solch massiver geopolitischer Unsicherheit erweist sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Krisenwährung unverzichtbar sind. Wenn Staaten wanken, Währungen unter Druck geraten und militärische Konflikte die Weltwirtschaft erschüttern, bieten Edelmetalle jene Stabilität, die weder Papiergeld noch digitale Versprechen garantieren können. Wer sein Vermögen langfristig sichern will, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.

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