Kettner Edelmetalle
09.02.2026
15:20 Uhr

Immobilienmarkt unter Druck: Preise sinken zum zweiten Mal in Folge – und das dicke Ende kommt erst noch

Immobilienmarkt unter Druck: Preise sinken zum zweiten Mal in Folge – und das dicke Ende kommt erst noch

Was viele Eigenheimbesitzer und Immobilieninvestoren nicht hören wollen, bestĂ€tigen nun die jĂŒngsten Zahlen schwarz auf weiß: Die Immobilienpreise in Deutschland befinden sich im RĂŒckwĂ€rtsgang. Zum zweiten Monat in Folge verzeichnet der Europace Hauspreisindex sinkende Werte – und die Ursachen dafĂŒr dĂŒrften sich in den kommenden Monaten eher verschĂ€rfen als abschwĂ€chen.

Alle Segmente im Minus – kein Bereich bleibt verschont

Der Gesamtindex fiel von Dezember auf Januar von 220,71 auf 220,11 Indexpunkte. Was auf den ersten Blick nach einer marginalen Bewegung aussieht, gewinnt an Brisanz, wenn man bedenkt, dass die Immobilienpreise zuvor fast zwei Jahre lang ununterbrochen gestiegen waren. BestandshĂ€user rutschten von 201,48 auf 200,82 Punkte, Eigentumswohnungen gaben – wenn auch nur minimal – von 217,37 auf 217,35 Punkte nach. Selbst der Neubausektor, der lange als Fels in der Brandung galt, musste einen RĂŒckgang von 243,27 auf 242,16 Punkte hinnehmen.

NatĂŒrlich wĂ€re es verfrĂŒht, von einer echten Trendumkehr zu sprechen. Zwei Monate machen noch keinen BĂ€renmarkt. Doch die Signale sind unmissverstĂ€ndlich – und wer sie ignoriert, könnte ein böses Erwachen erleben.

Die tickende Zeitbombe: Bauzinsen und Staatsschulden

Der eigentliche Sprengstoff liegt in der Zinsentwicklung. Mit aktuell 3,74 Prozent bei zehn Jahren Sollzinsbindung befinden sich die Bauzinsen auf einem Niveau, das fĂŒr viele potenzielle KĂ€ufer schlicht prohibitiv wirkt. Wer sich vor drei Jahren noch problemlos eine Eigentumswohnung hĂ€tte leisten können, steht heute vor verschlossenen TĂŒren. Die Renditen zehnjĂ€hriger Bundesanleihen – jene ReferenzgrĂ¶ĂŸe, an der sich die Bauzinsen orientieren – sind in den vergangenen zwölf Monaten um satte 20 Prozent gestiegen.

Und hier kommt die politische Dimension ins Spiel, die man nicht oft genug betonen kann: Das von der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur wird die Neuverschuldung des Bundes massiv in die Höhe treiben. Was als Investition in die Zukunft verkauft wird, droht die Anleiherenditen weiter nach oben zu drĂŒcken – und damit auch die Bauzinsen. Man muss kein Volkswirt sein, um zu verstehen, dass ein Staat, der sich in historischem Ausmaß verschuldet, die Kreditkosten fĂŒr alle nach oben treibt. Der kleine HĂ€uslebauer zahlt am Ende die Zeche fĂŒr die Schuldenpolitik der Großen Koalition.

Wohnraumknappheit als Gegengewicht?

Dem AbwĂ€rtsdruck bei den Preisen steht freilich die chronische Knappheit an Wohnraum gegenĂŒber, insbesondere in den Ballungszentren. Die Mieten steigen weiter, was Investoren theoretisch höhere Mietrenditen beschert und damit auch höhere Kaufpreise rechtfertigen könnte. VerkĂ€ufer, die auf stĂ€ndig steigende Mieten spekulieren, dĂŒrften sich ermutigt fĂŒhlen, ihre Preisvorstellungen hochzuhalten.

Doch diese Rechnung hat einen Haken. Denn die Wohnraumknappheit ist zu einem erheblichen Teil hausgemacht – das Ergebnis jahrelanger politischer VersĂ€umnisse, ĂŒberbordender BĂŒrokratie und einer Energiepolitik, die das Bauen in Deutschland zum Luxus gemacht hat. Statt die Rahmenbedingungen fĂŒr den Wohnungsbau zu verbessern, hat man sich in Berlin jahrelang lieber mit ideologischen Prestigeprojekten beschĂ€ftigt. Die Leidtragenden sind junge Familien, die sich den Traum vom Eigenheim schlicht nicht mehr leisten können.

Gold statt Beton? Vermögenssicherung in unsicheren Zeiten

Angesichts dieser Gemengelage stellt sich fĂŒr viele Anleger die berechtigte Frage, ob Immobilien tatsĂ€chlich noch das sichere Investment sind, als das sie jahrzehntelang galten. Steigende Zinsen, explodierende Baukosten, politische Unsicherheit und eine Regulierungswut, die ihresgleichen sucht – all das nagt an der AttraktivitĂ€t von Betongold. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte daher ĂŒber eine breite Diversifikation nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt – unabhĂ€ngig von Zinsentscheidungen, Staatsschulden und politischen Launen. Als Beimischung in einem breit aufgestellten Portfolio bieten sie genau jene StabilitĂ€t, die in Zeiten wie diesen zunehmend Mangelware wird.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geĂ€ußerten EinschĂ€tzungen spiegeln ausschließlich die Meinung unserer Redaktion wider. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfĂ€ltiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. FĂŒr etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, ĂŒbernehmen wir keinerlei Haftung.

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