Kettner Edelmetalle
14.01.2026
19:38 Uhr

Großbritannien verbannt niederländische Journalistin: Wenn Kritik am Premier zur Staatsbedrohung wird

Großbritannien verbannt niederländische Journalistin: Wenn Kritik am Premier zur Staatsbedrohung wird

Was sich derzeit auf der britischen Insel abspielt, lässt selbst hartgesottene Beobachter des politischen Zeitgeschehens erschaudern. Die niederländische Journalistin und Aktivistin Eva Vlaardingerbroek wurde von der Regierung des Vereinigten Königreichs mit einem faktischen Einreiseverbot belegt. Die Begründung der Behörden klingt dabei wie aus einem dystopischen Roman entsprungen: Ihre Anwesenheit werde „nicht als dem öffentlichen Interesse dienlich angesehen".

Ein Reiseverbot ohne Einspruchsmöglichkeit

Für EU-Bürger genügt normalerweise eine sogenannte Electronic Travel Authorisation, kurz ETA, um für bis zu sechs Monate ins Vereinigte Königreich einzureisen. Doch diese elektronische Reisegenehmigung wurde der Niederländerin ab dem 13. Januar 2026 schlichtweg verweigert. Das Perfide daran: Einen Einspruch gegen diese Entscheidung kann Vlaardingerbroek nicht einlegen. Die Behörden haben ihr damit jeglichen rechtlichen Weg versperrt, sich gegen diese offenkundig politisch motivierte Maßnahme zu wehren.

Selbst die theoretische Möglichkeit, ein reguläres Visum zu beantragen, erscheint unter diesen Umständen als reine Makulatur. Wer als „nicht dem öffentlichen Interesse dienlich" eingestuft wird, dürfte kaum auf eine wohlwollende Prüfung eines Visumsantrags hoffen.

Der wahre Grund: Kritik am Premierminister Starmer

Was hat die Journalistin verbrochen, dass sie nun wie eine Staatsfeindin behandelt wird? Die Antwort findet sich in einem Beitrag auf der Plattform X vom 9. Januar. Dort hatte Vlaardingerbroek den britischen Premierminister Keir Starmer scharf kritisiert und ihm vorgeworfen, unter dem Vorwand der „Frauensicherheit" gegen die Plattform X vorgehen zu wollen, während er gleichzeitig „die anhaltende Vergewaltigung und Tötung britischer Mädchen durch Migrantenbanden" zulasse. Sie bezeichnete Starmer als „bösen, verabscheuungswürdigen Mann".

Harte Worte, gewiss. Aber seit wann ist scharfe politische Kritik ein Grund, jemandem die Einreise in ein demokratisches Land zu verweigern?

Starmers Feldzug gegen die Meinungsfreiheit

Der britische Premierminister hat sich offenbar auf einen regelrechten Kreuzzug gegen die Plattform X begeben. Als offiziellen Grund nennt er die von der X-KI „Grok" erstellten anzüglichen Bilder von Nutzern, die teilweise ohne deren Einverständnis generiert werden. „Wir werden nicht nachgeben, und X muss handeln", tönte Starmer im Unterhaus.

Kritiker sehen darin jedoch eine durchsichtige Kampagne gegen unliebsame Meinungsäußerungen. Schließlich können andere KI-Systeme wie ChatGPT ähnliche Bilder erstellen, ohne dass die Regierung gegen deren Betreiber vorgeht. Der Verdacht liegt nahe, dass es Starmer weniger um den Schutz von Nutzern geht als vielmehr um die Kontrolle über den öffentlichen Diskurs.

Systematische Ausgrenzung konservativer Stimmen

Das Vereinigte Königreich hat sich in den vergangenen Jahren einen zweifelhaften Ruf erarbeitet, wenn es um den Umgang mit konservativen Aktivisten geht. Die Liste der Personen, denen die Einreise verweigert wurde, liest sich wie ein Who's Who der rechten Bewegung: Lauren Southern, Martin Sellner und dessen Frau Brittany Sellner – sie alle wurden von der britischen Regierung als unerwünscht eingestuft.

Man fragt sich unwillkürlich: Ist das noch das Land, das einst als Wiege der parlamentarischen Demokratie galt? Das Land, das sich jahrhundertelang als Hort der Freiheit und des freien Wortes verstand? Die Realität des Jahres 2026 zeichnet ein erschreckendes Bild einer Nation, die ihre eigenen Grundwerte mit Füßen tritt.

Ein Warnsignal für ganz Europa

Was in Großbritannien geschieht, sollte auch uns in Deutschland alarmieren. Die Mechanismen der Ausgrenzung, die dort angewandt werden, unterscheiden sich nur graduell von dem, was wir auch hierzulande beobachten können. Wenn Regierungen beginnen, Kritiker systematisch mundtot zu machen und ihnen die Bewegungsfreiheit zu entziehen, dann ist die Demokratie in akuter Gefahr.

Eva Vlaardingerbroek hat mit ihrer Kritik an Starmer lediglich das ausgesprochen, was viele Briten denken, aber nicht mehr zu sagen wagen. Dass sie dafür nun wie eine Verbrecherin behandelt wird, offenbart den wahren Charakter der gegenwärtigen britischen Regierung. Es bleibt zu hoffen, dass die Bürger des Vereinigten Königreichs bei den nächsten Wahlen ein deutliches Zeichen setzen und diesem Spuk ein Ende bereiten.

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