
Gasspeicher auf historischem Tiefstand: Deutschland schlittert in die Energiekrise
Was jahrelang als undenkbar galt, ist nun bittere RealitĂ€t geworden: Die deutschen Gasspeicher sind auf einen FĂŒllstand von nur noch rund 23 Prozent abgesunken â ein Wert, der zuletzt im Mai 2018 erreicht wurde. Mitten im Februar, wĂ€hrend ein erneuter KĂ€lteeinbruch das Land fest im Griff hĂ€lt, offenbart sich das ganze AusmaĂ einer Energiepolitik, die ĂŒber Jahre hinweg ideologisch statt pragmatisch gefĂŒhrt wurde.
Schlimmer als in der Energiekrise 2022
Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Nicht einmal wĂ€hrend der Energiekrise ab 2022, als die russischen Gaslieferungen im Zuge des Ukraine-Konflikts schrittweise versiegten, fielen die SpeicherstĂ€nde derart dramatisch. Damals schrie die halbe Republik nach Einsparungen, Habeck duschte angeblich kĂŒrzer, und die BĂŒrger wurden zum Frieren fĂŒr den Frieden aufgefordert. Und jetzt? Jetzt sind die Speicher noch leerer â und die politische Klasse schweigt weitgehend.
Der Erdgasverband BVEG warnt bereits unmissverstĂ€ndlich: Sollte der MĂ€rz Ă€hnlich kalt ausfallen wie 2018, drohe eine âechte Knappheit". Im FrĂŒhjahr 2018 sank der GesamtfĂŒllstand auf erschreckende 14,1 Prozent â und das erst Anfang April. Bis dahin vergehen noch fast zwei Monate. Zwei Monate, in denen die Temperaturen jederzeit wieder einbrechen können. Zwei Monate, in denen jeder Kubikmeter Gas zĂ€hlt.
Bayern besonders betroffen
Besonders prekĂ€r stellt sich die Lage im Freistaat Bayern dar. Dort fassen die Speicher nur noch weniger als 18 Prozent ihrer GesamtkapazitĂ€t. Gleichzeitig kann der österreichische Speicher Haidach, der an das bayerische Gasnetz angeschlossen ist, seit Montag nicht mehr seine volle Lieferleistung erbringen. Der verstaatlichte Betreiber SEFE Storage spricht von âungeplanten Wartungsarbeiten an den Obertageanlagen". Ungeplant â ein Wort, das in der aktuellen Situation wie blanker Hohn klingt.
Die Daten des âAggregated Gas Storage Inventory" von Gas Infrastruktur Europa sprechen eine unmissverstĂ€ndliche Sprache: Seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011 wurde die 23-Prozent-Marke nur in zwei Jahren unterschritten â 2013 und 2018. In beiden FĂ€llen erreichten die TiefststĂ€nde erst im April ihren Boden. Dass wir diese kritische Schwelle bereits Mitte Februar durchbrechen, sollte jeden Verantwortlichen in Berlin alarmieren.
Bundesnetzagentur ohne Prognose â Befragung hinter verschlossenen TĂŒren
Doch was tut die zustĂ€ndige Bundesnetzagentur? Sie erstellt keine Prognosen ĂŒber den weiteren Verlauf der FĂŒllstĂ€nde. Einen Gasmangel in diesem Winter könne sie folglich auch nicht ausschlieĂen. Behördenleiter Klaus MĂŒller und die zustĂ€ndige Bundesministerin Katherina Reiche wurden zwar im Wirtschaftsausschuss des Bundestags zu der Entwicklung befragt â allerdings unter Ausschluss der Ăffentlichkeit. Man fragt sich unwillkĂŒrlich: Was gibt es zu verbergen? Warum darf der BĂŒrger, der am Ende die Zeche zahlt, nicht erfahren, wie ernst die Lage wirklich ist?
Die aktuelle Ausspeicherungsrate liegt bei gut 0,5 Prozent der GesamtkapazitĂ€t pro Tag. Vor wenigen Wochen war sie noch mehr als doppelt so hoch. Eine leichte Entspannung also â aber bei einem FĂŒllstand von 23 Prozent ist das ein schwacher Trost. Rechnet man grob nach, reichen die Reserven bei gleichbleibendem Verbrauch nur noch fĂŒr wenige Wochen.
Die Quittung fĂŒr ideologische Energiepolitik
Was wir hier erleben, ist nichts anderes als die Quittung fĂŒr Jahre einer energiepolitischen Geisterfahrt. Kernkraftwerke wurden abgeschaltet, obwohl sie zuverlĂ€ssig Grundlast hĂ€tten liefern können. Die AbhĂ€ngigkeit von russischem Gas wurde zwar erkannt, aber durch teureres und ökologisch fragwĂŒrdigeres LNG aus Ăbersee ersetzt, statt pragmatische Lösungen zu suchen. Und die vielgepriesene Energiewende mit Wind und Sonne? Die liefert an kalten, dunklen Wintertagen genau das, was sie immer liefert: zu wenig.
Es ist an der Zeit, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz die energiepolitischen Weichen grundlegend neu stellt. Deutschland braucht eine Energieversorgung, die auf Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit ausgerichtet ist â nicht auf ideologische WunschtrĂ€ume. Die BĂŒrger dieses Landes haben ein Recht darauf, im Winter nicht frieren zu mĂŒssen, weil in Berlin jahrelang die falschen PrioritĂ€ten gesetzt wurden.
Wer in diesen unsicheren Zeiten sein Vermögen vor den Folgen politischer Fehlentscheidungen und steigender Energiepreise schĂŒtzen möchte, sollte ĂŒber physische Edelmetalle als krisensichere Beimischung im Portfolio nachdenken. Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt â ganz unabhĂ€ngig davon, ob die Gasspeicher voll oder leer sind.










