
Deutschlands Wirtschaft im freien Fall: Euroretter schlÀgt Alarm
Die Hiobsbotschaften fĂŒr die deutsche Wirtschaft reiĂen nicht ab. Nun meldet sich mit Klaus Regling eine Stimme zu Wort, die man durchaus ernst nehmen sollte â auch wenn seine LösungsvorschlĂ€ge teilweise fragwĂŒrdig erscheinen. Der ehemalige Direktor des EuropĂ€ischen StabilitĂ€tsmechanismus (ESM), der jahrelang die Rettung ĂŒberschuldeter EU-Staaten wie Griechenland, Portugal und Spanien koordinierte, zeichnet ein dĂŒsteres Bild der wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik.
Ein historisches Novum: Die nÀchste Generation wird Àrmer
âIch mache mir groĂe Sorgen", erklĂ€rt Regling in einem Interview mit dem Handelsblatt. Was der erfahrene Wirtschaftsexperte beschreibt, ist tatsĂ€chlich beispiellos in der Geschichte der Bundesrepublik: Die kommende Generation wird voraussichtlich weniger Konsumausgaben tĂ€tigen können als ihre Eltern. Ein Novum, das man sich vor wenigen Jahren noch nicht hĂ€tte vorstellen können. âDas ist etwas, was wir in der Bundesrepublik, aber auch in anderen IndustrielĂ€ndern, bisher noch nicht erlebt haben", konstatiert Regling nĂŒchtern.
Die Zahlen sprechen eine unmissverstĂ€ndliche Sprache: Mit einem prognostizierten Wachstum von lediglich 0,2 bis 0,4 Prozent in den kommenden Jahren bildet Deutschland das absolute Schlusslicht unter allen EU-Staaten und G7-LĂ€ndern. Doch damit nicht genug â selbst wenn die Wirtschaft wieder etwas stĂ€rker wachsen sollte, werde das verfĂŒgbare Realeinkommen der Deutschen weiter sinken, warnt der Ăkonom.
Die wahren Kostentreiber: Verteidigung, Soziales und Klimapolitik
Besonders aufschlussreich ist Reglings Analyse der kĂŒnftigen Belastungen. Steigende Verteidigungsausgaben, explodierende Sozialversicherungskosten und die immensen Aufwendungen fĂŒr die sogenannte Klimapolitik werden die Wirtschaft schwer belasten. Der private Konsum werde zwangslĂ€ufig vernachlĂ€ssigt werden mĂŒssen. Man fragt sich unwillkĂŒrlich, ob die politischen EntscheidungstrĂ€ger in Berlin diese ZusammenhĂ€nge jemals verstanden haben â oder ob sie sie schlicht ignorieren.
Die Ursachen fĂŒr die Misere sieht Regling zwar auch in externen Faktoren wie der neuen StĂ€rke Chinas und den amerikanischen Zöllen. Doch er benennt auch hausgemachte Probleme mit bemerkenswerter Deutlichkeit: Deutschland habe seit 25 Jahren die niedrigste Quote an öffentlichen Investitionen in ganz Europa. WĂ€hrend zwischen 2012 und 2019 gewaltige HaushaltsĂŒberschĂŒsse von insgesamt 246 Milliarden Euro angehĂ€uft wurden, verfiel die Infrastruktur zusehends. Die marode Bahn ist nur das sichtbarste Symptom dieser Fehlentwicklung.
VersÀumnisse der Vergangenheit rÀchen sich
âWenn öffentliche Investitionen so lange so niedrig sind, dann ist es keine Ăberraschung, dass das Potenzialwachstum sinkt", hĂ€lt Regling fest. Die schwarze Null an sich will er zwar nicht kritisieren, doch die Verwendung der ĂberschĂŒsse sei âökonomisch einfach nicht klug" gewesen. Eine höhere Staatsverschuldung hĂ€lt er fĂŒr âtragbar" â eine EinschĂ€tzung, die angesichts des gerade erst beschlossenen 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens der neuen Bundesregierung durchaus kritisch hinterfragt werden darf.
Die Rentenfrage als Dauerbrenner
Wenig ĂŒberraschend plĂ€diert Regling auch fĂŒr einen spĂ€teren Renteneintritt. Seine Argumentation: Die durchschnittliche Lebensdauer sei in den vergangenen Jahrzehnten um 15 Jahre gestiegen, der Rentenbezug habe sich von durchschnittlich zehn auf zwanzig Jahre verdoppelt. âEs ist doch offensichtlich, dass das zu Finanzierungsproblemen fĂŒhrt", so der Wirtschaftswissenschaftler.
Dabei verschweigt er allerdings, dass die gestiegene Lebenserwartung keineswegs bedeutet, dass Menschen lĂ€nger arbeitsfĂ€hig sind. Sie sind schlicht lĂ€nger alt. Zudem stellt sich die Frage, warum deutsche Arbeitnehmer immer lĂ€nger schuften sollen, wĂ€hrend in Griechenland â trotz der milliardenschweren Rettungspakete, die Regling selbst koordinierte â der Renteneintritt weiterhin mit 62 Jahren möglich ist.
Warnung vor âpopulistischen Parteien" â die ĂŒbliche Leier
Bezeichnend ist auch Reglings Warnung vor âpopulistischen Parteien", zu denen sich die Bevölkerung angesichts der wirtschaftlichen Misere hinwenden könnte. Es ist die altbekannte Melodie des politischen Establishments: Erst fĂŒhrt man das Land durch ideologiegetriebene Politik an den Rand des Abgrunds, dann warnt man vor jenen, die eine Kurskorrektur fordern. Die Ironie scheint den Verantwortlichen dabei vollstĂ€ndig zu entgehen.
Die RealitĂ€t ist eine andere: Die BĂŒrger wenden sich nicht von der Politik ab, weil sie âPopulisten" auf den Leim gehen. Sie wenden sich ab, weil die etablierte Politik seit Jahren gegen ihre Interessen regiert. Die Energiewende hat die Strompreise explodieren lassen, die unkontrollierte Migration belastet die Sozialsysteme, und die BĂŒrokratie erstickt jeden unternehmerischen Geist im Keim.
Was wirklich nötig wÀre
Deutschland braucht keine weiteren Schulden und keine höheren Steuern. Was das Land braucht, ist eine grundlegende Kurskorrektur: Schluss mit der ideologischen Klimapolitik, die Industrie und BĂŒrger gleichermaĂen belastet. Schluss mit der unkontrollierten Zuwanderung in die Sozialsysteme. Schluss mit der ausufernden BĂŒrokratie, die jeden Fortschritt verhindert. Und vor allem: Politiker, die wieder fĂŒr Deutschland und nicht gegen Deutschland regieren.
Die Warnsignale sind unĂŒbersehbar. Die Frage ist nur, ob die politische Klasse in Berlin endlich bereit ist, sie zur Kenntnis zu nehmen â oder ob sie weiter sehenden Auges in den Abgrund steuert. Die Geschichte wird ĂŒber diese Generation von Politikern ein vernichtendes Urteil fĂ€llen.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und schwindender Kaufkraft gewinnt die Absicherung des eigenen Vermögens zunehmend an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich ĂŒber Jahrhunderte als verlĂ€sslicher Wertspeicher bewĂ€hrt und können als sinnvolle ErgĂ€nzung eines breit gestreuten Anlageportfolios zur Vermögenssicherung beitragen.










