
Der Golf steht in Flammen: USA und Iran reiĂen die Weltwirtschaft in den Abgrund
Es ist das Szenario, vor dem seit Monaten gewarnt wurde â und nun ist es eingetreten. Der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat eine Eskalationsstufe erreicht, die keine RĂŒckkehr mehr zu erlauben scheint. Amerikanische Soldaten sind tot, die StraĂe von Hormus ist faktisch geschlossen, und das US-AuĂenministerium warnt seine BĂŒrger mittlerweile weltweit vor "unvorhersehbaren Eskalationen". Wer geglaubt hatte, die Diplomatie könne das Ruder noch herumreiĂen, wird eines Besseren belehrt.
Wenn VertrÀge das Papier nicht wert sind, auf dem sie stehen
Erst im FrĂŒhsommer hatten beide Seiten ein vorlĂ€ufiges Abkommen unterzeichnet â ein zerbrechliches Konstrukt, das kaum das Licht der Welt erblickte, ehe es wieder zerfiel. Nun hat Teheran das Memorandum of Understanding offiziell fĂŒr tot erklĂ€rt. Der stellvertretende iranische AuĂenminister lieĂ verlauten, die USA hĂ€tten sĂ€mtliche Verpflichtungen verletzt, weshalb man selbst keinerlei Zusagen mehr erfĂŒlle. Die Verhandlungen sind Geschichte. Was bleibt, ist ein blutiger Schlagabtausch, der bereits die siebte Nacht in Folge andauert.
"Aufgrund erhöhter Spannungen im Nahen Osten bleibt das Sicherheitsumfeld komplex, mit dem Potenzial fĂŒr unvorhergesehene Eskalationen."
So nĂŒchtern formuliert das State Department, was in Wahrheit ein Pulverfass beschreibt. Und PrĂ€sident Trump soll dem US-Zentralkommando CENTCOM laut israelischen Medienberichten befohlen haben, "die Tore zur Hölle" ĂŒber dem Iran zu öffnen. Deutlicher lĂ€sst sich die Kriegsrhetorik kaum formulieren.
Tote Soldaten und ein FlÀchenbrand
Bei einem iranischen Raketenangriff auf die Muwaffaq-Salti-Luftwaffenbasis in Jordanien wurden nach Angaben des Pentagons zwei amerikanische Soldaten getötet, ein weiterer gilt als vermisst. Vier verletzte Soldaten mussten in jordanische KrankenhĂ€user evakuiert werden. Damit steigt die Zahl der gefallenen US-Soldaten in diesem Konflikt auf sechzehn. Als Vergeltung schlugen amerikanische StreitkrĂ€fte gegen iranische Raketen- und Radarsysteme entlang der StraĂe von Hormus zurĂŒck.
Der Iran wiederum weitet seine Angriffe systematisch aus: Saudi-Arabien wurde erstmals seit vier Monaten wieder direkt getroffen, Kuwait meldet massive SchĂ€den an seiner Energie- und Wasserinfrastruktur. Ein Kraftwerk und eine Entsalzungsanlage â fĂŒr ein WĂŒstenland, das rund neunzig Prozent seines Trinkwassers aus Meerwasser gewinnt, ist dies ein Angriff auf die schiere Existenzgrundlage. Im SĂŒden Irans fielen unterdessen 116 Telekommunikationsmasten unter dem Feuer der US-Angriffe aus. Ein Infrastrukturkrieg in Reinform.
Was das fĂŒr die Weltwirtschaft bedeutet
Die eigentliche Bombe fĂŒr die globale Wirtschaft ist geografischer Natur: Die StraĂe von Hormus, jene Meerenge, durch die ein erheblicher Teil des weltweiten Ăltransports lĂ€uft, ist praktisch dichtgemacht. Die Tankerbewegungen sind laut Daten von Bloomberg nahezu vollstĂ€ndig zum Erliegen gekommen. Der Ălpreis schoss in die Höhe â der stĂ€rkste Anstieg seit April.
Und wer glaubt, das ginge Deutschland nichts an, der irrt gewaltig. Ein anhaltend hoher Ălpreis bedeutet höhere Energiekosten, höhere Transportkosten und damit eine neue Inflationswelle, die auf ein ohnehin geschwĂ€chtes Land trifft. Ein Land, dessen Regierung lieber 500 Milliarden Euro an neuen Schulden aufhĂ€uft und die KlimaneutralitĂ€t ins Grundgesetz meiĂelt, als fĂŒr bezahlbare und verlĂ€ssliche Energie zu sorgen. WĂ€hrend in der Golfregion Kraftwerke brennen, hat man hierzulande die eigenen Kernkraftwerke aus ideologischer Verblendung abgeschaltet. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, wer am Ende die Zeche zahlt: der deutsche BĂŒrger an der Tankstelle und beim Blick auf die Stromrechnung.
Sicherheit in Zeiten der Unsicherheit
In einer Welt, in der VertrĂ€ge ĂŒber Nacht zerreiĂen, Meerengen verstopfen und Ălpreise explodieren, zeigt sich einmal mehr der wahre Wert krisenfester Vermögenswerte. Gold und Silber kennen keine politischen Grenzen, keine gebrochenen Absprachen und keine Notenbankexperimente. Sie sind seit Jahrtausenden das, was Papierversprechen niemals sein können: greifbare, unabhĂ€ngige Substanz. Wer sein Vermögen breit aufstellt, sollte physische Edelmetalle als sinnvolle Beimischung eines gesunden Portfolios in Betracht ziehen â gerade dann, wenn die geopolitische Lage jede Prognose LĂŒgen straft.
Ob sich die Lage vor der Eröffnung der New Yorker TerminmĂ€rkte am Sonntagabend entspannt, ist mehr als fraglich. Die Signale deuten eher auf eine weitere Eskalation hin. Und wĂ€hrend sich die GroĂmĂ€chte gegenseitig wirtschaftlichen und militĂ€rischen Schmerz zufĂŒgen und darauf warten, dass der andere zuerst blinzelt, bleibt die Frage, wie lange die ohnehin fragile Weltwirtschaft diese Belastung noch tragen kann.
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