Kettner Edelmetalle
13.08.2026
14:08 Uhr
KI-generiert

China ĂŒberrollt Europas Automarkt: Bis zu 30 Prozent bis 2035!

China ĂŒberrollt Europas Automarkt: Bis zu 30 Prozent bis 2035!
Symbolbild: KI-generiert

Chinas Autobauer greifen nach Europa – und sie kommen schneller voran als gedacht. Analysten der US-Großbank Citi rechnen laut einer am Mittwoch verbreiteten Studie damit, dass chinesische Hersteller bis 2035 zwischen 15 und 30 Prozent des europĂ€ischen Automarkts erobern könnten. Aktuell sind es rund zehn Prozent.

Wie weit der Vormarsch geht, hĂ€ngt dem Bericht zufolge vor allem an einer Frage: Wie hart wird BrĂŒssel? Das Team um Analyst Harald Hendrikse hat drei Szenarien durchgerechnet – und sie unterscheiden sich dramatisch.

Drei Szenarien – ein Weckruf fĂŒr Wolfsburg

Bleibt alles beim heutigen Regelwerk, wĂ€ren demnach 30 Prozent Marktanteil drin. WĂŒrden die bestehenden Zölle auf chinesische Elektroautos auch auf Plug-in-Hybride ausgeweitet, lĂ€ge die Grenze bei rund 25 Prozent.

Der schĂ€rfste Bremsklotz wĂ€re laut Citi die geplante "Made in Europe"-Regel im sogenannten Industrial Accelerator Act der EU-Kommission. Sie wĂŒrde chinesische Anbieter zwingen, vor Ort zu montieren und europĂ€ische Lieferketten zu nutzen. Der Anteil fiele in den nĂ€chsten zwei Jahren auf fĂŒnf Prozent und lĂ€ge 2035 bei 15 Prozent.

Lokale Fertigung in der EU gleiche Chinas Kostenvorteile aus und schmĂ€lere so kĂŒnftige Marktanteilsgewinne, heißt es sinngemĂ€ĂŸ in der Analyse.

Zehn Jahre Schrumpfkur fĂŒr Europas Hersteller?

Die Warnung der Analysten hat es in sich: Europas Autobauern drohten zehn Jahre mit Volumenverlusten und Restrukturierung. Auch die asiatische Konkurrenz aus Japan und SĂŒdkorea gerate unter Druck – ihr Anteil sinke im Basisszenario von 20 Prozent im vergangenen Jahr auf unter 16 Prozent bis 2035.

Wie rasant die Verschiebung lĂ€uft, zeigen Zahlen der Bremer Beratung Schmidt Automotive Research: In 18 westeuropĂ€ischen LĂ€ndern kletterte der Marktanteil chinesischer Marken im April auf zehn Prozent – nach 4,9 Prozent ein Jahr zuvor. Eine Verdoppelung binnen zwölf Monaten. Getrieben wird sie von BYD und MG aus dem SAIC-Konzern.

Zölle allein reichen offenbar nicht

Die EU hatte 2024 Zusatzzölle auf E-Autos aus China verhĂ€ngt. Gebremst hat das den Vormarsch nicht – die Hersteller wichen auf Hybride aus und bauen lĂ€ngst Fabriken in Europa. Berichten zufolge will BYD Ende 2026 im ungarischen Szeged die Produktion starten, mit einem angestrebten Lokalisierungsgrad von bis zu 70 Prozent.

Aus Sicht unserer Redaktion offenbart das ein Grundproblem europĂ€ischer Industriepolitik: Man reguliert die eigenen Hersteller mit Flottengrenzwerten und Verbrenner-AusstiegsplĂ€nen an die Wand – und wundert sich dann, dass der Wettbewerber aus Fernost die entstandene LĂŒcke fĂŒllt. Zölle und Local-Content-Quoten sind Symptombehandlung, keine Therapie.

Was das fĂŒr Sparer bedeutet

Die Autoindustrie ist das RĂŒckgrat der deutschen Wirtschaft – mit hunderttausenden ArbeitsplĂ€tzen und ganzen Regionen, die an ihr hĂ€ngen. GerĂ€t sie in eine zehnjĂ€hrige AbwĂ€rtsspirale, trifft das Steueraufkommen, Renten und Wohlstand.

Wer sein Vermögen breit aufstellt, sollte solche StrukturbrĂŒche im Blick behalten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind an keine Branche, keine Bilanz und keinen BrĂŒsseler Rechtsakt gebunden – als Beimischung in einem gestreuten Portfolio können sie ein sinnvoller StabilitĂ€tsanker sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir sprechen keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen aus. Jeder Leser ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.

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