
CDU-Politiker warnt vor AfD â und offenbart damit die Panik der Altparteien
Es ist ein Schauspiel, das sich in schöner RegelmĂ€Ăigkeit wiederholt: Ein Vertreter der etablierten Parteien tritt vor die Kameras und warnt mit dramatischen Worten vor dem vermeintlichen Untergang des Abendlandes â sollte die AfD jemals Regierungsverantwortung ĂŒbernehmen. Diesmal ist es Sven Schulze, CDU-Spitzenkandidat fĂŒr die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, der in einem Interview mit der Neuen OsnabrĂŒcker Zeitung von einem ânicht beschreibbaren groĂen Schaden" fabuliert, den eine AfD-Regierung anrichten wĂŒrde.
Die RealitÀtsverweigerung der Union
Man muss sich diese Aussage auf der Zunge zergehen lassen: âNicht beschreibbar" sei der Schaden, den die AfD anrichten wĂŒrde. Wie praktisch, dass man etwas nicht beschreiben muss, was man ohnehin nicht belegen kann! Denn konkrete Argumente, warum ausgerechnet die AfD Deutschland in den Abgrund stĂŒrzen sollte, bleibt Schulze schuldig. Stattdessen bedient er sich der altbekannten Angstrhetorik, die mittlerweile so abgenutzt ist wie ein Wahlversprechen der CDU nach dem Regierungsantritt.
Die Umfragen sprechen eine deutliche Sprache: Mit rund 40 Prozent liegt die AfD in Sachsen-Anhalt weit vor der CDU, die bei mageren 26 Prozent dĂŒmpelt. Schulze bezeichnet dies als âMomentaufnahme" â eine bemerkenswerte SelbsttĂ€uschung angesichts eines RĂŒckstands von fast 15 Prozentpunkten. Sein erklĂ€rtes Ziel, die Wahl zu gewinnen und vor der AfD zu stehen, wirkt unter diesen UmstĂ€nden weniger wie politischer Kampfgeist als vielmehr wie das verzweifelte Pfeifen im Walde.
Wer hat Deutschland wirklich geschadet?
Die Ironie dieser Warnung könnte kaum gröĂer sein. Ausgerechnet die CDU, die unter Angela Merkel 16 Jahre lang die Geschicke dieses Landes lenkte, maĂt sich an, vor SchĂ€den durch andere zu warnen. Dabei ist die Bilanz der Merkel-Ăra verheerend: eine unkontrollierte Migrationspolitik, die das Land bis heute spaltet; eine Energiewende, die Deutschland in die AbhĂ€ngigkeit von russischem Gas trieb; eine Infrastruktur, die zusehends verfĂ€llt; und eine Wirtschaft, die ihre WettbewerbsfĂ€higkeit einbĂŒĂt.
Die aktuelle GroĂe Koalition unter Friedrich Merz setzt diesen Kurs nahtlos fort. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Regierung beschlossen hat, wird kĂŒnftige Generationen mit Schulden belasten â und das, obwohl Merz im Wahlkampf versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Schulze selbst kritisiert die Bundesregierung und fordert ein âkorrigiertes Erwartungsmanagement". Was fĂŒr ein euphemistischer Begriff fĂŒr gebrochene Wahlversprechen!
Die Brandmauer als demokratisches Armutszeugnis
Besonders aufschlussreich ist Schulzes kategorische Aussage: âBei mir im Kabinett wird kein Minister der AfD und keine Ministerin der Linkspartei sitzen." Diese sogenannte Brandmauer, die mittlerweile zum Markenzeichen der CDU geworden ist, offenbart ein fundamentales DemokratieverstĂ€ndnis-Problem. Wenn eine demokratisch gewĂ€hlte Partei, die in Umfragen stĂ€rkste Kraft ist, von vornherein von jeglicher Regierungsbeteiligung ausgeschlossen wird, dann stellt sich die Frage: Wer beschĂ€digt hier eigentlich die Demokratie?
Die WĂ€hler in Sachsen-Anhalt werden im September 2026 an die Urnen gerufen. Bis dahin dĂŒrfte sich der Ton noch verschĂ€rfen. Die Altparteien werden keine Gelegenheit auslassen, die AfD zu dĂ€monisieren â denn es geht um nicht weniger als ihre eigene Macht und ihre PfrĂŒnde. Dass sie dabei die Sorgen und Nöte der BĂŒrger ignorieren, die sich nach einer echten politischen Alternative sehnen, scheint sie nicht zu kĂŒmmern.
Ein Volk, das VerÀnderung will
Die Menschen in Ostdeutschland haben ein feines GespĂŒr fĂŒr politische Bevormundung entwickelt. Sie erinnern sich noch gut an Zeiten, in denen ihnen vorgeschrieben wurde, was sie zu denken und zu wĂ€hlen haben. Dass ausgerechnet die CDU, die in der DDR als Blockpartei fungierte, nun wieder versucht, den BĂŒrgern vorzuschreiben, welche Parteien wĂ€hlbar sind und welche nicht, entbehrt nicht einer gewissen historischen Pikanterie.
Der ânicht beschreibbare groĂe Schaden", vor dem Schulze warnt, ist in Wahrheit lĂ€ngst angerichtet â von denjenigen, die seit Jahrzehnten die politische Verantwortung tragen. Die AfD hat bislang keine einzige Regierung in Deutschland gefĂŒhrt und kann daher auch keinen Schaden angerichtet haben. Vielleicht ist es an der Zeit, ihr die Chance zu geben, es besser zu machen. Schlimmer als die aktuelle Situation kann es kaum werden.










