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09.01.2026
17:10 Uhr

Brüsseler Kontrollwahn: EU nimmt Musks KI Grok ins Visier

Brüsseler Kontrollwahn: EU nimmt Musks KI Grok ins Visier

Die Europäische Kommission hat erneut ihre Krallen ausgefahren – diesmal gegen die Künstliche Intelligenz Grok, die zum Imperium von Elon Musk und seiner Plattform X gehört. Der Vorwurf wiegt schwer: Der sogenannte „Spicy Mode" der KI soll die Erstellung erotischer Bilder ermöglichen, wobei es offenbar auch zu Darstellungen von Minderjährigen gekommen sei. Ein EU-Sprecher ließ sich am Montag zu einem regelrechten Wutausbruch hinreißen: „Das ist nicht scharf. Das ist illegal. Das ist entsetzlich. Das ist ekelhaft."

Sicherheitslücke oder politisches Kalkül?

Das Unternehmen selbst reagierte prompt und sprach von einer Sicherheitslücke, die man bereits aktiv schließe. Auf dem offiziellen X-Sicherheitsaccount wurde betont, dass derartige Darstellungen „illegal und verboten" seien und klar gegen die Unternehmensrichtlinien verstießen. Die betreffenden Bilder seien gelöscht, die verantwortlichen Nutzer dauerhaft gesperrt worden. Elon Musk persönlich stellte unmissverständlich klar: Wer Grok zur Erstellung illegaler Inhalte missbrauche, werde die gleichen Konsequenzen tragen wie jemand, der solche Inhalte direkt hochlade.

Doch die Frage drängt sich auf: Geht es der EU-Kommission tatsächlich um den Schutz von Kindern – oder nutzt Brüssel diesen Vorfall als willkommenen Vorwand, um eine unbequeme Plattform weiter unter Druck zu setzen? Die Vorgeschichte spricht Bände.

Ein Muster der Konfrontation

Erst im Dezember vergangenen Jahres verhängte die EU-Kommission eine Strafe von stolzen 120 Millionen Euro gegen X. Der Vorwurf damals: angebliche Verstöße gegen Transparenzauflagen bei Werbung und Nutzerabonnements. Die Reaktion von X ließ nicht lange auf sich warten – das Unternehmen sperrte kurzerhand den Werbeaccount der Europäischen Kommission und warf dieser vor, ihren eigenen Account in irreführender Weise genutzt zu haben, um die Reichweite von EU-Pressemitteilungen künstlich aufzublähen.

Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um hier ein Muster zu erkennen. Seit Elon Musk die Plattform übernommen und sie zu einem Hort der freien Meinungsäußerung umgebaut hat, scheint Brüssel keine Gelegenheit auszulassen, dem Tech-Milliardär Knüppel zwischen die Beine zu werfen. Die Ironie dabei: Während man sich in der EU-Zentrale über KI-generierte Bilder echauffiert, bleiben die wirklich drängenden Probleme – von der unkontrollierten Migration bis hin zu den Cum-Ex-Skandalen, in die auch hochrangige EU-Funktionäre verstrickt sein sollen – weitgehend unbearbeitet.

Auch Großbritannien macht mobil

Nicht nur die EU, auch das Vereinigte Königreich hat Musk ins Visier genommen. Wie der Telegraph berichtet, wurde auch dort ein Verfahren gegen den Unternehmer eingeleitet. Premierminister Keir Starmer forderte die Regulierungsbehörde Ofcom auf, alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel gegen X einzusetzen. Das könnte von einer technischen Blockierung der Plattform bis hin zu einem Verbot der Zusammenarbeit mit britischen Werbepartnern reichen – ein Schlag, der X empfindliche finanzielle Einbußen bescheren würde.

Seit dem Inkrafttreten des Online Safety Acts im Sommer 2025 ist es in Großbritannien verboten, KI-veränderte Fotos und Videos zu veröffentlichen, die sexuell explizite Darstellungen enthalten oder die zu „Hass schüren" könnten. Eine Formulierung, die so schwammig ist, dass sie praktisch jeden unliebsamen Inhalt erfassen kann.

Der wahre Kern der Debatte

Natürlich ist der Schutz von Kindern vor Missbrauch ein absolut berechtigtes Anliegen, das niemand ernsthaft in Frage stellen würde. Doch die Instrumentalisierung dieses Themas für politische Zwecke hinterlässt einen schalen Beigeschmack. Wenn es der EU tatsächlich um den Kinderschutz ginge, warum werden dann Kinderehen in manchen Mitgliedsstaaten nach wie vor toleriert? Warum schaut man bei anderen Plattformen, die nachweislich problematische Inhalte verbreiten, so oft weg?

Die Antwort liegt auf der Hand: X unter Elon Musk ist zu einem Symbol für freie Meinungsäußerung geworden – und genau das macht die Plattform für die Kontrolleure in Brüssel und London so gefährlich. Jeder Vorwand ist recht, um diese letzte Bastion der ungefilterten öffentlichen Debatte zu beschneiden. Der Kampf um die Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter ist längst nicht entschieden.

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