Kettner Edelmetalle
18.12.2025
14:17 Uhr

Australien: Anti-Terror-Einheit stoppt sieben VerdÀchtige auf dem Weg zum Bondi Beach

Nur vier Tage nach dem verheerenden Terroranschlag auf eine jĂŒdische Chanukka-Feier am berĂŒhmten Bondi Beach in Sydney hat die australische Polizei erneut zugeschlagen. SpezialkrĂ€fte der Anti-Terror-Einheit des Bundesstaates New South Wales stoppten am Donnerstagabend im Stadtteil Liverpool zwei Fahrzeuge – eines davon wurde regelrecht gerammt. Sieben MĂ€nner wurden festgesetzt und werden derzeit zu laufenden Ermittlungen befragt.

Hinweise auf unmittelbar bevorstehende Gewalttat

Die Behörden sprechen von konkreten Hinweisen, dass eine gewalttĂ€tige Straftat möglicherweise unmittelbar bevorgestanden habe. Die MĂ€nner sollen sich auf dem Weg Richtung Bondi Beach befunden haben – jenem Ort, an dem erst wenige Tage zuvor 15 Menschen bei einem islamistischen Terroranschlag ihr Leben verloren. Eine Festnahme erfolgte bislang nicht, die VerdĂ€chtigen werden jedoch intensiv befragt. Die Polizei betonte, dass zu keinem Zeitpunkt eine akute Gefahr fĂŒr die Bevölkerung bestanden habe. Eine direkte Verbindung zum Anschlag vom Wochenende sei bislang nicht bestĂ€tigt.

Der Anschlag, der Australien erschĂŒtterte

Der Anti-Terror-Einsatz steht im Schatten eines der schlimmsten TerroranschlĂ€ge in der Geschichte Australiens. Am vergangenen Sonntag hatten zwei TĂ€ter wĂ€hrend einer Chanukka-Feier an der Strandpromenade des Bondi Beach das Feuer auf rund 2.000 versammelte Menschen eröffnet. Die SchĂŒsse wurden von erhöhten Positionen aus abgegeben, darunter von einer nahegelegenen FußgĂ€ngerbrĂŒcke. 15 Menschen starben, mehr als zwei Dutzend wurden verletzt.

Bei den TĂ€tern handelte es sich um Naveed Akram und seinen Vater Sajid Akram. Der Vater wurde von der Polizei erschossen, der Sohn ĂŒberlebte schwer verletzt und wird im Krankenhaus unter strenger Bewachung behandelt. In ihrem Fahrzeug fanden die Ermittler selbstgebaute Sprengkörper sowie Flaggen der Terrormiliz IS.

Radikalisierung vor aller Augen – und niemand griff ein

Was die Öffentlichkeit besonders erschĂŒttert: Die Radikalisierung des jĂŒngeren TĂ€ters vollzog sich keineswegs im Verborgenen. Der australische Sender ABC veröffentlichte Videoaufnahmen aus dem Jahr 2019, die den damals 17-jĂ€hrigen Naveed Akram zeigen, wie er auf den Straßen von West-Sydney Passanten anspricht und predigt:

„Das Gesetz Allahs ist wichtiger als alles andere, was man zu tun hat – Arbeit, Schule 
 ich kann es nicht genug betonen."

Der australische Inlandsgeheimdienst Asio hatte Akram im selben Jahr ĂŒberprĂŒft. Premierminister Anthony Albanese bestĂ€tigte, dass Ermittlungen wegen möglicher Kontakte zu einer IS-nahen Gruppe gefĂŒhrt, nach rund sechs Monaten jedoch eingestellt worden seien. Die EinschĂ€tzung lautete damals, es gebe „keine Hinweise auf eine anhaltende Bedrohung". Ein fataler Irrtum, wie sich nun herausstellte.

MilitÀrische Ausbildung auf den Philippinen

Noch brisanter: Vater und Sohn reisten wenige Wochen vor dem Anschlag auf die Philippinen. Nach Angaben der Ermittler sollen sie dort eine „militĂ€rische Ausbildung" absolviert haben. Die Verbindungen in extremistische Milieus reichen offenbar tief. Recherchen deuten auf Kontakte zum Al Madina Dawah Centre im Stadtteil Bankstown hin, dessen Prediger Wisam Haddad Sicherheitskreisen zufolge als zentrale Figur eines pro-IS-Netzwerks gilt. Haddad selbst bestreitet jegliches Wissen ĂŒber oder eine Beteiligung an dem Anschlag.

Ein Muster, das sich wiederholt

Der Fall in Australien zeigt einmal mehr ein beunruhigendes Muster, das auch in Europa und Deutschland lĂ€ngst bekannt ist: Islamistische GefĂ€hrder werden identifiziert, beobachtet – und dann aus den Augen verloren. Die Behörden stufen sie als „nicht mehr gefĂ€hrlich" ein, wĂ€hrend sie im Untergrund weiter radikalisieren und Netzwerke aufbauen. Erst wenn das Blut fließt, erwacht der Aktionismus.

Auch in Deutschland hĂ€ufen sich die FĂ€lle, in denen mutmaßliche Terroristen trotz bekannter Radikalisierung unbehelligt blieben oder gar ĂŒber FachkrĂ€ftevisa ins Land kamen. Die Parallelen sind erschreckend – und sie sollten jeden wachrĂŒtteln, der noch immer glaubt, dass eine laxe Einwanderungspolitik und mangelnde Kontrollen keine Konsequenzen haben. Die Sicherheit der BĂŒrger muss wieder oberste PrioritĂ€t haben, nicht ideologische RĂŒcksichtnahme auf vermeintliche Minderheiten.

Die Australier stehen nun vor der bitteren Erkenntnis, dass ihr Sicherheitsapparat versagt hat. Die Frage ist: Werden die Verantwortlichen daraus lernen – oder wird der nĂ€chste Anschlag nur eine Frage der Zeit sein?

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