Kettner Edelmetalle
21.09.2026
16:39 Uhr
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Aufstand im Ruhrgebiet: SPD-Mann fordert Sturz von Bas und Klingbeil

Aufstand im Ruhrgebiet: SPD-Mann fordert Sturz von Bas und Klingbeil
Symbolbild: KI-generiert

Erstmals verlangt ein SPD-Bundestagsabgeordneter offen den RĂŒcktritt der eigenen Parteispitze. Markus Töns, direkt gewĂ€hlter Abgeordneter aus Gelsenkirchen, fordert, dass BĂ€rbel Bas und Lars Klingbeil den Parteivorsitz abgeben. GegenĂŒber dem Handelsblatt begrĂŒndete er das mit der Notwendigkeit einer personellen Neuaufstellung.

„FĂŒr ein starkes Auftreten in der Zukunft brauchen wir die Trennung von Partei- und Ministeramt“

Eine offene Ansprache, so Töns, sei aus dem Ministeramt heraus nicht möglich. Übersetzt heißt das: Wer als Vizekanzler und Finanzminister tĂ€glich Kompromisse mit der Union schließen mĂŒsse, könne die eigene Partei nicht gleichzeitig ehrlich fĂŒhren.

Warum ausgerechnet Gelsenkirchen rebelliert

Der Ort des Aufstands ist kein Zufall. Gelsenkirchen liegt im Ruhrgebiet, jener Region, in der die Sozialdemokratie jahrzehntelang unangefochten herrschte – und die heute zu den Ă€rmsten Ecken der Republik zĂ€hlt.

Töns gehörte Ende August zu den Unterzeichnern des sogenannten Ruhr-Positionspapiers, getragen von LokalverbÀnden und MandatstrÀgern aus dem Revier. Darin forderten die Autoren von Kanzler Friedrich Merz unter anderem mehr Empathie, den Erhalt der Rente mit 63, zusÀtzliche Schulden sowie höhere oder neue Steuern auf Gutverdiener, Vermögen und Erbschaften.

Das Rezept gegen die Krise lautet also: noch mehr Umverteilung. Dass Deutschland bereits zu den HochsteuerlÀndern der Welt zÀhlt und mit dem 500-Milliarden-Sondervermögen ohnehin eine gewaltige Schuldenlast angehÀuft hat, spielt in dem Papier erkennbar keine Rolle.

Drei Wahlen, drei WarnschĂŒsse

Der Vorstoß trifft eine Parteispitze, die ohnehin wankt. Das Wahljahr 2026 war fĂŒr die SPD ein Scherbenhaufen: In Rheinland-Pfalz stĂŒrzte sie laut amtlichem Ergebnis auf 25,9 Prozent ab – ein Minus von 9,8 Punkten und der schlechteste Wert in der Geschichte des Landes. In Baden-WĂŒrttemberg landete sie bei 5,5 Prozent, in Sachsen-Anhalt bei 9,3 Prozent.

In Mecklenburg-Vorpommern verlor die SPD nach Medienberichten trotz 35,5 Prozent die FĂŒhrung an die AfD mit 38,2 Prozent. Und bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl am Sonntag wurde die Linke stĂ€rkste Kraft; die Sozialdemokraten rutschten in der Hauptstadt hinter CDU, AfD und GrĂŒne ab.

Bundesweit dĂŒmpelt die SPD in Umfragen bei rund 13 Prozent. FĂŒr eine Partei, die sich als Volkspartei versteht, ist das ein historischer Absturz.

Flucht nach links – und keine Antwort auf die Substanzfrage

Die Reaktion der Basis folgt einem bekannten Muster: Sie zieht nach links. Rufe nach Trennung von Regierungsamt und Parteivorsitz werden lauter, Umfragen zeigen erhebliche Zweifel an der Eignung des FĂŒhrungsduos.

Aus Sicht unserer Redaktion verwechselt die SPD dabei Ursache und Wirkung. Nicht die Personalien Bas und Klingbeil haben den Industriestandort geschwĂ€cht, die Energiepreise getrieben und den Mittelstand zermĂŒrbt – es war eine Politik, die Umverteilung ĂŒber Wertschöpfung stellte. Ein Chefwechsel Ă€ndert daran nichts.

FĂŒr BĂŒrger und Sparer bedeutet der Machtkampf vor allem eines: Die Koalition wird instabiler, die Versuchung neuer Schulden und Steuern grĂ¶ĂŸer. Wer sein Vermögen gegen politische UnwĂ€gbarkeiten und schleichende Kaufkraftverluste absichern will, zieht seit jeher physische Edelmetalle als Beimischung eines breit gestreuten Portfolios in Betracht.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenstĂ€ndig recherchieren.

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