Kettner Edelmetalle
08.07.2026
06:05 Uhr

200 Milliarden neue Schulden: Merz fĂŒhrt Deutschland sehenden Auges in den Abgrund

200 Milliarden neue Schulden: Merz fĂŒhrt Deutschland sehenden Auges in den Abgrund

Es ist ein finanzpolitisches Desaster mit Ansage. WĂ€hrend der BĂŒrger in diesem Land jeden Cent zweimal umdrehen muss, greift die Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) und seinem Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) tief in die Schuldenkiste – und zwar so tief wie nie zuvor. Allein fĂŒr das Jahr 2027 sollen neue Kredite in Höhe von ĂŒber 200 Milliarden Euro aufgenommen werden. Und das Perverse daran: Das soll erst der Anfang sein.

Man erinnere sich: Es war derselbe Friedrich Merz, der im Wahlkampf vollmundig versprochen hatte, keine neuen Schulden zu machen. Kaum im Kanzleramt angekommen, ist von diesem Versprechen nur noch heiße Luft ĂŒbrig. Die Bundesbank – normalerweise nicht gerade fĂŒr alarmistische Töne bekannt – schlĂ€gt inzwischen offen Alarm.

Wenn selbst die Bundesbank die Nerven verliert

Die deutsche Notenbank warnt bereits seit Monaten vor den katastrophalen Langzeitfolgen dieses Schuldenkurses. Ihr jĂŒngster Monatsbericht liest sich wie eine finanzpolitische BankrotterklĂ€rung: Die staatliche Defizitquote soll bis 2028 auf sagenhafte 4,9 Prozent klettern. Zur Erinnerung – der europĂ€ische Referenzwert liegt bei drei Prozent. Deutschland, einst der brave MusterschĂŒler Europas, reißt die eigenen Regeln also gleich mit Karacho ein.

Willkommen im Mezzogiorno! Deutschland steigt sehenden Auges in die Liga der SchuldenlÀnder ab, vor der wir jahrzehntelang gewarnt haben.

Auch die regulĂ€re Kreditobergrenze der nationalen Schuldenbremse wird laut Bundesbank ab 2028 wieder gerissen. Die Schuldenquote klettert auf nahezu 70 Prozent der Wirtschaftsleistung – weit jenseits der 60-Prozent-Marke, die nach europĂ€ischen Fiskalregeln als noch verkraftbar gilt.

Milliarden verpuffen – das Wachstum bleibt aus

Und was bekommt der deutsche Steuerzahler fĂŒr diese astronomische Verschuldung? Fast nichts. Zwar rĂ€umt die Bundesbank ein, dass die expansive Ausgabenpolitik der Wirtschaft einen kurzfristigen Impuls von rund 1,3 Prozentpunkten verschaffe. Doch die strukturellen Probleme – horrende Energiekosten, FachkrĂ€ftemangel, erdrĂŒckende BĂŒrokratie und der immer schĂ€rfere Konkurrenzdruck aus China – bleiben ungelöst.

Das Ergebnis ist ernĂŒchternd: FĂŒr 2027 und 2028 erwartet die Bundesbank ein Potenzialwachstum von jĂ€mmerlichen 0,3 Prozent pro Jahr. Man verschuldet also ganze Generationen – und erntet dafĂŒr wirtschaftlichen Stillstand. Ein teures VergnĂŒgen, das unsere Kinder und Enkel noch abbezahlen dĂŒrfen.

Sozialabgaben rauf, Renten unsicher

Besonders bitter wird es beim Blick auf die Sozialversicherungen. SpĂ€testens 2028 seien die RĂŒcklagen der Rentenversicherung weitgehend aufgebraucht, warnt die Notenbank. Der Rentenbeitrag steige dann von 18,6 auf 19,8 Prozent. Insgesamt sollen die SozialbeitrĂ€ge von heute 42,4 auf satte 44,25 Prozent klettern. Höhere Abgaben verteuern die Arbeit und zerstören die letzte WettbewerbsfĂ€higkeit der deutschen Wirtschaft – ein Teufelskreis mit Ansage.

Löcher stopfen statt investieren

Und die vielgepriesenen Sondervermögen fĂŒr Infrastruktur? Auch hier zeigt sich die ganze Verlogenheit dieser Politik. Wie das Ifo-Institut bereits nachwies, dienten 95 Prozent der 2025 aufgenommenen Schulden schlicht dazu, bestehende Haushaltslöcher zu stopfen. Nach Bundesbank-Prognose fließen lediglich rund 40 Prozent der Mittel tatsĂ€chlich in zusĂ€tzliche zivile Investitionen. Der Rest verschwindet in der Entlastung maroder Haushalte von Bund, LĂ€ndern und Kommunen.

Man verkauft dem BĂŒrger also ein gigantisches Investitionsprogramm – und in Wahrheit werden nur die Altlasten einer verfehlten Politik kaschiert. KĂŒrzungen bei armen Kindern, im Gesundheitswesen und beim BĂŒrger, wĂ€hrend gleichzeitig die Schuldenmilliarden nur so aus dem Fenster geworfen werden. Wer soll das noch verstehen?

Was bedeutet das fĂŒr den BĂŒrger?

Die Botschaft ist unmissverstĂ€ndlich: Wer sein Vermögen in einer solchen Zeit ausschließlich auf Papierwerte, Staatsanleihen oder ein schwĂ€chelndes Wirtschaftswachstum setzt, spielt ein gefĂ€hrliches Spiel. Wenn Staaten die Notenpresse anwerfen und Schuldenberge auftĂŒrmen, verliert das Papiergeld schleichend an Wert. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben in der Geschichte immer wieder bewiesen, dass sie ein verlĂ€sslicher Anker in stĂŒrmischen Zeiten sind – frei von der WillkĂŒr politischer Fehlentscheidungen und als sinnvolle Beimischung eines breit gestreuten, krisenfesten Portfolios.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenstĂ€ndig zu informieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Anlageentscheidungen selbst. Ziehen Sie im Zweifel einen unabhĂ€ngigen Berater zurate.

Wissenswertes zum Thema