Rohstoff-Boom durch geopolitische Spannungen: Gold & Öl im Fokus
Die geopolitische Landkarte wird derzeit in einem Tempo neu gezeichnet, das selbst erfahrene Beobachter in Atem hält. Während sich die Welt auf militärische Operationen der USA in Venezuela und dem Iran konzentriert, entfaltet sich im Hintergrund eine Rohstoff-Dynamik von historischem Ausmaß. Gold, Silber und Öl reagieren auf die eskalierende Unsicherheit – und senden dabei Signale, die kein Anleger ignorieren sollte. Der renommierte Finanzexperte und Bestsellerautor Ernst Wolff ordnet die Ereignisse ein und zeichnet ein Bild, das weit über kurzfristige Marktbewegungen hinausgeht.
Die Rückkehr der Monroe-Doktrin: Trumps geopolitisches Schachspiel
Was sich derzeit in Südamerika und im Nahen Osten abspielt, ist kein Zufall. Es ist die konsequente Umsetzung einer Strategie, die tief in der amerikanischen Außenpolitik verwurzelt ist. Die Monroe-Doktrin – jenes Prinzip aus dem 19. Jahrhundert, das den amerikanischen Kontinent zur exklusiven Einflusssphäre der USA erklärt – erlebt unter Donald Trump eine Renaissance in bisher ungekannter Aggressivität.
Die militärische Extraktion des Maduro-Regimes in Venezuela, die Vorbereitung auf eine mögliche Konfrontation mit dem Iran, die schleichende Distanzierung von der Ukraine-Krise – all diese Puzzleteile fügen sich zu einem Gesamtbild zusammen, das eine klare Handschrift trägt: maximale Unordnung als Mittel zum Zweck.
„Das wichtigste Ziel ist in der Welt im Moment so viel Unordnung wie möglich und so viel Chaos wie möglich zu schaffen, damit die wirkliche Kraft im Hintergrund – und das sind die Digitalkonzerne und die Finanzkonzerne – damit die rettend eingreifen können."
Diese Analyse von Ernst Wolff mag auf den ersten Blick provokant klingen. Doch wer die Geschichte der amerikanischen Interventionen seit 1945 kennt, erkennt das Muster. Vom Koreakrieg über Vietnam, den Irak bis nach Libyen – der sogenannte „Pax Americana" war stets ein Frieden, der auf militärischer Dominanz und der Kontrolle strategischer Ressourcen basierte.
Der Petrodollar als Achillesferse: Warum Rohstoffe zum Schlachtfeld werden
Um die aktuelle Eskalation zu verstehen, muss man einen Blick zurück in die 1970er Jahre werfen. Als Richard Nixon 1971 die Goldbindung des Dollars aufhob, stand das amerikanische Währungssystem vor dem Abgrund. Die Lösung kam zwei Jahre später: Henry Kissinger verhandelte das Petrodollar-Abkommen mit Saudi-Arabien. Öl würde fortan ausschließlich in Dollar gehandelt – und sicherte damit die globale Dominanz der US-Währung für ein halbes Jahrhundert.
Wer dieses System in Frage stellte, bezahlte einen hohen Preis:
- Saddam Hussein kündigte an, irakisches Öl in Euro zu verkaufen – der Irakkrieg folgte
- Muammar al-Gaddafi plante eine goldgedeckte nordafrikanische Währung – Libyen wurde zerstört
- Nicolás Maduro verkaufte venezolanisches Öl an China in Yuan – die militärische Intervention kam
- Der Iran handelte zunehmend außerhalb des Dollar-Systems – die Spannungen eskalieren
Das Muster ist unübersehbar. Und es erklärt, warum die aktuellen Konflikte weit mehr sind als regionale Auseinandersetzungen. Es geht um die Kontrolle über die globalen Rohstoffströme – und damit um die Zukunft des gesamten Finanzsystems. Wie die Dollar-Schwäche bereits jetzt die Weltwirtschaft verändert, zeigt sich in den Handelsbilanzen deutlich.
Griechischer Luftraum gesperrt: Parallelen zur Ölkrise von 1973
Ein Detail, das in der breiten Berichterstattung weitgehend unterging, verdient besondere Aufmerksamkeit. Amerikanische Militärflugzeuge, die über Deutschland und den griechischen Luftraum in Richtung Iran unterwegs waren, sorgten für eine temporäre Sperrung des griechischen Luftraums. Sämtliche Flugsignale verschwanden – ein Vorgang, der in dieser Form zuletzt in den 1970er Jahren vorkam.
Damals, kurz vor der Ölkrise. Die Parallele ist frappierend.
Ernst Wolff sieht darin kein zufälliges Zusammentreffen: Die Ölkrise von 1973 wurde seiner Analyse nach bewusst herbeigeführt, um den Dollar nach dem Ende der Golddeckung an das Öl zu binden. Ein strategischer Schachzug, der den USA ein weiteres halbes Jahrhundert monetärer Hegemonie bescherte. Die Frage, die sich heute stellt: Wird ein ähnlicher Mechanismus erneut aktiviert?
Was die Futures-Märkte verraten
Interessanterweise ist der Ölpreis nach den ersten militärischen Operationen zunächst gesunken – ein Phänomen, das auf den ersten Blick paradox erscheint. Doch der Ölpreis wird nicht primär durch Angebot und Nachfrage bestimmt, sondern durch die Futures-Märkte. Die kurzfristige Entspannung dürfte trügerisch sein.
Mehrere Faktoren sprechen für einen deutlichen Anstieg in den kommenden Monaten:
- Ein möglicher Angriff auf den Iran würde die Straße von Hormus gefährden – durch die 20 Prozent des weltweiten Öltransports fließen
- Der Zugang zum venezolanischen Öl ist logistisch komplex: Transport, Raffinierung und Widerstand der Bevölkerung verzögern die Förderung
- Guerilla-Gruppen in Venezuela dürften die Infrastruktur massiv angreifen
- Die geopolitische Unsicherheit treibt Spekulanten in sichere Häfen
Silbermünzen als Zahlungsmittel: Caracas zeigt die Zukunft
Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen spielt sich derzeit auf den Straßen von Caracas ab. Nach dem Zusammenbruch des venezolanischen Bolívar und der zunehmenden Unsicherheit über die Dollar-Versorgung hat sich eine dritte Währung in der Hauptstadt etabliert: Silbermünzen.
„In Caracas kann man im Moment mit Silbermünzen seine Nahrungsmittel einkaufen, an Kiosken etwas zu trinken kaufen und sogar den Taxifahrer bezahlen. Da sieht man, dass Silber wirklich in Krisenzeiten eine unabdingbare Notwendigkeit ist."
Was in Venezuela geschieht, ist ein Lehrbuchbeispiel für die Funktion von Edelmetallen als Krisenwährung. Wenn Fiat-Währungen versagen – und der Bolívar hat in den letzten Jahren über 99 Prozent seines Wertes verloren – greifen Menschen instinktiv auf das zurück, was seit Jahrtausenden als Geld funktioniert. Auch Simbabwes Experiment mit einer goldgedeckten Währung zeigt, dass die Rückkehr zu echten Werten kein theoretisches Konstrukt ist, sondern gelebte Realität.
Für Anleger in Deutschland und Europa sollte diese Entwicklung ein Weckruf sein. Wer heute in physisches Gold und Silber investiert, erwirbt nicht nur eine Wertanlage – sondern eine Versicherung für den Ernstfall. Gerade Maple Leaf Goldmünzen oder Wiener Philharmoniker bieten durch ihre weltweite Anerkennung maximale Flexibilität in Krisenszenarien.
Das große Spiel: Warum alle Mächte profitieren
Eine der provokantesten Thesen von Ernst Wolff betrifft die vermeintliche Gegnerschaft zwischen den Großmächten. Während China und Russland die amerikanischen Interventionen öffentlich verurteilen, lassen sie Venezuela und den Iran faktisch eiskalt fallen. Kein militärisches Eingreifen, keine echten Konsequenzen – nur verbale Empörung.
Der Grund? Das Chaos nützt allen Beteiligten.
- Die USA sichern sich Zugang zu Rohstoffen und demonstrieren militärische Stärke
- China nutzt die antiamerikanische Stimmung, um die De-Dollarisierung voranzutreiben
- Russland rechtfertigt die Einführung des digitalen Rubels als Schutz vor westlichen Sanktionen
- Rüstungskonzerne verzeichnen Rekordgewinne
- Digitalkonzerne treiben die Infrastruktur für digitale Überwachung und CBDCs voran
Die Zusammenarbeit zwischen dem israelischen Geheimdienst Mossad und dem Datenanalyse-Unternehmen Palantir – gegründet von Peter Thiel, einem der engsten Verbündeten Trumps – bildet dabei eine Achse, die weit über traditionelle Geheimdienstarbeit hinausgeht. Wie Russland trotz Sanktionen Milliarden bewegt, zeigt die Komplexität dieser globalen Verflechtungen.
Das Abraham-Abkommen und Israels wachsender Einfluss
Besonders aufschlussreich ist das sogenannte Isaak-Abkommen zwischen Argentiniens Präsident Milei und der israelischen Regierung. Es sieht eine Verstärkung des israelischen Einflusses in Südamerika vor – ein Novum, das die geopolitische Landkarte des Kontinents nachhaltig verändern könnte.
Dass bei einem republikanischen Parteitag erstmals eine israelische Flagge prominent im Saal hing, ist mehr als Symbolik. Es ist ein Statement über Machtverhältnisse, die längst über traditionelle Bündnisstrukturen hinausgehen.
Edelmetalle als sicherer Hafen: Warum der Aufwärtstrend erst begonnen hat
Die entscheidende Frage für Anleger lautet: Ist der aktuelle Anstieg bei Gold und Silber bereits der Höhepunkt – oder erst der Anfang? Ernst Wolff ist in seiner Einschätzung unmissverständlich:
„Ich höre von vielen immer: Soll ich mein Silber oder mein Gold jetzt schnell verkaufen? Ist das der Höhepunkt? Ich selber tue es nicht. Ich werde auf das setzen, was seit 3.000 Jahren als Geld gilt und was auch in einem, zwei oder drei Jahren noch als Geld gelten wird."
Die Argumente für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends bei Edelmetallen sind gewichtig:
- Geopolitische Unsicherheit: Konflikte in Venezuela, Iran, Ukraine und Taiwan schaffen eine Nachfrage nach sicheren Häfen, die historisch beispiellos ist
- Rohstoffpreise im Aufwind: Nicht nur Gold und Silber, auch Zink und andere Industriemetalle steigen – ein Zeichen für breite Rohstoff-Inflation
- Vertrauensverlust in Fiat-Währungen: Die Beispiele Venezuela und Simbabwe zeigen, wohin unkontrollierte Geldpolitik führt
- CBDC-Bedrohung: Die geplante Einführung digitaler Zentralbankwährungen treibt sicherheitsbewusste Anleger in physische Werte
- Sinkender Lebensstandard: Die prognostizierte drastische Verschlechterung der Lebensbedingungen wird die Flucht in Sachwerte beschleunigen
Wer sich in dieser Situation absichern möchte, findet in Goldbarren eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. Für den Einstieg eignet sich das Gold Starter-Set als niedrigschwelliger Zugang zu physischem Edelmetall. Wer bereits größere Summen absichern möchte, sollte das Gold Krisenschutzpaket M oder das Gold Krisenschutzpaket XXL in Betracht ziehen.
Die digitale Diktatur als Endspiel?
Hinter den militärischen Konflikten und Rohstoffkriegen zeichnet sich laut Wolff ein noch größeres Bild ab. Die CBDCs – Central Bank Digital Currencies – stehen vor der Einführung. Und sie sind weit mehr als eine technologische Modernisierung des Zahlungsverkehrs.
Digitale Zentralbankwährungen ermöglichen eine vollständige Kontrolle über jeden einzelnen Geldfluss. Jede Transaktion wird erfasst, jede Ausgabe kann überwacht, eingeschränkt oder mit einem Verfallsdatum versehen werden. Was als Fortschritt verkauft wird, ist in Wahrheit das mächtigste Kontrollinstrument, das je geschaffen wurde.
In diesem Kontext gewinnt physisches Gold eine Dimension, die weit über die reine Wertanlage hinausgeht. Känguru Goldmünzen, Britannia Goldmünzen oder American Eagle Goldmünzen sind nicht nur Investments – sie sind Garanten finanzieller Souveränität in einer Welt, die zunehmend auf digitale Überwachung setzt.
Was 2026 noch bringen wird: Ein Ausblick
Die Prognose für den Rest des Jahres 2026 fällt düster aus – zumindest für diejenigen, die auf eine Rückkehr zur Normalität hoffen. Ernst Wolff erwartet:
- Eine drastische Senkung des Lebensstandards in weiten Teilen der westlichen Welt
- Weiter steigende Rohstoff- und Edelmetallpreise
- Zunehmende geopolitische Spannungen mit möglicher Eskalation im Iran
- Beschleunigte Einführung von CBDCs weltweit
- Wachsende antiamerikanische Proteste in Südamerika und dem Nahen Osten
- Mögliche bürgerkriegsähnliche Zustände in Venezuela und dem Iran
Für Europa bedeutet die Monroe-Doktrin in ihrer neuen Ausprägung vor allem eines: Die USA werden den „schwarzen Peter" für die Ukraine an die Europäer weiterreichen. Die Kosten für Aufrüstung und Konfliktmanagement werden steigen – und damit die ohnehin angespannten Staatshaushalte weiter belasten.
Handeln, bevor es alle tun
Die Geschichte lehrt uns eine unbequeme Wahrheit: Wer zu spät handelt, zahlt den höchsten Preis. Die Menschen in Venezuela, die heute mit Silbermünzen ihre Lebensmittel kaufen, hätten vor zehn Jahren für einen Bruchteil des heutigen Preises vorsorgen können. Doch die meisten vertrauten auf den Bolívar – bis es zu spät war.
Die Parallelen zu Europa sind nicht von der Hand zu weisen. Die EZB hat in den letzten Jahren Billionen an neuem Geld geschaffen. Die Staatsverschuldung in der Eurozone erreicht historische Höchststände. Und die geopolitischen Risiken nehmen zu, nicht ab.
Wer heute mit dem Aufbau eines Edelmetall-Portfolios beginnen möchte, findet im Gold Starterpaket S einen soliden Einstieg. Für eine breitere Absicherung bietet das Gold Krisenschutzpaket S eine durchdachte Zusammenstellung verschiedener Münzen und Stückelungen. Auch exotischere Prägungen wie der China Panda oder die Lunar-Serie bieten neben dem Materialwert zusätzliches Sammlerpotenzial.
„Wir werden auf keinen Fall ganz plötzlich wieder eine friedliche Welt erleben. Ich rechne mit ganz großen Turbulenzen – und die Edelmetalle werden weiter anziehen."
Die Botschaft ist klar: In einer Welt, in der Fiat-Währungen zunehmend als Waffe eingesetzt werden, in der Kriege um Rohstoffe geführt werden und in der digitale Überwachung zur Norm wird, bleibt physisches Gold das, was es seit 3.000 Jahren ist – der ultimative Schutz vor den Verwerfungen einer instabilen Welt. Nicht morgen. Nicht übermorgen. Sondern jetzt.



