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Kettner NOW (Live-Sendung) 26.03.2026: Energiekrise, Rekord-Gold & Steuerlast

26.03.2026Kettner NOWKettner Edelmetalle

Europa steuert auf eine Energiekrise zu, die Bundesregierung greift den Bürgern tiefer in die Tasche als je zuvor, und in Dänemark zeigt ein Wahlergebnis, was passiert, wenn Politiker die Sorgen ihrer Bevölkerung ignorieren. Gleichzeitig notiert Gold 38 Prozent über dem Vorjahresniveau, und Silber hat sich in nur zwölf Monaten beinahe verdoppelt. Ein Tag, der wie unter einem Brennglas zeigt, warum der Schutz des eigenen Vermögens keine Option mehr ist – sondern eine Notwendigkeit.

Soldaten an Tankstellen: Europas Energieversorgung wackelt

Was wie eine Szene aus einem Katastrophenfilm klingt, ist seit diesem Wochenende Realität in Slowenien: Soldaten bewachen Tankstellen. Privatpersonen dürfen maximal 50 Liter pro Tag tanken. Der Auslöser? Eine toxische Mischung aus Hamsterkäufen, angeheizt durch den Nahostkonflikt, und massivem Tanktourismus aus dem benachbarten Österreich, wo der Sprit deutlich teurer ist.

Ministerpräsident Golob spricht von einem „logistischen Problem". Doch wenn ein Staat sein Militär mobilisieren muss, um die Benzinversorgung aufrechtzuerhalten, dann ist das kein logistisches Problem. Das ist eine handfeste Krise.

Und diese Krise droht sich auszuweiten. Shell-Chef Wael Sawan hat auf einer Konferenz in Texas einen Dominoeffekt beschrieben, der sich mit beängstigender Geschwindigkeit durch die globalen Energiemärkte frisst:

  • Erst Südasien – dort stiegen die Gaspreise zuerst
  • Dann Südostasien – die Nachfrage zog massiv an
  • Dann Nordostasien – Japan, Südkorea und Taiwan sicherten sich aggressiv Ladungen
  • Im April trifft es Europa – und damit auch Deutschland

Die Zahlen untermauern diese Warnung eindrucksvoll: Seit Anfang März wurden mindestens 11 Flüssiggastanker, die ursprünglich für Europa bestimmt waren, nach Asien umgeleitet. Schiffe aus den USA und Nigeria nehmen jetzt Kurs auf Indien und Taiwan statt auf Rotterdam oder Wilhelmshaven. Asiatische Käufer zahlen schlicht mehr – und auf dem Weltmarkt gewinnt, wer die tiefsten Taschen hat.

Die selbstverschuldete Verwundbarkeit

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort ist so unbequem wie offensichtlich. Europa – und allen voran Deutschland – hat sich in eine dreifache Abhängigkeitsfalle manövriert. Erst kappte man die Verbindung zu russischem Gas, was als Solidarität mit der Ukraine verkauft wurde. Dann warf man sich in die Arme amerikanischer LNG-Lieferanten. Und gleichzeitig schaltete man Kernkraftwerke ab und legte Kohlekraftwerke still.

Wer gleichzeitig Kernkraftwerke abschaltet, Kohlekraftwerke stilllegt und auf russisches Gas verzichtet, der macht sich verwundbar. Und Verwundbarkeit ist ein Luxus, den sich niemand leisten sollte.

Die Straße von Hormus, durch die täglich rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt, ist blockiert. Saudi-Arabien reagiert immerhin pragmatisch und hat seine Ölexporte über den Hafen Yanbu am Roten Meer innerhalb von zwei Wochen verdoppelt – über eine 1.200 Kilometer lange Pipeline durch die Wüste wird die Blockade umgangen. Doch selbst das reicht nicht: Es fehlen immer noch rund 2 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorkriegsniveau. 56 Millionen Barrel saudisches Öl sitzen auf Tankern im Persischen Golf fest – ohne Aussicht auf Durchfahrt.

Benzinknappheit in Deutschland: Wirtschaftsministerin warnt offen

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat nun offen vor Benzinknappheit in Deutschland gewarnt. Noch gebe es keine Engpässe, betont sie. Aber sollte der Konflikt im Nahen Osten nicht enden, rechne man Ende April oder im Mai mit tatsächlicher Knappheit. Eine bemerkenswert ehrliche Aussage für eine Ministerin – und gleichzeitig ein Alarmsignal, das man ernst nehmen sollte.

Und was macht die große Koalition? Sie bastelt an einem Gesetz, das Tankstellen nur noch eine Preiserhöhung pro Tag erlauben soll – um Punkt 12:00 Uhr mittags. Klingt nach entschlossenem Handeln. Ist es aber nicht.

Der ADAC warnt ausdrücklich vor diesem Modell. In Österreich existiert ein ähnliches System seit Jahren – mit dem Ergebnis, dass die Spritpreise dort stärker gestiegen sind als in Deutschland. Der Mechanismus ist simpel: Die Mineralölkonzerne setzen die Preise vor der erlaubten Anpassung besonders hoch an. Statt Entlastung also das genaue Gegenteil.

Das eigentliche Problem traut sich niemand anzufassen: den gewaltigen Staatsanteil am Spritpreis. Energiesteuer, CO₂-Bepreisung, Mehrwertsteuer – zusammen ein riesiger Batzen, der den Löwenanteil des Literpreises ausmacht. Aber daran drehen? Fehlanzeige. Stattdessen wird an Symptomen herumgedoktert, während die Ursache unberührt bleibt.

Tabaksteuer, Familienversicherung, Ehegattensplitting: Der Griff in Ihre Tasche

Von der Zapfsäule zum Geldbeutel – wobei das Thema im Grunde dasselbe bleibt: Die große Koalition greift den Bürgern kräftig in die Tasche. Die Gesundheitskommission arbeitet an einem Sparpaket, denn den gesetzlichen Krankenkassen fehlen zwischen 11 und 15 Milliarden Euro. Und wer soll's bezahlen?

Ganz oben auf der Liste: die Tabaksteuer. Zwei Euro mehr pro Schachtel Zigaretten – von derzeit rund 8,50 Euro auf über 10 Euro. Damit ließen sich drei bis fünf Milliarden Euro einnehmen. Der Grund ist so simpel wie zynisch: Die Steuer ist leicht zu erheben und als „Gesundheitsschutz" gut zu verkaufen.

Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Noch brisanter:

  • Die kostenlose Mitversicherung von Familienmitgliedern soll teilweise abgeschafft werden
  • Für nicht selbstversicherte Angehörige könnten Pauschalbeträge von bis zu 250 Euro im Monat fällig werden
  • Ein direkter Schlag gegen Familien, die ohnehin unter der Inflation ächzen

CSU-Chef Söder hat das kategorisch abgelehnt. Ob sein Widerstand am Ende mehr ist als politisches Säbelrasseln, bleibt abzuwarten. Die Erfahrung lehrt: In Koalitionsverhandlungen werden rote Linien regelmäßig zu rosa Linien – und dann zu gar keinen Linien mehr.

Klingbeils „Reformagenda": Angriff auf den Mittelstand

Als wäre das nicht genug, legte Vizekanzler Lars Klingbeil bei einer Rede vor der Bertelsmann Stiftung seine große Reformagenda vor. Was nach Aufbruch klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als frontaler Angriff auf den Mittelstand.

Klingbeil will das Ehegattensplitting für künftige Ehen abschaffen. Er nennt es „Teilzeitfalle für Frauen". Was er verschweigt: Das Ehegattensplitting ist ein bewährtes Instrument, das die Ehe steuerlich anerkennt – eine Institution, die im Grundgesetz unter besonderem Schutz steht.

Gleichzeitig fordert der SPD-Chef, die Gesellschaft müsse „insgesamt mehr arbeiten". Das klingt wie Hohn für jeden Handwerker, jede Pflegekraft, jeden Selbstständigen, der bereits am Limit schuftet und am Monatsende trotzdem kaum mehr hat als jemand, der es sich in der sozialen Hängematte bequem macht.

Und dann das Thema Migration: Klingbeil behauptet allen Ernstes, die Zuwanderung der letzten Jahre stabilisiere die Sozialsysteme erheblich – während die Kommunen unter den Kosten ächzen und Milliarden in Integrationsmaßnahmen fließen. Da reibt man sich die Augen.

Dänemark wählt: Ein Warnschuss für ganz Europa

Wer wissen will, was passiert, wenn eine Regierung die Sorgen ihrer Bürger konsequent ignoriert, muss nur nach Dänemark schauen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat am Mittwoch ihren Rücktritt eingereicht. Ihre Sozialdemokraten haben die Wahl krachend verloren.

Frederiksens Fehler war symptomatisch für eine ganze Generation europäischer Politiker: Sie setzte auf Grönland-Rhetorik und Ukraine-Solidarität – Themen, die auf internationalen Konferenzen Applaus bringen. Aber die Dänen interessierten sich für ganz andere Dinge:

  1. Einwanderung und deren Auswirkungen auf den Alltag
  2. Integration und die Frage, ob sie tatsächlich gelingt
  3. Die Zukunft des Wohlfahrtsstaates und wer ihn finanziert

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: 54,5 Prozent der Dänen sagen, der Islam sei nicht mit dänischen Werten vereinbar. Der rechte Block gewann acht Sitze dazu. Die Botschaft ist klar: Wer die Sorgen seiner Bürger nicht ernst nimmt, wird abgewählt. Ein Signal, das auch Berlin erreichen sollte – aber vermutlich nicht wird.

Digitale Überwachung und gehackte Identitäten

Zwei weitere Entwicklungen verdienen Aufmerksamkeit, weil sie zeigen, wohin die Reise geht – und warum physische Werte wie Gold und Silber in einer zunehmend digitalisierten Welt an Bedeutung gewinnen.

Erstens: Das EU-Parlament soll zum dritten Mal über die sogenannte Chatkontrolle abstimmen. Zweimal hat eine Mehrheit dagegen gestimmt. Aber in Brüssel bedeutet „Nein" offenbar nicht „Nein" – es wird einfach so lange abgestimmt, bis das Ergebnis passt. Unter dem Deckmantel des Kinderschutzes sollen Messengerdienste die Chats ihrer Nutzer durchleuchten dürfen. Das ist keine Schutzmaßnahme. Das ist Massenüberwachung.

Zweitens: In Schweden wurde das digitale Identitätssystem BankID gehackt. Quellcode, Passwörter, Verschlüsselungsschlüssel – alles in den Händen von Kriminellen. 8,6 Millionen Schweden nutzen dieses System für praktisch alles: Bankgeschäfte, Steuererklärung, Behördengänge. Und genau so ein System will die EU auch bei uns einführen.

Schweden zeigt gerade in Echtzeit, wohin die totale Digitalisierung führt. Ein Warnschuss für alle, die an die Unfehlbarkeit digitaler Systeme glauben.

Wer sein Vermögen ausschließlich in digitaler Form hält – auf Konten, in Apps, in Systemen, die gehackt werden können – geht ein Risiko ein, das viele unterschätzen. Physische Goldbarren in einem Tresor können nicht gehackt werden. Sie brauchen kein Passwort, keinen Server und keine Internetverbindung.

Gold und Silber: Die Zahlen sprechen für sich

Inmitten all dieser Krisen und Verwerfungen liefern die Edelmetallmärkte Zahlen, die für sich sprechen. Ja, in den letzten sieben Tagen gab es einen Rücksetzer von knapp 4 Prozent. Doch wer nur auf die Wochenbilanz schaut, verpasst das große Bild:

  • Gold: Plus 38 Prozent in 12 Monaten
  • Silber: Plus über 92 Prozent in 12 Monaten – fast eine Verdopplung
  • Goldman Sachs hält an seiner Prognose von 5.400 Dollar pro Unze bis Jahresende fest

Die Treiber hinter dieser Entwicklung sind struktureller Natur und werden nicht verschwinden. China kauft seit 16 Monaten ununterbrochen Gold – ein beispielloser Kaufrausch, der die Nachfrage auf dem Weltmarkt massiv anheizt. Gleichzeitig schmelzen die Gold-ETF-Bestände dahin, weil immer mehr Anleger erkennen, dass Papiergold kein Ersatz für physisches Metall ist.

Und auch geopolitisch spielt Gold eine immer größere Rolle. Washingtons Griff nach Venezuelas Goldreserven zeigt, dass Staaten den strategischen Wert des Edelmetalls längst erkannt haben – und bereit sind, dafür weit zu gehen.

Rücksetzer als Chance

Der aktuelle Rücksetzer ist eine gesunde Korrektur nach einer beeindruckenden Rallye. Kein Markt steigt in einer geraden Linie nach oben. Solche Verschnaufpausen sind nicht nur normal – sie sind notwendig, um den langfristigen Aufwärtstrend auf ein solides Fundament zu stellen.

Für alle, die noch nicht investiert sind, bieten solche Korrekturen eine Gelegenheit. Wer den Einstieg in Goldmünzen sucht, findet mit bewährten Anlagemünzen wie dem Maple Leaf, dem Wiener Philharmoniker oder dem Känguru international anerkannte und hochliquide Produkte. Wer den Einstieg strukturiert angehen möchte, für den bietet sich das Gold Starter-Set an – eine sorgfältig zusammengestellte Kombination für den Anfang.

Für größere Vermögen, die es zu schützen gilt, stehen Pakete wie das Gold Krisenschutzpaket M oder das Gold Krisenschutzpaket XXL zur Verfügung. Und wer mit einem überschaubaren Betrag starten will, findet im Gold Starterpaket S oder dem Gold Krisenschutzpaket S passende Optionen.

Das große Bild: Warum physische Werte jetzt wichtiger sind denn je

Treten wir einen Schritt zurück und betrachten das Gesamtbild dieses 26. März 2026:

  1. Energie wird knapp und teuer – und die Politik hat keine Lösung, nur Symbolpolitik
  2. Die Steuer- und Abgabenlast steigt – Tabaksteuer, Familienversicherung, Ehegattensplitting
  3. Die geopolitische Lage verschärft sich – Straße von Hormus blockiert, Nahostkonflikt eskaliert
  4. Digitale Systeme sind verwundbar – Schwedens BankID-Hack als Warnung
  5. Die Bürgerrechte erodieren – Chatkontrolle trotz zweimaliger Ablehnung

In einem solchen Umfeld ist die Frage nicht, ob man sein Vermögen schützen sollte, sondern wie schnell. Gold hat sich über Jahrtausende als Wertspeicher bewährt – in Kriegen, in Inflationen, in Währungsreformen. Es ist die älteste Währung der Menschheitsgeschichte und hat jedes Papiergeld überlebt, das jemals gedruckt wurde.

Silber, mit seinem Plus von 92 Prozent in zwölf Monaten, zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in Edelmetallen steckt – gerade in Zeiten, in denen das Vertrauen in staatliche Institutionen und digitale Systeme schwindet. Münzen wie der American Eagle, die Britannia oder der China Panda sind nicht nur Wertanlagen, sondern weltweit anerkannte Zahlungsmittel in Krisenzeiten.

Die Entwicklungen dieses Tages – von Soldaten an slowenischen Tankstellen bis zum gehackten schwedischen Identitätssystem – sind keine isolierten Ereignisse. Sie sind Symptome eines Systems, das an seine Grenzen stößt. Wer das erkennt und handelt, schützt nicht nur sein Vermögen. Er schützt seine finanzielle Unabhängigkeit – und damit seine Freiheit.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung treffen Sie selbst und auf eigene Verantwortung.

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