Kettner Edelmetalle

Geopolitische Umbruch: Warum Deutschland externe Hilfe braucht

14.01.2026VideoKettner Edelmetalle

Die Zeichen stehen auf Sturm. Während sich die geopolitischen Tektonikplatten mit einer Geschwindigkeit verschieben, die selbst erfahrene Beobachter in Atem hält, stellt sich für viele Deutsche eine fundamentale Frage: Kann dieses Land sich noch aus eigener Kraft reformieren – oder braucht es Impulse von außen? Der investigative Journalist Gerhard Wisnewski, bekannt für seine kritische Jahresrückblick-Reihe „Verheimlicht, vertuscht, vergessen", zeichnet im Gespräch mit Dominik Kettner ein Bild, das gleichermaßen beunruhigend wie erhellend ist. Eine Kernschmelze der Macht, digitale Versklavung, implodierendes Völkerrecht – und mittendrin die Frage, wie man sein Vermögen in einer Welt schützt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

Die Kernschmelze der Macht: Warum demokratische Kontrollen versagen

Was Wisnewski als „Meltdown der Macht" bezeichnet, ist mehr als eine griffige Metapher. Es beschreibt einen Prozess, der sich seit Jahren beschleunigt und nun in eine kritische Phase eintritt. Globalistische Strukturen – von der UNO über die NATO bis hin zu supranationalen Organisationen – haben eine Machtkonzentration erreicht, die jede demokratische Kontrolle aushebelt.

„Diese globalistischen Strukturen sind so mächtig geworden, dass sie erstmals jede Bewegung erfassen können, beobachten können, auch steuern können. Und gleichzeitig versagen alle demokratischen Kontrollen, Checks and Balances – sowas gibt's nicht mehr."

Die Parallelen zu einer nuklearen Kernschmelze sind dabei bewusst gewählt: Ein sich selbst beschleunigender Prozess, der ohne externe Intervention nicht mehr aufzuhalten ist. Für Anleger bedeutet dies, dass systemische Risiken nicht mehr durch politische Institutionen abgefedert werden. Wer sein Vermögen schützen will, muss selbst handeln – etwa durch den Aufbau eines physischen Edelmetallbestands mit Gold oder durch diversifizierte Krisenschutzstrategien.

Digitale ID und digitaler Euro: Der Käfig wird zugemacht

Ab dem 2. Januar 2027 wird die digitale Identität in Deutschland verpflichtend. Die Bundesdruckerei behauptet, 67 Prozent der Deutschen würden dies befürworten. Doch wie belastbar sind solche Zahlen wirklich?

Wisnewski entlarvt die Umfrageindustrie als Werkzeug der Meinungslenkung. Die Ergebnisse seien durch geschickte Fragestellungen nahezu beliebig steuerbar. Viele Bürger hätten sich mit dem abstrakten Thema „digitale ID" schlicht noch nie ernsthaft auseinandergesetzt.

Doch die wahre Gefahr liegt nicht in der digitalen Identität allein. Es ist die Kombination mit dem digitalen Euro, die ein totalitäres Kontrollsystem ermöglicht:

  • Vollständige Überwachung aller Finanztransaktionen in Echtzeit
  • Sperrung von Konten und Kaufverbote für unliebsame Bürger
  • Verhaltenssteuerung durch Preismanipulation – Belohnung für „richtiges", Bestrafung für „falsches" Konsumverhalten
  • KI-gestützte Anomalieerkennung, die selbst Solidaritätshandlungen unter Nachbarn identifiziert und sanktioniert
„Wenn Sie ein Dissident sind, kann man Ihnen einfach verbieten, noch beim Bäcker nebenan Semmeln zu kaufen. Punkt. Und wenn der Nachbar für Sie einkauft, wird die KI fragen: Wieso kaufst du heute sechs Brötchen statt drei?"

Ein Szenario, das – wie Wisnewski betont – „sich nicht einmal Hitler im Ansatz hätte vorstellen können". Und der Vergleich hinkt nicht einmal. Denn während historische Diktaturen auf menschliche Überwacher angewiesen waren, ermöglicht die Kombination aus digitaler Währung, KI und lückenloser Datenerfassung eine totale Kontrolle in Echtzeit.

Umso wichtiger wird der Besitz von physischen Werten, die außerhalb des digitalen Systems existieren. Goldbarren und Goldmünzen sind nicht digital abschaltbar, nicht programmierbar und nicht an Bedingungen geknüpft. Sie sind – und bleiben – das ultimative Gegenmittel zur digitalen Enteignung.

Zensur mit System: Von Bibliotheken bis Cloudflare

Die Einschränkung der Meinungsfreiheit in Europa nimmt Formen an, die man vor wenigen Jahren noch für undenkbar gehalten hätte. CDU-Politiker Daniel Günther sprach sich bei Markus Lanz offen für die Zensur kritischer Medien aus. In Italien wurde der Infrastruktur-Anbieter Cloudflare – hinter dem sich geschätzt 70 Prozent des gesamten Internets verbergen – mit einer 14-Millionen-Euro-Strafe belegt, weil Inhalte nicht innerhalb von 30 Minuten gelöscht wurden.

Besonders aufschlussreich ist der Fall der deutschen Bibliotheksverbände. Diese entwickeln systematisch Strategien zum „Umgang mit rechten Werken" – wohlgemerkt nicht mit extremistischen, sondern schlicht mit „rechten" Werken. Ein entsprechendes Papier zum „Umgang mit linken Werken" sucht man vergebens.

Die Parallelen zur dunkelsten deutschen Geschichte

Wisnewski, dessen Bücher in der Stadtbibliothek Münster mit Warnhinweisen versehen wurden – wie Zigarettenpackungen –, gewann zwar in zweiter Instanz vor dem OVG Münster. Doch die Systematik dahinter ist alarmierend:

  1. Große Bibliotheksverbände entwickeln zentrale Strategiepapiere zur Ausgrenzung unliebsamer Literatur
  2. Diese werden an Mitgliedsbibliotheken weitergegeben und umgesetzt
  3. Bücher werden gekennzeichnet, gebrandmarkt und aus dem Bestand gedrängt
  4. Teilweise bestehen bei diesen Verbänden historische Rückverbindungen zum Dritten Reich, die nie aufgearbeitet wurden

Dass ausgerechnet Papst Leo vor der orwellschen Sprache warnte, die im Westen die Meinungsfreiheit einschränkt, spricht Bände über den Ernst der Lage. Wenn selbst der Vatikan Alarm schlägt, sollte jeder aufhorchen.

Trump und die neue Weltordnung: Das Ende der Heuchelei

Die geopolitische Neuordnung unter Donald Trump wird in deutschen Medien reflexartig als Bedrohung dargestellt. Der Spiegel inszeniert ihn wahlweise als Diktator oder Imperator. Doch Wisnewski sieht in Trumps Vorgehen eine fundamentale Zeitenwende, die durchaus positive Qualitäten hat.

„Es ist Schluss mit dieser Heuchelei in all diesen internationalen Organisationen. ‚Wir wollen doch alle nur das Beste füreinander.' Jetzt kommt plötzlich einer, der sagt: America first. Mir geht's um unser Land. Noch Fragen?"

Die Grönland-Debatte, die Venezuela-Intervention, die Konfrontation mit dem Iran – all das sind für Wisnewski keine Vorboten eines großen Krieges, sondern Symptome einer sich neu ordnenden Welt. Die alten Strukturen – NATO, UNO, EU – seien veraltet, verkrustet und erstarrt. Sie hätten sich den globalen Veränderungen nie flexibel angepasst.

Der Dealmaker und das implodierte Völkerrecht

Trumps Methode folgt einem klaren Muster: Die Latte wird zunächst absurd hoch gelegt, um dann bei 50 Prozent zu landen. Er ist kein Spalter, sondern ein Händler – und Händler suchen nach Einigung, nicht nach Konfrontation.

Das Völkerrecht, auf das sich Kritiker berufen, sei in weiten Teilen überholt. Es erfasse weder hybride Kriegsführung noch Drogenflüsse, Migrationsströme oder Finanzmanipulationen als Angriffsformen. Wer sich gegen solche Bedrohungen wehren will, findet im klassischen Völkerrecht keine Handhabe.

Die Konsequenz für Anleger: In einer Welt, in der sich drei große Machtzentren – USA, China und Russland – neu formieren und ihre Einflusssphären abstecken, werden traditionelle Sicherheitsanker wichtiger denn je. Wie die Geschichte zeigt, haben Imperien stets auf Gold als Fundament ihrer Macht gesetzt – von Rom über das British Empire bis zu den heutigen Zentralbanken.

Chinas Silber-Stopp: Die unterschätzte Rohstoffkrise

Am 1. Januar 2026 hat China alle Silberexporte gestoppt. Nur noch wenige staatlich kontrollierte Großexporteure dürfen überhaupt liefern. Die Auswirkungen sind bereits spürbar: Zum Zeitpunkt des Gesprächs notierte Silber bei 89 US-Dollar, Gold bei 4.610 US-Dollar – neue Allzeithochs, die sich wie ein Fieberthermometer lesen lassen.

Wisnewski identifiziert eine ironische Kausalität: Die Silberknappheit ist teilweise eine direkte Folge der grünen Energiewende. Solarindustrie, Elektromobilität und Windkraft verschlingen enorme Mengen des Edelmetalls. Und niemand hat sich Gedanken gemacht, wohin das führt.

  • Solarindustrie: Jedes Solarpanel benötigt Silber – und das Recycling lohnt sich wirtschaftlich nicht
  • Rüstungsindustrie: Ohne Silber kollabiert die moderne Waffenproduktion
  • Elektronik: Von Smartphones bis Satelliten – Silber ist unverzichtbar
  • Medizintechnik: Silbers antibakterielle Eigenschaften machen es in der Medizin unersetzlich

Donald Trump hat Silber als „Critical Mineral" eingestuft – eine Anerkennung der strategischen Bedeutung, die Europa noch immer verschläft. Für Anleger, die sich mit bewährten Anlagemünzen wie dem Maple Leaf oder dem Wiener Philharmoniker absichern möchten, ist die Botschaft klar: Physische Edelmetalle sind nicht nur Wertanlage, sondern strategische Ressource.

Wie die Dollar-Schwäche der deutschen Wirtschaft zusetzt, zeigt sich bereits in den Handelsbilanzen. Und während Simbabwe mit einer goldgedeckten Währung experimentiert, klammert sich Europa an ein Fiat-System, dessen Verfallsdatum längst überschritten ist.

Deutschland als Kriegspartei: Die schleichende Eskalation

Die Frage, ob Deutschland bereits Kriegspartei im Russland-Ukraine-Konflikt ist, beantwortet Wisnewski unmissverständlich: Ja. Wer Waffen liefert, Geld bereitstellt und über Marschflugkörper diskutiert, begeht feindliche Akte. Punkt.

Das NATO-5%-Ziel würde Deutschland ab 2035 rund 215 Milliarden Euro jährlich kosten – die Hälfte des gesamten Bundeshaushalts. Woher soll dieses Geld kommen? Die Diskussion über den Zugriff auf „vergessene Konten" und mögliche Enteignungsszenarien ist längst keine Verschwörungstheorie mehr, sondern realpolitische Planung.

Wisnewski ordnet die Aufrüstung nüchtern ein: Nach dem „großen Fressen" der Pharmaindustrie ab 2020 sei nun die Rüstungsindustrie an der Reihe. Krieg als Fortsetzung des Geschäfts mit anderen Mitteln – ein Faktor, den internationale Analysten sträflich vernachlässigen.

Für Bürger, die ihre Ersparnisse vor staatlichem Zugriff schützen wollen, bieten sich Gold-Krisenschutzpakete als bewährte Strategie an. Physisches Gold ist – anders als Bankguthaben – nicht pfändbar im klassischen Sinne und entzieht sich der digitalen Überwachung.

KI und die Implosion der Realität

Neben den geopolitischen und wirtschaftlichen Verwerfungen identifiziert Wisnewski eine weitere, möglicherweise noch fundamentalere Bedrohung: den Verlust der Realität durch künstliche Intelligenz.

Das Beispiel eines täuschend echten KI-Videos, in dem eine Katze einen Grizzlybären vertreibt, mag harmlos klingen. Doch die Implikationen sind es nicht. Milliarden Menschen – darunter Hunderte Millionen Kinder – konsumieren täglich KI-generierte Inhalte, die sich nahtlos in ihren Erfahrungsschatz einschreiben.

„Der Mensch ist zu 80 Prozent ein Augenwesen. Was er sieht, das glaubt er. Milliarden Jahre lang haben die Augen der Lebewesen immer das gesehen, was wahr ist. Das ändert sich jetzt."

Besonders bedrohlich: KI-Systeme beginnen bereits, andere KI-generierte Inhalte als Quelldaten zu verarbeiten und daraus neue „Informationen" zu generieren. Ein Meltdown der Realität, der unsere kognitiven Fähigkeiten fundamental untergräbt.

In einer Welt, in der digitale Informationen zunehmend unzuverlässig werden, gewinnen physische Realitäten an Bedeutung. Ein Känguru-Goldmünze in der Hand ist real. Ihr Wert ist nicht KI-generiert, nicht manipulierbar, nicht löschbar. Sie ist, was sie ist – seit Jahrtausenden.

Heilung von außen: Warum Deutschland sich nicht selbst retten kann

Die vielleicht provokanteste These Wisnewskis betrifft Deutschland selbst. Das Land sei bereits so weit in Richtung eines totalitären Systems fortgeschritten, dass eine Reform von innen heraus praktisch unmöglich sei. Kein Volk, keine Bürgerinitiative könne sich noch wirksam dagegen wehren.

Die Hoffnung ruht auf externen Impulsen – konkret auf den USA unter Trump. Das neueste US-Strategiepapier spricht von der Absicht, sich um „gute Regierung" in anderen Staaten zu kümmern. In der Sprache der Diplomatie bedeutet das: Regierungen lenken, bilden, steuern, eingreifen.

Über Handelsbeziehungen, NATO-Verflechtungen und wirtschaftlichen Druck üben die USA erheblichen Einfluss auf Europa aus. Wisnewski sieht darin eine Chance – möglicherweise die einzige, die Deutschland noch hat.

Was Anleger jetzt tun sollten: Fünf konkrete Handlungsempfehlungen

Die Analyse der aktuellen Lage ergibt ein klares Bild: Systemische Risiken nehmen zu, während Schutzmechanismen erodieren. Daraus ergeben sich konkrete Handlungsempfehlungen:

  1. Physische Edelmetalle aufbauen: Gold Starter-Sets eignen sich für den Einstieg, größere Krisenschutzpakete für fortgeschrittene Anleger
  2. Diversifikation innerhalb der Edelmetalle: Verschiedene Münzserien wie Britannia, Lunar oder China Panda streuen das Risiko
  3. Bargeldreserven halten: Solange der digitale Euro noch nicht eingeführt ist, bietet Bargeld eine gewisse Unabhängigkeit
  4. Informationsquellen diversifizieren: Kritische Medien und unabhängige Journalisten als Gegengewicht zum Mainstream nutzen
  5. Frühzeitig handeln: Die Edelmetallpreise zeigen seit Monaten nur in eine Richtung – nach oben. Wer wartet, zahlt mehr

Ausblick 2026: Ein Jahr der Extreme

Wisnewskis Prognose für das laufende Jahr ist eindeutig: extrem dynamisch, extrem spannend, voller unerwarteter Ereignisse. Die drei großen Machtzentren – USA, China, Russland – werden ihre Einflusssphären neu abstecken. Einen großen Krieg hält er für unwahrscheinlich, da sich die Machtzentren letztlich abstimmen würden.

Was die Edelmetallpreise betrifft, sieht er keinen einzigen Faktor, der gegen weitere Anstiege spricht. Sowohl fundamental als auch psychologisch weist alles nach oben. Gold bei 4.610 Dollar, Silber bei 89 Dollar – und kein Ende in Sicht.

Wie Russland trotz Sanktionen Milliarden über Gold in den Westen schleust, zeigt eindrucksvoll: Selbst unter extremem geopolitischem Druck bleibt Gold das universelle Wertaufbewahrungsmittel, das keine Sanktion der Welt außer Kraft setzen kann.

Wer in diesen Zeiten auf physische Edelmetalle setzt, trifft keine spekulative Entscheidung. Er trifft eine existenzielle. Denn in einer Welt, in der digitale Identitäten verpflichtend werden, Währungen programmierbar sind und KI die Realität auflöst, gibt es nur wenige Dinge, die bleiben, was sie sind. Gold ist eines davon. Seit 5.000 Jahren. Und für die nächsten 5.000.