Cloudflare-Sperrung in Italien: Zensur-Blaupause für Europa
Es begann mit 30 Minuten. Dreißig Minuten – so viel Zeit hatte der Infrastruktur-Anbieter Cloudflare, um über 15.000 Domains und IP-Adressen in Italien zu sperren. Keine richterliche Anordnung, keine Anhörung, kein Widerspruch. Was am 29. Dezember 2025 in Italien Realität wurde, könnte schon bald den gesamten europäischen Kontinent erfassen. Und die Konsequenzen reichen weit über das Internet hinaus – sie betreffen die fundamentale Frage, wie wir in Zukunft leben, handeln und unsere Freiheit bewahren.
Italien als Blaupause: Wenn Zensur zur Infrastruktur wird
Die italienische Medienaufsichtsbehörde AGCOM hat Ende 2025 einen Präzedenzfall geschaffen, der in seiner Tragweite kaum zu überschätzen ist. Eine Rekordstrafe von 14,25 Millionen Euro gegen Cloudflare – einen der weltweit größten Anbieter für Internetsicherheit und DNS-Dienste. Der Vorwurf: Das Unternehmen weigerte sich, innerhalb von 30 Minuten tausende Webseiten zu sperren.
Cloudflare ist kein Nischenanbieter. Das Unternehmen betreibt mit 1.1.1.1 einen der größten öffentlichen DNS-Resolver der Welt. DNS-Resolver sind, vereinfacht gesagt, das Telefonbuch des Internets. Sie übersetzen Webseiten-Namen in technische Adressen. Wer DNS kontrolliert, kontrolliert den Zugang zum Internet. Punkt.
„Italien besteht darauf, dass eine dubiose europäische Medienklicke bestimmen darf, was online erlaubt ist und was nicht. Die Infrastruktur, die hier geschaffen wird, ist erweiterbar auf beliebige Inhalte."
– Matthew Prince, CEO von Cloudflare
Offiziell geht es um Pirateriebekämpfung, um illegale Streamingseiten. Das klingt zunächst nachvollziehbar. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Bis Ende 2025 wurden bereits 65.000 Domains und 14.000 IP-Adressen gesperrt. Das ist keine chirurgische Maßnahme gegen einzelne Piraten – das ist ein Flächenbombardement auf die digitale Infrastruktur.
Die EU wusste Bescheid – und ließ es geschehen
Besonders brisant: Die EU-Kommission hatte bereits am 13. Juni 2025 offiziell Zweifel an den italienischen Maßnahmen geäußert. Fehlende Verfahrensgarantien, keine richterliche Kontrolle, mangelnde Transparenz – die Kritikpunkte lagen auf dem Tisch. Doch Italien machte ungebremst weiter. Und Brüssel? Schaute zu.
Wer sich fragt, warum das relevant ist für die eigene finanzielle Vorsorge, sollte den Gedanken zu Ende denken: In einer Welt, in der digitale Infrastruktur per Verwaltungsakt abgeschaltet werden kann, sind physische Werte wie Gold nicht nur eine Anlageentscheidung – sie sind eine Versicherung gegen den Kontrollverlust.
Deutschland zieht nach: Wenn ein Ministerpräsident zur Zensur aufruft
Während Italien die technische Infrastruktur schuf, lieferte Deutschland die ideologische Begleitmusik. Am 7. Januar 2026 saß Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, bei Markus Lanz im ZDF. Was er dort vor Millionen Zuschauern sagte, war kein Versprecher, kein unglücklich formulierter Nebensatz. Es war ein Programm.
Günther bezeichnete alternative Medienportale als „Feinde der Demokratie". Er forderte, dass sich Politik und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammenschließen müssten, um sich „gegen solche Exzesse zu wehren". Auf die Nachfrage von Lanz, ob das bedeute, man müsse regulieren, zensieren und im Extremfall verbieten, antwortete Günther mit einer Bestätigung, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ.
„Wir müssen aufwachen und sehen, dass das unsere Gegner sind – die Feinde der Demokratie."
– Daniel Günther, CDU-Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Wolfgang Kubicki von der FDP nannte es „absolut inakzeptables autoritäres Geschwurbel". Staatsrechtler Josef Franz Lindner warnte: In einer Demokratie dürfe nicht die Politik entscheiden, welche Medien legitim seien. Die Berliner Zeitung titelte am 11. Januar 2026: „Günther muss das zurücknehmen oder zurücktreten."
Und Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel kündigte rechtliche Schritte an – wegen falscher Tatsachenbehauptungen und der Bezeichnung freier Medien als „Feinde der Demokratie". Seine Analyse ist messerscharf: Was macht man mit Feinden? Man bekämpft sie, man schaltet sie aus. Das ist die Terminologie, die ein amtierender Ministerpräsident gewählt hat.
Bayerns Vorstoß: Klarnamenpflicht als nächste Eskalationsstufe
Nur vier Tage nach Günthers Auftritt legte Bayern nach. Am 11. Januar 2026 forderte Bayerns Digitalminister Fabian Mehring in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen die Klarnamenpflicht im Internet.
Seine Argumentation klingt auf den ersten Blick einleuchtend: Niemand solle sich hinter Pseudonymen verstecken und „jeden Mist in die Welt setzen" können. Doch die Konsequenz ist weitreichend:
- Jeder Post mit dem echten Namen verknüpft
- Jeder Kommentar nachverfolgbar
- Jede Meinungsäußerung einer realen Person zuordenbar
- Whistleblower und Regierungskritiker ohne Schutz
Mehring relativierte zwar, niemand solle zensiert werden. Doch gleichzeitig forderte er, dass „jeder zu dem stehen muss, was er schreibt". In einem Land, in dem laut Umfragen bereits 57 Prozent der Menschen sich nicht mehr trauen, ihre Meinung frei zu äußern, ist die Klarnamenpflicht keine Transparenzmaßnahme – sie ist ein Einschüchterungsinstrument.
Das neue Zensurgesetz: Durchsuchungen ohne Richterbeschluss
Doch der eigentliche Hammer liegt in einem Referentenentwurf, der weitgehend unter dem Radar der öffentlichen Wahrnehmung geblieben ist. Das „Gesetz zur Transparenz und zum Targeting politischer Werbung" aus dem Haus von Bundesdigitalminister Carsten Wildberger enthält Bestimmungen, die Verfassungsrechtler als grundgesetzwidrig einstufen.
Die Kernpunkte des Entwurfs sind alarmierend:
- Die Bundesnetzagentur soll bei „Gefahr im Verzug" Räumlichkeiten von Anbietern politischer Werbung ohne richterlichen Beschluss durchsuchen können
- Unterlagen dürfen beschlagnahmt werden – auch in Redaktionen und Medienhäusern
- Im Entwurf wird offen eingeräumt, dass dadurch Artikel 13 Grundgesetz (Unverletzlichkeit der Wohnung) eingeschränkt wird
- Die Definition von „politischer Werbung" bleibt bewusst schwammig und auslegbar
Hier liegt das eigentliche Gift: Was genau ist „politische Werbung"? Ein kritischer Artikel über die Regierung? Ein Meinungsvideo auf YouTube? Ein Post auf X? Die bewusst vage Formulierung schafft einen Gummiparagraphen, der nach Belieben gedehnt werden kann.
„Deutschland hatte große Fortschritte bei Demokratie und Meinungsfreiheit gemacht. Nun scheint es in eine andere Richtung zu gehen."
– Neue Zürcher Zeitung, 12. Januar 2026
Selbst Papst Leo warnte in seiner Rede vor dem diplomatischen Korps am 10. Januar 2026 vor der „schwindenden Meinungsfreiheit im Westen" und sprach von einer „orwellschen Sprache", die im Bestreben nach Inklusivität all jene ausschließe, die den zugrunde liegenden Ideologien nicht entsprächen. Wenn der Papst George Orwell zitiert, sollte das jeden nachdenklich stimmen.
Die Salami-Taktik: Wie aus Kinderschutz totale Kontrolle wird
Was wir gerade erleben, folgt einem Muster, das so alt ist wie die Macht selbst. Die Salami-Taktik – Scheibchen für Scheibchen wird Freiheit abgebaut, immer unter einem Vorwand, dem niemand widersprechen kann. Die Mechanik ist erschreckend simpel und gleichzeitig brillant in ihrer Perfidie:
Schritt 1 – Der legitime Vorwand: Man beginnt mit etwas, dem niemand widersprechen kann. Kinderschutz. Pirateriebekämpfung. Terrorismusprävention. Wer will schon dagegen sein?
Schritt 2 – Die technische Infrastruktur: DNS-Sperren, Uploadfilter, Altersverifikation, Klarnamenpflicht. Alles nur für den guten Zweck, alles verhältnismäßig, alles rechtsstaatlich – so wird es verkauft.
Schritt 3 – Die schleichende Ausweitung: Erst Piraterie, dann Hassrede, dann Desinformation, dann „Verschwörungstheorien", dann Regierungskritik. Die Infrastruktur steht bereits. Man muss nur noch die Definition ändern.
Schritt 4 – Die Normalisierung: Irgendwann ist es normal. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vergleicht Zensur bereits mit einer „Impfung" – man müsse eine „gesellschaftliche Immunität gegen Informationsmanipulation aufbauen".
Wer die Geschichte kennt, erkennt das Muster. Und wer es erkennt, handelt. Genau deshalb setzen immer mehr Menschen auf physische Goldmünzen als Wertaufbewahrung außerhalb digitaler Systeme – nicht aus Panik, sondern aus Weitsicht.
Ein globales Muster: Von Davos bis Canberra
Was in Italien, Deutschland und Bayern geschieht, ist kein nationaler Alleingang. Es ist ein koordiniertes, globales Vorgehen, das zeitlich und inhaltlich synchronisiert abläuft:
- Italien: DNS-Zensur seit 29. Dezember 2025
- Deutschland: Günther fordert Medienzensur am 7. Januar 2026
- Bayern: Mehring fordert Klarnamenpflicht am 11. Januar 2026
- Großbritannien: Digitale ID wird Pflicht für Erwerbsrecht seit September 2025
- Australien: Social Media nur noch mit digitaler ID seit November 2025
Überall die gleichen Vorwände, überall die gleiche Infrastruktur, überall das gleiche Ziel. Spaniens Premierminister Pedro Sánchez sprach beim Weltwirtschaftsforum offen über die „vollständige Abschaffung der Anonymität im Internet" und forderte, jedes Benutzerkonto mit einer europäischen digitalen Identitätsbörse zu verknüpfen.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) fördert die globale Einführung digitaler IDs mit dem Ziel, dass bis 2030 alle Menschen eine solche besitzen. Die EU teilt dieses Ziel – und setzt es mit bemerkenswerten Tempo um. Wie die Geschichte zeigt, haben sich Nationen, die auf goldgedeckte Werte setzten, oft als widerstandsfähiger gegen staatliche Übergriffe erwiesen.
Der digitale Käfig: Drei Stufen in die totale Kontrolle
Wer die einzelnen Puzzleteile zusammensetzt, erkennt ein erschreckendes Gesamtbild. Es sind drei Stufen, die systematisch aufeinander aufbauen:
Stufe 1: Zensur der Infrastruktur (läuft bereits)
DNS-Sperren in Italien, Uploadfilter in der EU, Altersverifikation in Australien, Klarnamenpflicht in Bayern. Die technische Infrastruktur für umfassende Kontrolle wird gerade errichtet – Stein für Stein, Gesetz für Gesetz.
Stufe 2: Die digitale ID (kommt am 2. Januar 2027)
Ab dem 2. Januar 2027 wird die digitale ID in Deutschland eingeführt. Personalausweis, Führerschein, Gesundheitskarte – alles auf dem Smartphone. Klingt praktisch. Ist aber der Schlüssel zum digitalen Käfig. Wer ins Internet will, braucht eine digitale ID. Wer Social Media nutzen will, braucht eine digitale ID. Wer am gesellschaftlichen Leben teilnehmen will, braucht eine digitale ID.
Stufe 3: Der digitale Euro
Verknüpft mit der digitalen ID wird der digitale Euro die Möglichkeit schaffen, Transaktionen zu blockieren und Konten einzufrieren. Dann schließt sich der Käfig. Wer die falsche Meinung postet, verliert nicht nur den Internetzugang – er verliert den Zugang zum Geld.
In einer solchen Welt werden physische Vermögenswerte zum letzten Bollwerk der Freiheit. Goldbarren kennen keinen digitalen Schalter, der sie abschalten kann. Wiener Philharmoniker oder Maple Leaf Goldmünzen funktionieren ohne Internetverbindung, ohne digitale ID, ohne Genehmigung einer Behörde.
Warum physische Werte jetzt wichtiger sind denn je
Die Entwicklungen der letzten Wochen machen eines überdeutlich: Wer seine finanzielle Unabhängigkeit ausschließlich auf digitale Systeme stützt, baut auf Sand. In einer Welt, in der Internetzugänge in 30 Minuten gesperrt, Konten eingefroren und digitale Identitäten kontrolliert werden können, sind physische Werte die letzte Bastion der Freiheit.
Gold hat in seiner über 5.000-jährigen Geschichte jede Währung, jedes Imperium und jede Diktatur überlebt. Es funktioniert ohne Strom, ohne Internet, ohne die Gnade einer Behörde. Genau das macht es in Zeiten wie diesen so wertvoll – nicht nur als Anlage, sondern als Instrument der Selbstbestimmung.
Die konkreten Schritte zur Absicherung liegen auf der Hand:
- Diversifikation in physische Werte: Gold, Silber, Bargeld – alles, was außerhalb digitaler Systeme existiert
- Einstieg auch mit kleinen Beträgen möglich: Ein Gold Starter-Set bietet bereits einen soliden Grundstein
- Breit aufstellen: Von Känguru-Goldmünzen über Britannia-Münzen bis hin zu American Eagles – verschiedene Münzen aus verschiedenen Ländern erhöhen die Flexibilität
- Für größere Vermögen: Krisenschutzpakete bieten eine durchdachte Zusammenstellung für umfassenden Schutz
Auch die geopolitischen Entwicklungen unterstreichen die Bedeutung physischer Werte. Während der Westen digitale Kontrollsysteme aufbaut, nutzen andere Nationen Gold als strategisches Instrument – wie aktuelle Berichte über Pekings goldene Waschmaschine zeigen, durch die Russland trotz Sanktionen Milliarden bewegt.
Die Stunde der Entscheidung
Was wir gerade erleben, ist kein Randthema für Technik-Nerds und Datenschützer. Es ist die zentrale Freiheitsfrage unserer Generation. Die Infrastruktur für umfassende digitale Kontrolle wird in diesem Moment errichtet – in Italien, in Deutschland, in ganz Europa.
Die Vorwände sind austauschbar: Heute Piraterie, morgen Hassrede, übermorgen „Desinformation". Die Mechanik bleibt dieselbe. Und die Konsequenzen betreffen jeden – den Unternehmer, der seine Meinung äußert, den Sparer, der sein Vermögen schützen will, den Bürger, der einfach nur frei leben möchte.
„Es ist schmerzlich mit anzusehen, wie insbesondere im Westen der Raum für echte Meinungsfreiheit rapide schrumpft."
– Papst Leo, 10. Januar 2026
Die wirtschaftlichen Verwerfungen verschärfen die Lage zusätzlich. In Zeiten, in denen die deutsche Wirtschaft unter Druck steht und das Vertrauen in staatliche Institutionen erodiert, wird die Frage nach sicheren Häfen immer drängender.
Wer heute in China Panda Goldmünzen, Lunar-Münzen oder ein Krisenschutzpaket investiert, trifft keine Angstentscheidung. Er trifft eine rationale Entscheidung auf Basis der dokumentierten Realität. Denn eines ist sicher: Wenn der digitale Käfig einmal geschlossen ist, wird es deutlich schwieriger, physische Werte zu erwerben.
Die Uhr tickt. Nicht in 30 Minuten – aber die Richtung ist klar. Und die Geschichte lehrt uns: Wer zu spät handelt, den bestraft das Leben. Oder, um es mit den Worten zu sagen, die in diesen Tagen aktueller sind denn je: Wissen ist Macht – aber nur, wenn man es auch umsetzt.



