Gold durchbricht 5.000 Dollar – Historischer Meilenstein erreicht
Es gibt Momente, die sich in das kollektive Gedächtnis der Finanzwelt einbrennen. Der 25. Januar 2026 ist ein solcher Moment. Um exakt 23:04 Uhr mitteleuropäischer Zeit durchbrach der Goldpreis erstmals in der Geschichte die 5.000-US-Dollar-Marke – und stoppte dort nicht. Nur drei Stunden später notierte das gelbe Edelmetall bereits bei 5.100 Dollar. Parallel dazu explodierte der Silberpreis auf 110 Dollar an der COMEX, während in Shanghai physisches Silber bereits für 124 Dollar gehandelt wurde. Was sich wie ein Fiebertraum aus einem dystopischen Wirtschaftsthriller liest, ist bittere – oder je nach Perspektive: goldene – Realität.
Der historische Durchbruch: Mehr als nur eine Zahl
Wer Gold in seinem Portfolio hält, dürfte an diesem Montagmorgen mit einem breiten Lächeln aufgewacht sein. Doch die psychologisch bedeutsame 5.000-Dollar-Marke ist weit mehr als eine runde Zahl auf einem Bildschirm. Sie ist ein Symptom – das sichtbarste Zeichen eines tektonischen Wandels im globalen Finanzsystem, der sich seit Jahren anbahnt und nun mit atemberaubender Geschwindigkeit entfaltet.
Die Mainstream-Medien liefern ihre gewohnten Erklärungen: Trumps Zollpolitik, geopolitische Spannungen, Unsicherheit. Alles nicht falsch. Aber alles nur an der Oberfläche gekratzt. Die eigentliche Geschichte spielt sich tiefer ab, in den Fundamenten eines Währungssystems, das auf Sand gebaut ist.
„Wenn man herauszoomt, wird das Mysterium offensichtlich. Der Nenner aller Assets – Fiat – verschlechtert sich." – Adam Kobisi, The Kobisi Letter
Diese Analyse trifft den Kern. Gold steigt nicht, weil es plötzlich wertvoller geworden wäre. Der Dollar fällt. Und mit ihm alle Fiatwährungen, die an seinem Tropf hängen – einschließlich des Euro.
Der Dollar am Abgrund: Zahlen, die niemand hören will
Die Fakten sprechen eine unmissverständliche Sprache. Wer sie ignoriert, tut dies auf eigene Gefahr:
- Der US-Dollar hat allein 2025 über 9 % seines Wertes verloren – die schlechteste Performance seit 2017
- An Gold bemessen beträgt der Kaufkraftverlust sogar 66 % im vergangenen Jahr
- Sollte der Dollar 2026 erneut im Minus schließen, wäre es der erste aufeinanderfolgende Jahresverlust seit 2006/2007 – direkt vor der letzten großen Finanzkrise
- Morgan Stanley erwartet weitere 2 bis 3 % Rückgang bis Mitte 2026
- Allein im Januar 2026 haben Dollar und Euro bereits 16 % an Kaufkraft gegenüber Gold eingebüßt
Diese Zahlen sind keine abstrakten Statistiken. Sie bedeuten ganz konkret: Wer sein Vermögen in Fiatgeld hält, verliert jeden einzelnen Tag reale Kaufkraft. Schleichend, aber unaufhaltsam. Wie ein Eisblock in der Sonne.
Ray Dalio warnt auf dem WEF: „Der Dollar ist der Nenner"
Wenn Ray Dalio, einer der erfolgreichsten Hedgefonds-Manager aller Zeiten, auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos das Wort ergreift, hört die Finanzwelt zu. Seine Botschaft in diesem Januar war unmissverständlich: Der Dollar als Maßstab aller Vermögenswerte verliert an Substanz.
„Ein Haus für 500.000 Dollar – der Preis ist nicht 500.000, der Preis ist der Dollar. Gold für 5.100 Dollar – der Preis ist nicht 5.100, der Preis ist der Dollar."
Was Dalio beschreibt, ist das Phänomen der Asset-Inflation: Nicht die Vermögenswerte werden teurer, sondern der Maßstab, mit dem wir sie messen, wird wertloser. Ein fundamentaler Unterschied, den die meisten Menschen nicht verstehen – weil sie nie gelernt haben, ihn zu sehen.
Wer Goldbarren oder Goldmünzen besitzt, hält dagegen einen Wert in Händen, der seit 6.000 Jahren als universeller Maßstab für Kaufkraft dient. Kein Zentralbanker kann ihn drucken, kein Politiker kann ihn entwerten, kein Algorithmus kann ihn aus dem Nichts erschaffen.
Die Entdollarisierung: Ein stiller Krieg gegen das Fiat-System
Hinter dem spektakulären Goldpreisanstieg verbirgt sich eine geopolitische Zeitenwende, die in ihrer Tragweite kaum zu überschätzen ist. China, Russland, Indien und zahlreiche weitere Staaten reduzieren systematisch ihre Dollarreserven. Sie kaufen stattdessen Gold – in Rekordmengen.
Die Entdollarisierung ist kein Gerücht, keine Verschwörungstheorie, kein Randphänomen. Sie ist eine dokumentierte, messbare Realität, die den größten Bullenmarkt für Edelmetalle in der Geschichte antreibt. Wie wir bereits in unserem Bericht über Pekings goldene Waschmaschine dargelegt haben, fließen gewaltige Kapitalströme über alternative Kanäle – und Gold spielt dabei eine zentrale Rolle.
Warum die Zentralbanken kaufen, was sie offiziell kleinreden
Es ist eine der größten Ironien unserer Zeit: Dieselben Zentralbanken, die das Fiatgeldsystem am Leben halten, sichern sich im Hintergrund mit physischem Gold ab. Sie wissen genau, was kommt. Sie kennen die Endstation dieses Experiments. Und sie handeln entsprechend – während sie der Öffentlichkeit erzählen, alles sei unter Kontrolle.
Die Nachfrage aus dem Osten ist dabei so gewaltig, dass sie die Preise in Shanghai deutlich über das westliche Niveau treibt. 14 Dollar Aufpreis pro Unze Silber – das ist kein normaler Markt mehr. Das ist ein Markt unter extremem physischem Stress.
Silber: Der schlafende Riese erwacht mit Donnerhall
Während Gold die Schlagzeilen dominiert, vollzieht sich beim Silber eine noch dramatischere Entwicklung. Der Sprung auf 110 Dollar an der COMEX – und 124 Dollar in Shanghai – markiert einen Paradigmenwechsel für das weiße Metall.
Die Gründe für die Silber-Explosion sind vielschichtig:
- Industrielle Nachfrage: Solarenergie, Elektromobilität, 5G-Technologie – Silber ist in praktisch jeder Zukunftstechnologie unverzichtbar
- Strukturelles Angebotsdefizit: Seit Jahren wird mehr Silber verbraucht als gefördert. Die Lagerbestände schrumpfen dramatisch
- Monetäre Nachfrage: Immer mehr Anleger erkennen Silber als das unterbewertete monetäre Metall
- Shanghai-Premium: Die Preisdifferenz von 14 Dollar zeigt, wie verzweifelt die physische Nachfrage in Asien ist
- Händlerengpässe: Weltweit melden Edelmetallhändler Lieferschwierigkeiten bei physischem Silber
Die Bilder aus Shanghai sprechen Bände: Menschenmassen, die sich um physisches Silber drängen. Händler, die nicht genug Ware haben, um die Nachfrage zu bedienen. Szenen, die an einen Bankrun erinnern – nur dass hier nicht Papiergeld abgehoben, sondern echtes Geld in Form von Silber gesichert wird.
Ausverkauft: Die physische Realität holt den Papiermarkt ein
Was viele Anleger nicht wissen: Der Silbermarkt ist bereits jetzt an seinen Grenzen. Maple Leaf Silbermünzen, Krügerrand Silber, Britannia Silber, Känguru Silber – bei zahlreichen Händlern weltweit sind diese Klassiker komplett ausverkauft.
Auch der Chef von APMEX, dem größten amerikanischen Edelmetallhändler, bestätigt: Die vergangene Woche war die viertgrößte Handelswoche für Silber in der Unternehmensgeschichte. Bei Kettner Edelmetalle war es sogar die drittstärkste Woche seit Firmengründung. Die Lieferzeiten steigen, weil das Material direkt beim Hersteller gesichert und verarbeitet werden muss.
„Wenn die echte Krise kommt – und die haben wir bei Weitem noch nicht – wirst du nirgendwo Gold oder Silber mehr kaufen können. Für kein Geld der Welt."
Der Währungsfriedhof: Eine Warnung aus der Geschichte
Der britische Währungsexperte Clive Thompson hält Banknoten im Wert von ehemals Milliarden in seinen Händen. Heute sind sie wertlos. Sammlerstücke bestenfalls, Mahnmale einer gescheiterten Geldpolitik im schlimmsten Fall. Seine Warnung ist so simpel wie erschütternd:
„Fast jede Währung, die jemals existiert hat, ist verschwunden. Und so wird es auch dem Dollar und dem Euro ergehen."
Die Geschichte gibt ihm Recht. Reichsmark, Simbabwe-Dollar, venezolanischer Bolívar – die Liste der toten Währungen füllt Bücher. Und das Muster ist immer dasselbe:
- Die Regierung übernimmt die Kontrolle über die Geldschöpfung
- Sie verschuldet sich über alle Maßen
- Die Zentralbank druckt Geld, um die Schulden zu finanzieren
- Die Währung verliert an Kaufkraft – erst langsam, dann immer schneller
- Am Ende steht der Kollaps
Das Beispiel des römischen Silberdenars ist besonders lehrreich: Einst enthielt er 93 % reines Silber. Über 300 Jahre hinweg reduzierten aufeinanderfolgende Kaiser den Silbergehalt auf 80, 70, und schließlich auf null Prozent. Das Römische Reich kollabierte in dem Moment, als die Menschen erkannten, dass ihr Geld keinen intrinsischen Wert mehr besaß. Wie Simbabwes Experiment mit einer goldgedeckten Währung zeigt, beginnen einige Nationen bereits, die Lehren aus dieser Geschichte zu ziehen.
15 Jahre, mehr Geld als in der gesamten Menschheitsgeschichte
Thompson liefert eine weitere erschreckende Zahl: In den letzten 15 Jahren wurde mehr Geld geschaffen als in der gesamten vorherigen Geschichte der Menschheit zusammen. Mehr Geld als in allen Jahrhunderten, allen Imperien, allen Epochen zuvor. Aus dem Nichts. Wie ein schlechter Zaubertrick. Ohne jede Deckung.
Und genau das ist der Treibstoff für den Edelmetall-Bullenmarkt. Jeder neu gedruckte Dollar, jeder neu geschaffene Euro verwässert die bestehende Geldmenge und treibt den Preis von Gold und Silber weiter nach oben. Nicht weil die Metalle teurer werden – sondern weil das Geld, in dem sie gemessen werden, wertloser wird.
Die Prognosen: Wohin geht die Reise?
Die Prognosen der großen Finanzhäuser lesen sich wie Science-Fiction – und werden doch mit jedem Tag realistischer:
- Bank of America: 6.000 Dollar Gold bereits im Frühjahr 2026
- Chief Investment Officers: 8.000 bis 12.000 Dollar in Reichweite
- Silber-Analysten: 150 bis 200 Dollar als realistisches Ziel
- Dominik Kettners Prognose: 181 Dollar Silber bis Weihnachten 2026
- Langfristige Szenarien: 375, 600 und sogar 1.000 Dollar Silber werden diskutiert
Doch Vorsicht: Der Weg nach oben verläuft nicht geradlinig. Korrekturen von 30 bis 35 Prozent sind nicht nur möglich, sondern wahrscheinlich – und sogar notwendig, um den parabolischen Anstieg langfristig zu tragen. Wer in Edelmetalle investiert, braucht starke Nerven und einen langen Atem. Aber die fundamentale Richtung ist klar.
Technische Analyse: Der Ausbruch aus dem Aufwärtskanal
Für die chartechnisch orientierten Anleger liefert der Goldpreis ein weiteres ultra-bullisches Signal: Mit dem Sprung über 4.800 Dollar hat Gold seinen langfristigen Zweijahres-Aufwärtskanal nach oben durchbrochen. In der Vergangenheit führten solche Ausbrüche zu Anstiegen von 20, 30 oder sogar 50 Prozent – und das allein auf Basis der Charttechnik, ohne die fundamentalen Faktoren einzubeziehen.
Der Deckel ist vom Topf geflogen, wie es der renommierte Edelmetall-Analyst Professor Pollit treffend formulierte. Was wir jetzt sehen, ist kein normaler Preisanstieg mehr. Es ist ein Regimewechsel im globalen Finanzsystem.
Was die Dollar-Schwäche für Deutschland bedeutet
Die Auswirkungen beschränken sich keineswegs auf den amerikanischen Kontinent. Wie unsere Analyse zur Dollar-Schwäche und ihren Folgen für die deutsche Wirtschaft zeigt, zahlt Europa – und insbesondere Deutschland – einen hohen Preis für den Verfall der Weltleitwährung.
Der Euro hängt unmittelbar am Dollar. Wenn der Dollar fällt, gerät auch der Euro unter Druck. Und mit dem digitalen Euro und den CBDCs (Central Bank Digital Currencies) droht eine weitere Beschleunigung des Fiat-Kollapses. Digitales Zentralbankgeld löst keines der fundamentalen Probleme – es macht sie nur effizienter kontrollierbar.
Jetzt handeln: Was Anleger wissen müssen
Die entscheidende Frage ist nicht, ob das Fiatgeldsystem an sein Ende kommt. Die Geschichte hat diese Frage bereits tausendfach beantwortet. Die Frage ist: Bist du vorbereitet?
Wer sein Vermögen schützen will, sollte jetzt handeln – nicht morgen, nicht nächste Woche, nicht wenn es „billiger" wird. Denn die Verfügbarkeit physischer Edelmetalle wird zunehmend zum Engpass. Konkret bieten sich folgende Optionen:
Gold als Fundament
- Maple Leaf Gold – der Klassiker aus Kanada mit 999,9er Feinheit
- Wiener Philharmoniker Gold – Europas meistverkaufte Goldmünze
- Känguru Gold – aus der renommierten Perth Mint
- American Eagle Gold – das Flaggschiff der US Mint
- Britannia Gold – britische Prägekunst mit höchster Sicherheit
- China Panda Gold – limitierte Auflagen mit Sammlerwert
- Lunar Gold – die beliebte Serie der Perth Mint
Silber als Hebel
- Maple Leaf Silber – sofern noch verfügbar
- Wiener Philharmoniker Silber – europäischer Standard
- American Eagle Silber – ikonisches Design
- Silberbarren – für größere Investitionsvolumen
Die Kombination aus Goldbarren als stabilem Fundament und Silbermünzen als dynamischem Hebel hat sich historisch als besonders effektiv erwiesen.
Das große Bild: Generationenvermögen werden jetzt geschaffen
Wir stehen am Anfang, nicht am Ende einer historischen Rally. Das mag angesichts eines Goldpreises von 5.100 Dollar kontraintuitiv klingen. Doch wer die Mechanismen versteht, erkennt: Solange die Zentralbanken drucken, solange die Verschuldung steigt, solange die Entdollarisierung voranschreitet – solange wird der Edelmetall-Bullenmarkt anhalten.
Generationenvermögen werden in genau solchen Phasen geschaffen. Nicht wenn alles ruhig ist und die Märkte seitwärts laufen. Sondern wenn das alte System bricht und ein neues entsteht. Wer heute Gold und Silber kauft, positioniert sich nicht nur für die nächsten Monate – sondern möglicherweise für die finanzielle Zukunft seiner gesamten Familie.
Die Uhr tickt. Die Lagerbestände schrumpfen. Die Preise steigen. Und die Geschichte lehrt uns eines mit absoluter Gewissheit: In unsicheren Zeiten sind sichere Werte goldwert.



