Physisches Gold: Warum Faber vor Notenbanken warnt
Es gibt wenige Stimmen in der Finanzwelt, deren Warnungen man ignoriert und es hinterher bereut. Dr. Marc Faber gehört zweifellos zu diesen Stimmen. Der legendäre Schweizer Investor, Autor des berühmten „Gloom, Boom & Doom Report" und einer der scharfsinnigsten Beobachter globaler Finanzmärkte, hat sich erneut zu Wort gemeldet – und seine Botschaft könnte kaum deutlicher sein: Wer den Notenbanken vertraut, handelt unverantwortlich. Wer kein physisches Gold besitzt, spielt mit seiner finanziellen Existenz.
Was Faber in einem exklusiven Gespräch mit Dominik Kettner offenbart, ist keine bloße Marktanalyse. Es ist ein Weckruf. Ein Weckruf an alle, die noch immer glauben, dass die Musik an den Aktienmärkten ewig weiterspielen wird, während die Notenbanken die Druckerpresse auf Hochtouren laufen lassen.
Die Magnificent Seven: Eine gefährliche Konzentration wie zur Dotcom-Blase
Die Parallelen sind frappierend. 38 Prozent des S&P 500 werden mittlerweile von nur sieben Unternehmen dominiert – den sogenannten Magnificent Seven. Eine derartige Konzentration des Kapitals auf wenige Anlageobjekte ist historisch betrachtet eines der verlässlichsten Warnsignale für eine bevorstehende Korrektur.
Marc Faber bringt es auf den Punkt: In jeder Anlageblase kommt es zu einer gewaltigen Konzentration des Geldes auf ganz wenige Anlageobjekte. Ob Aktien, Anleihen oder Rohstoffe – das Muster wiederholt sich mit erschreckender Regelmäßigkeit. Und genau dieses Muster sehen wir heute.
„Ich nehme an, dass Michael Burry natürlich mit der Zeit richtig liegen wird. Da habe ich keine Zweifel – und ich kenne den Michael bereits seit den 90er Jahren."
Wenn ein Mann wie Faber, der selbst seit Jahrzehnten an vorderster Front der Finanzmärkte agiert, dem legendären Michael Burry – jenem Investor, der die Subprime-Krise 2008 voraussah – Recht gibt, sollte man hellhörig werden. Burry wettet derzeit gegen Nvidia und Palantir, zwei der gehyptesten Technologieaktien unserer Zeit.
Der S&P 500 hat in Gold gerechnet bereits 40 Prozent verloren
Eine Zahl, die kaum jemand kennt, aber die alles verändert: Seit 2022 hat der S&P 500, gemessen in Gold, rund 40 Prozent an Wert eingebüßt. Was bedeutet das? Es bedeutet, dass die vermeintlichen Gewinne an den Aktienmärkten in Wahrheit eine Illusion sind – aufgebläht durch die Entwertung des Dollars.
Wer seine Aktiengewinne in der härtesten Währung der Menschheitsgeschichte misst – in Gold – erkennt die bittere Wahrheit: Die reale Kaufkraft vieler Portfolios schrumpft, während die nominalen Zahlen auf dem Depotauszug steigen. Es ist ein Taschenspielertrick der Fiat-Währungen, den Marc Faber seit Jahrzehnten anprangert.
Faber räumt dabei fair ein, dass es historisch Phasen gab, in denen Aktien besser performten als Edelmetalle – etwa von 1980 bis 1999 oder nach 2011. Doch die entscheidende Frage lautet: In welcher Phase befinden wir uns jetzt? Und alle Zeichen deuten darauf hin, dass wir uns in einer Ära befinden, in der physische Werte ihre wahre Stärke ausspielen.
Warum Notenbanken das größte Risiko für Ihr Vermögen sind
Es ist eine Aussage, die Marc Faber seit den 1980er Jahren auf jeder Konferenz wiederholt – und die mit jedem Jahr relevanter wird:
„Der verantwortliche Anleger darf den Notenbanken nicht trauen."
Diese Warnung ist keine Verschwörungstheorie. Sie ist das Ergebnis jahrzehntelanger Beobachtung. Faber verweist auf eine unumstößliche historische Tatsache: Die Geldpolitik in Amerika hat über das letzte Jahrhundert hinweg immer expandiert. Knappes Geld langfristig zu halten, sei in den USA schlicht nicht möglich. Das Geld werde weiterhin gedruckt, die Geldmenge werde expandiert – und das sei natürlich inflationär.
Und dann nennt Faber Namen. Er verweist auf:
- Christine Lagarde – EZB-Präsidentin, die die Zinsen senkt, während die Inflation keineswegs besiegt ist
- Ursula von der Leyen – deren EU-Politik Billionen an neuen Schulden produziert
- Olaf Scholz – der als Kanzler eine beispiellose Schuldenpolitik betrieb
- Donald Trump – der öffentlich forderte, die kurzfristigen Zinsen auf 1 Prozent zu senken
Was all diese Politiker und Zentralbanker verbindet? Sie alle setzen auf mehr Geld, mehr Schulden, mehr Inflation. Und genau das ist der Treibstoff für steigende Edelmetallpreise. Wie sich die Dollar-Schwäche bereits auf die globale Wirtschaft auswirkt, zeigt sich in den jüngsten Handelsbilanzen überdeutlich.
Gold bei über 4.366 Dollar – und das ist erst der Anfang
Die Zahlen sprechen für sich. Gold erreichte ein neues Allzeithoch von über 4.366 US-Dollar. Silber explodierte auf 64,67 Dollar – ein Anstieg von über 100 Prozent. Doch für Marc Faber sind diese Preisbewegungen kein Grund zur Euphorie, sondern eine logische Konsequenz der globalen Geldpolitik.
Auf die Frage, wo er den Goldpreis in den nächsten Jahren sieht, antwortet Faber mit der ihm eigenen Nüchternheit:
„Ich weiß nicht, wo der Goldpreis in einem Jahr sein wird. Aber ich nehme an, dass in meiner oder in meinen Kindern Lebenszeit der Preis von Edelmetallen höher liegen wird, als er jetzt liegt."
Das ist keine spekulative Prognose. Das ist eine fundamentale Überzeugung, die auf der simplen Erkenntnis basiert, dass Fiat-Währungen immer an Wert verlieren, während Gold seit über 5.000 Jahren seine Kaufkraft bewahrt. Wer heute in Goldbarren oder Goldmünzen investiert, sichert nicht nur sein Vermögen – er positioniert sich auf der richtigen Seite der Geschichte.
Warum physisch und nicht auf Papier?
Besonders bemerkenswert ist Fabers Betonung des physischen Besitzes. Er hält Gold und andere Edelmetalle nicht als Spekulation, nicht als ETF, nicht als Zertifikat – sondern physisch. In der Hand. Greifbar. Unabhängig von Banken, Brokern und digitalen Systemen.
Der Grund ist einfach: In einer Welt, in der Bankensysteme fragil sind, in der Konten eingefroren werden können und in der digitale Vermögenswerte von Algorithmen und Regulierungen abhängen, ist physisches Gold die ultimative Versicherung. Es ist der einzige Vermögenswert, der kein Gegenparteirisiko trägt.
Für den Einstieg in physische Edelmetalle eignen sich besonders bewährte Anlagemünzen wie der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder der Känguru – weltweit anerkannt, hochliquide und in verschiedenen Stückelungen verfügbar.
Die Weltkriegsgefahr: Ein Faktor, den niemand einpreist
Dann kommt der Moment im Gespräch, der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Marc Faber, der Mann, der Dutzende Krisen vorhergesagt hat, spricht über die Wahrscheinlichkeit eines Weltkriegs:
„Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Weltkrieg kommt, ist relativ hoch."
Er sagt nicht, dass es wahrscheinlich ist. Er sagt, die Wahrscheinlichkeit sei relativ hoch. Das ist ein feiner, aber entscheidender Unterschied – und es ist eine Einschätzung, die von einem Mann kommt, der seit Jahrzehnten geopolitische Risiken analysiert.
In einem solchen Szenario wären die Konsequenzen für Finanzmärkte verheerend:
- Bankensysteme könnten zusammenbrechen oder eingeschränkt werden
- Digitale Vermögenswerte wären durch Cyberangriffe oder Infrastrukturschäden gefährdet
- Fiat-Währungen würden durch Kriegsfinanzierung massiv entwertet
- Lieferketten würden kollabieren, was die Inflation weiter anheizen würde
- Physisches Gold und Silber wären als universelles Tauschmittel unverzichtbar
Wer in einem solchen Umfeld kein physisches Edelmetall besitzt, steht im schlimmsten Fall mit leeren Händen da. Wie Russland bereits heute Gold nutzt, um Sanktionen zu umgehen, zeigt eindrucksvoll, welche strategische Bedeutung das Edelmetall in geopolitischen Konflikten hat.
Diversifikation nach Faber: Gold als Fundament
Marc Faber ist kein Dogmatiker. Er empfiehlt keine All-in-Strategie, sondern eine intelligente Diversifikation – allerdings mit einem klaren Schwerpunkt auf physischen Werten. Sein Prinzip:
- Einen großen Teil des Vermögens in Edelmetalle
- Einen Teil in Immobilien
- Geografische Streuung: Europa, Asien, Südamerika
- Fokus auf reale Werte statt auf Papierversprechen
Faber nennt dies eine „Politik der Unsicherheit" – aber eine, die das Vermögen über längere Zeit weitgehend erhalten wird. In einer Welt, in der Unsicherheit die einzige Konstante ist, klingt das nach dem vernünftigsten Ansatz überhaupt.
Für Anleger, die den Einstieg in Edelmetalle suchen, bietet das Gold Starter-Set einen niedrigschwelligen Zugang. Wer bereits überzeugt ist und größere Positionen aufbauen möchte, findet im Gold Krisenschutzpaket S oder dem Gold Krisenschutzpaket M durchdachte Zusammenstellungen verschiedener Münzen und Barren.
Die Bankenkrise, die niemand sehen will
Auf die Frage nach den Gefahren im Bankensektor gibt sich Faber diplomatisch – aber zwischen den Zeilen liest man die Skepsis. Er glaubt, dass die Solidität der Banken in Europa und Amerika übertrieben dargestellt wird. Ja, sie seien „relativ gut finanziert" – aber was bedeutet „relativ" in einer Welt, in der die nächste Krise nur einen Schwarzen Schwan entfernt ist?
Die Geschichte lehrt uns: Banken sind genau so lange solide, bis sie es nicht mehr sind. Lehman Brothers war am Freitag noch solvent und am Montag bankrott. Die Silicon Valley Bank brach innerhalb von 48 Stunden zusammen. Und die Credit Suisse – eine der ältesten und angesehensten Banken der Welt – wurde über ein Wochenende zwangsfusioniert.
Wer sein gesamtes Vermögen im Bankensystem belässt, vertraut darauf, dass diesmal alles anders sein wird. Marc Faber würde sagen: Das ist unverantwortlich.
Goldgedeckte Währungen als Zukunftsmodell?
Während westliche Zentralbanken weiter Geld drucken, experimentieren andere Länder bereits mit alternativen Ansätzen. Simbabwes goldgedeckte Währung zeigt eindrucksvoll, dass eine Rückkehr zu soliden Geldstandards nicht nur möglich, sondern erfolgreich sein kann. Es ist ein Lehrstück für den gesamten Westen – und ein weiteres Argument dafür, warum Gold in den kommenden Jahren eine noch zentralere Rolle im globalen Finanzsystem spielen wird.
Was Anleger jetzt konkret tun sollten
Die Botschaft von Marc Faber ist unmissverständlich. Sie lässt sich in wenigen Handlungsempfehlungen zusammenfassen:
- Physisches Gold und Silber kaufen – nicht als Spekulation, sondern als Versicherung. Klassiker wie der American Eagle, die Britannia oder der China Panda bieten weltweite Akzeptanz und höchste Qualität.
- Den Notenbanken nicht vertrauen – die Geldmenge wird weiter expandieren, die Inflation wird bleiben.
- Geografisch diversifizieren – nicht alles in einem Land, einer Währung oder einem System halten.
- Langfristig denken – kurzfristige Schwankungen sind irrelevant, wenn der langfristige Trend klar nach oben zeigt.
- Jetzt handeln – nicht warten, bis die nächste Krise bereits da ist.
Für Anleger, die größere Vermögen absichern möchten, bietet das Gold Krisenschutzpaket XXL eine umfassende Lösung mit einer breiten Streuung verschiedener Goldprodukte. Einsteiger können mit dem Gold Starterpaket S erste Schritte in die Welt der physischen Edelmetalle machen.
Das Unwetter kommt – die Frage ist nur, ob Sie vorbereitet sind
Marc Faber steht auf dem Berggipfel und sieht das Unwetter kommen. Die meisten Anleger machen noch Picknick im Tal. Sie vertrauen auf steigende Aktienkurse, auf die Weisheit der Zentralbanken, auf die Stabilität eines Systems, das auf nichts anderem basiert als auf Vertrauen – einem Vertrauen, das mit jeder gedruckten Billion Dollar weiter erodiert.
Die Geschichte wird zeigen, wer Recht behält. Aber eines ist sicher: Gold hat jede Krise der Menschheitsgeschichte überstanden. Jede Hyperinflation. Jeden Krieg. Jeden Zusammenbruch eines Imperiums. Es war da, als das Römische Reich fiel. Es war da, als die Weimarer Republik kollabierte. Es war da, als Bretton Woods zerbrach. Und es wird da sein, wenn das aktuelle Fiat-Geldsystem an seine Grenzen stößt.
Die Frage ist nicht, ob Sie Gold besitzen sollten. Die Frage ist, ob Sie es sich leisten können, keines zu besitzen. Marc Faber hat seine Antwort gegeben. Jetzt sind Sie dran.
Besonders in Zeiten wie diesen, in denen die Münzprogramme der großen Prägestätten weltweit auf Hochtouren laufen, lohnt sich auch ein Blick auf Sammlermünzen mit Wertsteigerungspotenzial wie die Lunar-Serie – eine Kombination aus Goldwert und numismatischem Sammlerwert, die in unsicheren Zeiten doppelt attraktiv ist.



