Elliott-Wellen-Analyse: Diese Assets boomen 2026
Die Finanzmärkte stehen vor einem Scheideweg. Während die einen das goldene Zeitalter ausrufen, warnen andere vor dem größten Crash aller Zeiten. Doch was, wenn die Wahrheit – wie so oft – irgendwo dazwischen liegt? Ein faszinierendes Gespräch zwischen Dominik Kettner und dem mysteriösen „Phantom", einem der einflussreichsten Finanzanalysten im deutschsprachigen Raum, offenbart eine differenzierte Sicht auf das, was 2026 auf Anleger zukommt. Und eine zentrale Erkenntnis kristallisiert sich heraus: Wer sein Vermögen nicht aktiv schützt, könnte böse überrascht werden.
Der Mann hinter der Maske – und warum seine Analysen Millionen erreichen
Mit über 220.000 Followern gehört das Phantom zu den größten Finanz-Influencern Deutschlands – und das, obwohl niemand sein Gesicht kennt. Als Elliott-Wellen-Analyst und Teamleiter bei der HKCM hat er sich einen Namen gemacht, indem er Marktbewegungen mit erstaunlicher Präzision vorhersagte. Sein Werkzeug: die Elliott-Wellen-Theorie, eine Analysemethode, die auf der Fibonacci-Zahlenreihe basiert und versucht, die Psychologie der Märkte in wiederkehrenden Mustern zu entschlüsseln.
Was klingt wie esoterische Zahlenspielerei, hat handfeste Ergebnisse geliefert. Bei der Aktie von Palantir rief das Phantom den Einstieg, als der Kurs unter das IPO-Niveau gefallen war – entgegen der gesamten Marktmeinung. Das Ergebnis: über 1.200 Prozent Gewinn an der Spitze. Auch bei Solana, der Kryptowährung, die nach dem FTX-Crash von vielen totgesagt wurde, lag er richtig.
„Das Chart macht die News und nicht andersrum. Elliott-Wellen fassen die Summe aller Faktoren zusammen und preisen alles bereits ein."
Doch der Analyst gibt sich ehrlich: Auch er hat Fehlschläge. Altcoins, bei denen er längst eine bullische Bewegung erwartet hatte, lieferten neue Tiefs. Am 10. Oktober erlebte er einen brutalen Abend, als Render um 80 Prozent und XRP um 55 Prozent einbrachen, während er gerade ein Glas Wein genoss. Transparenz über Fehler – eine Seltenheit in der Branche.
Zwei Lager, keine Mitte – und warum das gefährlich ist
Die aktuelle Marktsituation erinnert an ein Phänomen, das wir bereits aus der Covid-Ära kennen. Damals stiegen die Märkte, obwohl es fundamental keinen Sinn ergab. Lockere Geldpolitik, Stimulus-Schecks und ein Heer gelangweilter Kleinanleger trieben alles nach oben – von Gold über Tech-Aktien bis hin zu Kryptowährungen.
Heute ist die Ausgangslage fundamental anders. Doch das Sentiment, die Marktstimmung, zeigt erschreckende Parallelen:
- Die Inflation ist nicht besiegt, trotz gegenteiliger Behauptungen der Zentralbanken
- Der Handelskrieg zwischen USA und China ist noch lange nicht eingepreist
- Geopolitische Krisenherde multiplizieren sich weltweit
- Der S&P 500 und die NASDAQ 100 stehen trotzdem auf Allzeithochs
- Die Marktbreite ist erschreckend dünn – nur eine Handvoll Tech-Giganten treibt die Indizes
Und genau hier wird es brisant. Es gibt zwei extreme Lager in der Finanzwelt. Das eine proklamiert den krassesten Bullenmarkt aller Zeiten, befeuert durch die KI-Revolution. Das andere sieht eine überhitzte Blase, die in einem historischen Crash enden wird. Dazwischen? Praktisch niemand.
„Es gibt das eine Lager, das sagt, es steigt für immer. Und dann gibt's das andere Lager, das sagt, wir werden den größten Crash überhaupt sehen. Aber dazwischen gibt's nichts."
Die Kapitalrotation – und was sie für Edelmetalle bedeutet
Das Phantom positioniert sich bewusst in der Mitte. Seine These: Wir werden keine Katastrophe erleben, aber eine signifikante Kapitalrotation. Geld wird aus den überhitzten Magnificent-7-Aktien abfließen und in bisher vernachlässigte Bereiche strömen – kleinere Unternehmen, spekulative Assets, Altcoins.
Für den Edelmetallmarkt hat diese Analyse eine besondere Brisanz. Denn auch Gold gehört zu den Assets, die in den letzten zwei Jahren außergewöhnlich gut gelaufen sind. Das Phantom rechnet daher mit einer Korrektur – allerdings keiner dramatischen.
Seine konkrete Prognose für Gold zum Jahresende 2026: 3.700 bis 3.800 US-Dollar. Das wäre ein Abschlag von rund 15 bis 20 Prozent gegenüber den aktuellen Niveaus. Eine seitwärts gerichtete Korrektur, kein Kollaps.
Warum diese Prognose zu kurz greift
Hier muss man als Edelmetall-Experte allerdings entschieden widersprechen. Die fundamentalen Treiber für Gold haben sich nicht nur nicht abgeschwächt – sie haben sich massiv verstärkt:
- Zentralbankkäufe: Die globalen Notenbanken kaufen Gold in einem Tempo, das seit Jahrzehnten nicht gesehen wurde. Wie der Artikel über Pekings goldene Waschmaschine zeigt, fließen über verschlungene Wege Milliarden in physisches Gold.
- Dollar-Schwäche: Die zunehmende Dollar-Schwäche treibt Anleger weltweit in den sicheren Hafen Gold.
- Vertrauensverlust ins Fiat-System: Selbst Simbabwe setzt mittlerweile auf eine goldgedeckte Währung – ein Lehrstück für den maroden Westen.
- Geopolitische Unsicherheit: Kriege, Handelskonflikte und die Erosion der regelbasierten Weltordnung schaffen ein Umfeld, in dem Gold historisch immer profitiert hat.
Technische Analyse hat ihre Berechtigung. Aber sie kann die tektonischen Verschiebungen im globalen Finanzsystem nicht vollständig erfassen. Wenn Zentralbanken weltweit ihre Goldreserven aufstocken, wenn das Vertrauen in Fiat-Währungen erodiert und wenn die Staatsverschuldung in allen westlichen Ländern explodiert – dann sind das keine zyklischen Phänomene, die sich in Wellenmustern erschöpfen.
Silber: Der schlafende Riese erwacht
Besonders spannend wird es beim Thema Silber. Selbst das Phantom räumt ein, dass Silber noch stärker nachziehen könnte als Gold. Und hier kommt ein Faktor ins Spiel, der die gesamte Gleichung verändert: Elon Musk.
Der reichste Mensch der Welt hat kürzlich auf seiner Plattform X Interesse an der Silberpreisentwicklung gezeigt. Ein „This is not good" hier, ein „Wow" dort – und plötzlich schauen Millionen Menschen auf ein Metall, das sie bisher ignoriert haben.
„Er braucht es halt. Für Tesla. Der hat natürlich kein Interesse daran, zu hohen Preisen einzukaufen – und er braucht es in Massen."
Die Zahlen sprechen für sich: Allein für Halbleiter werden mittlerweile geschätzte 5.000 Tonnen Silber jährlich benötigt – ein Markt, der vor fünf Jahren in dieser Dimension noch nicht existierte. Die KI-Revolution, die das Phantom so bullisch für Tech-Aktien stimmt, ist gleichzeitig der größte Nachfragetreiber für physische Edelmetalle.
Wer in Maple Leaf Goldmünzen oder Wiener Philharmoniker investiert, setzt nicht gegen die Technologie – er setzt auf die physische Grundlage, ohne die keine Technologie funktioniert.
Warren Buffetts Warnsignal – und was es wirklich bedeutet
Ein Thema, das im Gespräch besondere Aufmerksamkeit verdient, ist die historische Cash-Position von Berkshire Hathaway. Warren Buffett, das Orakel von Omaha, hat Apple abgestoßen, Bank of America abgestoßen und sitzt auf einem Berg von Bargeld, der alle bisherigen Rekorde sprengt.
Das Phantom kommentiert dies diplomatisch: „Er wird recht behalten. Die Frage ist nur wann." Doch diese scheinbar neutrale Aussage verbirgt eine unbequeme Wahrheit. Wenn der erfolgreichste Investor aller Zeiten seine Positionen räumt und auf Cash setzt, dann ist das kein Zufall. Es ist ein Alarmsignal.
Die Parallelen zur Dotcom-Blase werden oft gezogen und ebenso oft abgetan. „Nvidia ist kein Garagenunternehmen", heißt es dann. Das stimmt. Aber auch die großen Namen der Dotcom-Ära – Cisco, Intel, Microsoft – waren keine Garagenunternehmen. Und trotzdem verloren sie 70 bis 90 Prozent ihres Wertes.
Was Buffett uns über Gold lehrt
Interessanterweise hat Buffett zeitlebens Gold als Investment abgelehnt. Doch seine aktuelle Strategie – raus aus Aktien, rein in Cash – bestätigt indirekt die Gold-These. Denn wenn selbst der größte Aktien-Bulle der Geschichte dem Markt nicht mehr traut, was sagt das über die Sicherheit von Aktienportfolios?
Cash verliert durch Inflation an Wert. Gold nicht. Wer heute in ein Gold Krisenschutzpaket S investiert, macht im Grunde das Gleiche wie Buffett – er sichert sich ab. Nur mit dem entscheidenden Unterschied, dass Gold seit über 5.000 Jahren seinen Wert bewahrt hat, während der Dollar in den letzten 100 Jahren über 97 Prozent seiner Kaufkraft verloren hat.
Die drei Assets für 2026 – und eine kritische Einordnung
Das Phantom nennt drei Bereiche, die er 2026 besonders im Auge hat:
- Fintech-Aktien aus der zweiten Reihe – PayPal, Block, SoFi. Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren underperformt haben und von einer Kapitalrotation profitieren könnten.
- Spekulative Krypto-Assets – Altcoins, die vom erwarteten Risk-on-Sentiment profitieren sollen.
- Konsumaktien – Nike, Adidas und ähnliche Titel, die tief korrigiert haben.
Als Warnung nennt er überbewertete Tech-Giganten und mahnt zur Vorsicht bei Rüstungsaktien – letzteres allerdings eher aus moralischen als aus analytischen Gründen.
Was in dieser Analyse fehlt
Auffällig ist, was in dieser Aufzählung nicht vorkommt: physische Edelmetalle als strategische Absicherung. Und genau hier liegt der blinde Fleck vieler technischer Analysten. Sie sehen Wellen, Muster und Fibonacci-Levels – aber sie übersehen den fundamentalen Paradigmenwechsel, der sich gerade vollzieht.
Die Welt bewegt sich weg vom Dollar-zentrierten Finanzsystem. Die BRICS-Staaten bauen alternative Zahlungssysteme auf. Zentralbanken horten Gold wie seit den 1960er Jahren nicht mehr. Und selbst Stablecoin-Emittenten wie Tether kaufen physisches Gold in Mengen, die sie vor souveräne Staaten katapultieren.
Wer in diesem Umfeld auf spekulative Fintech-Aktien setzt, statt einen soliden Grundstock an Goldmünzen aufzubauen, spielt ein gefährliches Spiel. Ein Gold Starter-Set ist für Einsteiger der erste Schritt in die richtige Richtung – und für erfahrene Anleger bietet das Gold Krisenschutzpaket XXL eine umfassende Absicherung.
Das Ende der ETF-Ära – und was danach kommt
Eine der bemerkenswertesten Aussagen des Phantoms betrifft die Zukunft passiver Investments. Seine Prognose ist eindeutig:
„Es wird auf jeden Fall auch nicht mehr die Zeit der ETFs. Dass man einfach einen MSCI World kauft und seine 7 bis 8 Prozent Rendite per annum hat – das glaube ich nicht mehr."
Diese Einschätzung deckt sich mit dem, was viele kritische Beobachter seit Jahren warnen. Die Ära des passiven Investierens, in der man blind in einen Indexfonds investieren und sich zurücklehnen konnte, neigt sich dem Ende zu. In einer Welt voller geopolitischer Verwerfungen, Handelskriege und Währungsturbulenzen wird aktives Risikomanagement überlebenswichtig.
Und genau hier kommt die älteste Absicherungsstrategie der Menschheitsgeschichte ins Spiel: physisches Gold. Keine Gegenparteirisiken. Keine Abhängigkeit von Algorithmen oder Fondsmanagern. Keine Gefahr eines Totalverlusts. Einfach nur ein Metall, das seit Jahrtausenden seinen Wert bewahrt.
Hedging wird Pflicht – und Gold ist der ultimative Hedge
Das Phantom spricht davon, dass „Hedging relevant wird" – also das bewusste Absichern von Portfolios gegen Verluste. In der Welt der technischen Analyse bedeutet das Short-Positionen, Put-Optionen und komplexe Derivatestrategien.
Für den normalen Anleger gibt es eine deutlich einfachere Lösung: physische Edelmetalle. Ein Portfolio, das zu 10 bis 20 Prozent aus Goldbarren und Goldmünzen besteht, ist gegen nahezu jedes Krisenszenario abgesichert – ob Inflation, Deflation, Bankenkrise oder geopolitischer Schock.
Die Auswahl ist dabei vielfältig:
- Känguru Goldmünzen aus Australien – beliebt wegen ihrer jährlich wechselnden Motive
- American Eagle Goldmünzen – der Klassiker aus den USA
- Britannia Goldmünzen – britische Präzision in Feingold
- China Panda Goldmünzen – besonders bei Sammlern begehrt
- Lunar Goldmünzen – die beliebte Serie mit Tierkreiszeichen
2026 wird anspruchsvoll – aber Gold bleibt der Anker
Das Phantom hat recht, wenn er sagt: „2026 wird extrem anspruchsvoll." Die Kombination aus ungelösten Handelskonflikten, einer nicht besiegten Inflation, geopolitischen Pulverfässern und einer möglichen Zinswende in den USA schafft ein Umfeld maximaler Unsicherheit.
Doch genau in solchen Zeiten hat Gold historisch immer seine Stärke ausgespielt. Nicht als spekulatives Asset, das man nach Elliott-Wellen-Mustern tradet, sondern als fundamentaler Wertspeicher, der Generationen überdauert.
Die Prognose des Phantoms – Gold bei 3.700 bis 3.800 Dollar zum Jahresende – mag technisch begründet sein. Doch die Geschichte lehrt uns: In Zeiten systemischer Krisen versagen technische Modelle regelmäßig. Was nicht versagt, ist die jahrtausendealte Funktion von Gold als ultimativer Krisenschutz.
Ob das Phantom mit seiner Korrekturprognose recht behält oder ob Gold weiter steigt – eines ist sicher: Wer heute physisches Gold besitzt, wird in einem Jahr nicht bereuen, es gekauft zu haben. Wer keines besitzt, könnte es bereuen. Und für den Einstieg bietet sich das Gold Starterpaket S ebenso an wie das umfangreichere Gold Krisenschutzpaket M.
Denn am Ende gilt, was seit 5.000 Jahren gilt: Gold ist die einzige Währung, die nie auf null gefallen ist. Und in einer Welt, in der selbst die klügsten Analysten zugeben, dass sie den nächsten Black Swan nicht kommen sehen – ist das vielleicht die wichtigste Information überhaupt.



