Kettner Edelmetalle

JP Morgan wechselt zu Silber Long-Position – Markt dreht

27.01.2026VideoKettner Edelmetalle

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: JP Morgan, die mächtigste Bank der Wall Street, hat ihre berüchtigte Short-Position bei Silber aufgegeben und wechselt auf die Long-Seite. Was jahrzehntelang als ehernes Gesetz der Edelmetallmärkte galt – dass Großbanken systematisch gegen steigende Silberpreise wetten – ist Geschichte. Die Wetten der Shortseller werden regelrecht pulverisiert, und selbst die größten Skeptiker müssen anerkennen: Der Silbermarkt hat sich fundamental verändert.

Wer in den vergangenen Wochen auf die Kurscharts geschaut hat, dem dürfte der Atem gestockt haben. Silber notiert bei über 112 Dollar, Gold hat die magische Marke von 10.000 Dollar geknackt. Zahlen, die noch vor wenigen Jahren als utopisch galten. Doch sind diese Niveaus nachhaltig – oder stehen wir vor einem dramatischen Einbruch?

Der Abend, an dem die Märkte bebten

Am 26. Januar 2026 erlebten Edelmetallanleger einen Abend, der in die Geschichtsbücher eingehen dürfte. Innerhalb weniger Stunden – zwischen 18:00 und 21:30 Uhr – stürzte der Silberpreis von 117,42 Dollar auf 102,89 Dollar ab. Ein Rückgang von über 12 Prozent in dreieinhalb Stunden. Gleichzeitig tauchte Gold von 10.000 auf 9.800 Dollar ab.

Doch was dann geschah, war noch bemerkenswerter als der Einbruch selbst: Bereits am nächsten Morgen hatte sich Silber wieder über die 112-Dollar-Marke erholt. Gold stand bei 9.884 Dollar – exakt dort, wo es vor dem Absturz notiert hatte. Die Erholung kam so schnell, dass die meisten europäischen Anleger den Dip nicht einmal mitbekommen haben, geschweige denn davon profitieren konnten.

Was wir derzeit sehen, ist ein Segen – denn wir haben noch massives Aufwärtspotenzial beim Silber und auch beim Gold. Meine Prognose bis 2030 beim Silber liegt bei über 300 Dollar.

Manipulation, Gewinnmitnahmen oder Trendwende?

Für den plötzlichen Einbruch gibt es drei mögliche Erklärungen. Und keine davon sollte langfristig orientierte Anleger beunruhigen.

Szenario 1: Marktmanipulation

Dass die Edelmetallmärkte manipuliert werden, ist kein Verschwörungsmythos – es ist gerichtlich dokumentierte Tatsache. JP Morgan musste im Jahr 2020 eine Strafe von 920 Millionen Dollar zahlen, weil die Bank durch sogenanntes „Spoofing" den Silberpreis systematisch gedrückt hatte. Und JP Morgan war bei Weitem nicht die einzige Bank, die für solche Praktiken verurteilt wurde.

Wie wir in unserem Beitrag über den Umbruch im Silbermarkt ausführlich dargelegt haben, standen internationale Großbanken jahrelang auf der Short-Seite. Sie verdienten Geld, wenn die Kurse fielen. Steigende Preise bedeuteten für sie: wachsende Verluste. Der Anreiz zur Manipulation war also systemimmanent.

Szenario 2: Gewinnmitnahmen

Nach einem parabolischen Anstieg sind Rücksetzer nicht nur normal – sie sind unvermeidlich. Eine alte Börsenweisheit besagt, dass jede Kerze in einem parabolischen Anstieg irgendwann brechen wird. Die Frage ist nicht ob, sondern wie tief: 10, 20, 30 oder gar 40 Prozent?

Szenario 3: Trendwende

Theoretisch möglich, aber angesichts der fundamentalen Rahmenbedingungen höchst unwahrscheinlich. Dazu gleich mehr.

JP Morgan wechselt die Seiten – ein historisches Signal

Die vielleicht wichtigste Nachricht der vergangenen Wochen ist nicht der Preisanstieg selbst, sondern die Tatsache, dass sich JP Morgan und andere Großbanken nun long positionieren. Das bedeutet: Sie wetten nicht mehr gegen Silber, sondern auf steigende Kurse.

Warum ist das so bedeutsam? Weil diese Banken über Jahrzehnte hinweg die größten Bremser des Silbermarktes waren. Ihre massiven Short-Positionen wirkten wie ein Deckel auf dem Preis. Wenn dieser Deckel nun nicht nur entfernt wird, sondern die gleichen Akteure plötzlich auf der Käuferseite stehen, entsteht ein doppelter Nachfrageeffekt:

  • Wegfall des Verkaufsdrucks durch aufgelöste Short-Positionen
  • Zusätzlicher Kaufdruck durch neue Long-Positionen
  • Short-Squeeze-Potenzial für verbliebene Shortseller, die ihre Positionen eindecken müssen
  • Signalwirkung für institutionelle Anleger, die bisher abseits standen

Wenn die mächtigste Bank der Wall Street ihre Strategie um 180 Grad dreht, sollte das jeden Anleger aufhorchen lassen. Die Botschaft ist unmissverständlich: Auch die Profis haben verstanden, dass der Trend gebrochen ist.

Geopolitisches Pulverfass: Warum die Krisennachfrage erst am Anfang steht

Gold gilt seit Jahrtausenden als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Und Krisen gibt es derzeit im Überfluss. Auf dem World Economic Forum in Davos war der Grönlandkonflikt das beherrschende Thema – ein Konflikt, der die geopolitische Architektur des Westens fundamental in Frage stellt.

Doch Grönland ist nur die Spitze des Eisbergs. Die Liste der globalen Krisenherde liest sich wie ein Katalog des Schreckens:

  1. Iran-USA-Spannungen: Die Gefahr einer militärischen Eskalation ist so hoch wie seit Jahren nicht
  2. Venezuela: Politische Instabilität mit direkten Auswirkungen auf die globalen Ölmärkte
  3. Taiwan: Der schwelende Konflikt zwischen China und den USA um die Insel bleibt ein Dauerbrenner
  4. Ukraine: Keine Lösung in Sicht, stattdessen droht weitere Eskalation
  5. Kuba: Ein eventuell drohender Konflikt, der die Karibik destabilisieren könnte

Der Global Risk Report des WEF bestätigt, was aufmerksame Beobachter längst wissen: Die Welt wird nicht sicherer, sie wird gefährlicher. Und in einer solchen Welt fließt Kapital dorthin, wo es seit 5.000 Jahren sicher ist – in physische Edelmetalle.

Die japanische Zeitbombe: 7 Billionen Dollar Risiko

Während die geopolitischen Krisen die Schlagzeilen dominieren, braut sich auf der weltwirtschaftlichen Ebene eine Gefahr zusammen, die in der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird: die Anleihekrise in Japan.

Bloomberg beziffert das Risiko auf 7 Billionen Dollar. Sieben. Billionen. Eine Zahl, die so abstrakt groß ist, dass sie kaum noch greifbar erscheint. Doch die Auswirkungen wären alles andere als abstrakt – sie würden mit voller Wucht Deutschland, die USA und den gesamten Globus treffen.

Das Ganze könnte einen unaufhaltsamen Dominoeffekt auslösen. Wir erinnern uns an den Tag, als der Carry Trade die Börsen kurzfristig um 10 bis 20 Prozent einbrechen ließ.

Wer sich an den Carry-Trade-Crash erinnert, weiß, wie schnell japanische Finanzmarktturbulenzen globale Schockwellen auslösen können. Damals brachen die Börsen weltweit innerhalb von Stunden ein. Eine vollständige Anleihekrise in Japan hätte ein Vielfaches dieser Sprengkraft.

Genau in solchen Szenarien zeigt sich der wahre Wert von physischem Gold und Silber. Während Papierwerte über Nacht vernichtet werden können, bleibt das Edelmetall im Tresor unberührt von den Verwerfungen des Finanzsystems.

Das Silber-Öl-Ratio: Ein unterschätzter Preistreiber

Ein Indikator, den professionelle Rohstoffanalysten genau beobachten, ist das sogenannte Silber-Öl-Ratio. Es zeigt, wie viele Barrel Öl man für eine Unze Silber kaufen kann – und liefert damit wichtige Hinweise auf die relative Bewertung beider Rohstoffe.

Derzeit ist eine Unze Silber fast doppelt so teuer wie zwei Barrel Öl. Das klingt zunächst nach einer Überbewertung von Silber. Doch die meisten Analysten gehen davon aus, dass der Ölpreis aufgrund der Iran- und Venezuela-Spannungen massiv steigen wird. Historisch betrachtet zieht ein steigender Ölpreis den Silberpreis mit nach oben.

Die Logik dahinter ist einfach: Steigendes Öl bedeutet steigende Inflation. Steigende Inflation bedeutet steigende Nachfrage nach Inflationsschutz. Und der beste Inflationsschutz seit Menschengedenken sind Edelmetalle. Wer sich für die industrielle Dimension des Silberpreises interessiert, findet in unserem Artikel über die Auswirkungen auf die Solarindustrie weitere aufschlussreiche Details.

Silber: Die Nummer 1 unter allen Anlageklassen

Was viele nicht wissen: Silber war im Jahr 2025 das performancestärkste Anlageasset überhaupt. Nicht Bitcoin, nicht Tech-Aktien, nicht Immobilien – Silber. Das „Gold des kleinen Mannes" hat alle anderen Anlageklassen in den Schatten gestellt.

Und die Gründe, warum sich dieser Trend 2026 fortsetzen dürfte, sind vielfältig:

  • Industrielle Nachfrage: Silber ist unverzichtbar für Solarpanels, Elektronik und Medizintechnik
  • Angebotsdefizit: Seit Jahren wird mehr Silber verbraucht als gefördert
  • Investmentnachfrage: Institutionelle Anleger entdecken Silber als strategisches Asset
  • Zentralbankkäufe: Nicht nur Gold, auch Silber wird von Notenbanken akkumuliert
  • Geopolitische Absicherung: In Krisenzeiten steigt die Nachfrage nach physischem Edelmetall

Für Anleger, die den Einstieg in den Silbermarkt suchen, bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Klassische Anlagemünzen wie der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder der Känguru gehören zu den liquidesten und bekanntesten Silberprodukten weltweit. Wer britische Prägungen bevorzugt, findet in der Britannia eine exzellente Alternative, während der American Eagle und der Krügerrand ebenfalls zu den Klassikern zählen.

Prognosen 2026: Wohin geht die Reise?

Die Preisprognosen für das laufende Jahr sind ambitioniert – aber angesichts der Fundamentaldaten keineswegs unrealistisch:

  • Silber 2026: Erwartete Preisspanne zwischen 181 und 208 Dollar
  • Gold 2026: Erwartete Preisspanne zwischen 5.800 und 6.000 Dollar (konservativ geschätzt)
  • Silber bis 2030: Potenzial für über 300 Dollar pro Unze

Selbst die pessimistischste dieser Prognosen liegt deutlich über dem aktuellen Niveau. Das bedeutet: Selbst nach den jüngsten Kursanstiegen besteht noch erhebliches Aufwärtspotenzial. Rücksetzer, wie der vom 26. Januar, sollten als Kaufgelegenheiten betrachtet werden – nicht als Warnsignale.

Gold und Silber sind nichts anderes als ein Kaufkraftspeicher, der dir zeigt, wie die Fiatwährungen jeden Tag an Wert verlieren. Sie zeigen uns auch, dass die Kriegswahrscheinlichkeit immer weiter steigt. Das ist das, was Gold und Silber uns sagen wollen.

Wann verkaufen? Die entscheidende Frage

Die vielleicht wichtigste Frage, die sich Edelmetallanleger stellen, lautet nicht „Wann kaufen?", sondern „Wann verkaufen?". Und die Antwort darauf ist so einfach wie radikal: Erst wenn wir in einem neuen, gerechten Geldsystem leben.

Solange Zentralbanken ungehemmt Geld drucken, solange Staaten sich immer tiefer verschulden, solange das Fiat-Geldsystem die Kaufkraft der Bürger systematisch entwertet – so lange erfüllen Gold und Silber ihre Funktion als ultimativer Kaufkraftspeicher.

Ein Geldsystem, das wieder zugunsten der Menschen ausgerichtet ist – womöglich mit einer Golddeckung statt mit digitalem Zentralbankgeld – wäre der Zeitpunkt, an dem man über Verkäufe nachdenken könnte. Bis dahin gilt: Halten und bei Rücksetzern nachkaufen.

Auch die Entwicklungen in anderen Ländern bestätigen diesen Ansatz. Wie unser Bericht über Libanons Goldreserven zeigt, versuchen Politiker weltweit, an die Goldbestände ihrer Nationen heranzukommen – ein untrügliches Zeichen dafür, wie wertvoll diese Reserven in Krisenzeiten sind.

Der richtige Einstieg: Nicht traden, sondern investieren

Ein entscheidender Punkt, den viele Neueinsteiger missverstehen: Edelmetalle sind kein Trading-Instrument. Wer versucht, kurzfristige Schwankungen auszunutzen, wird in den meisten Fällen scheitern. Der Einbruch vom 26. Januar hat das eindrucksvoll demonstriert – er geschah in den Abendstunden, die Erholung über Nacht. Europäische Anleger hatten praktisch keine Chance, den Tiefpunkt zu erwischen.

Stattdessen sollte der Fokus auf dem langfristigen Vermögensschutz liegen. Wer physisches Silber kauft, kauft keine Spekulation – er kauft eine Versicherung gegen den Verfall des Geldsystems.

Für Einsteiger, die den ersten Schritt wagen möchten, bietet das Silber Starter-Set einen niedrigschwelligen Zugang. Wer bereits überzeugt ist und größer einsteigen möchte, findet im Silber Starterpaket S ein umfassenderes Portfolio. Und für diejenigen, die Silber auch als Krisenvorsorge und Tauschmittel betrachten, ist das Silber-Tauschmittelpaket die konsequente Wahl.

Fazit: Die Zeichen stehen auf Sturm – und Silber ist der Anker

Fassen wir zusammen, was die aktuelle Lage für Edelmetallanleger bedeutet:

  1. Die Großbanken haben kapituliert – JP Morgan wechselt von Short auf Long
  2. Geopolitische Krisen eskalieren – von Grönland über Iran bis Taiwan
  3. Die japanische Anleihekrise droht einen globalen Dominoeffekt auszulösen
  4. Das Silber-Öl-Ratio signalisiert weiteres Aufwärtspotenzial
  5. Rücksetzer sind Kaufgelegenheiten – nicht Warnsignale
  6. Die Prognosen sehen Silber bei 181-208 Dollar noch in diesem Jahr

Wer heute noch nicht in Silber investiert ist, sollte sich eine fundamentale Frage stellen: Wenn selbst JP Morgan – die Bank, die jahrzehntelang gegen Silber gewettet und dafür fast eine Milliarde Dollar Strafe gezahlt hat – nun auf steigende Kurse setzt, welchen Grund gibt es dann noch, abseits zu stehen?

Die Geschichte des Geldes lehrt uns eine einfache Wahrheit: Jede Papierwährung ist irgendwann gescheitert. Jede. Ohne Ausnahme. Gold und Silber hingegen haben jede Krise, jeden Krieg, jeden Währungszusammenbruch überdauert. Sie sind nicht nur Rohstoffe oder Anlageprodukte – sie sind die älteste und bewährteste Form der Wertaufbewahrung, die die Menschheit kennt.

Übrigens: Auch als Geschenk mit bleibendem Wert eignet sich Silber hervorragend. Ein 50g Silberherz oder ein 100g Silberherz verbindet emotionalen Wert mit echtem Substanzwert – eine Kombination, die kein Papiergeld der Welt bieten kann.

Die Wetten der Shortseller platzen. Die Großbanken wechseln die Seiten. Die Krisen verschärfen sich. Und Silber steht erst am Anfang seiner Reise. Die Frage ist nicht mehr, ob man einsteigen sollte – sondern nur noch, wie schnell.