ÖRR-Glaubwürdigkeitskrise: Ex-ProSieben-Chef analysiert Systemversagen
Es gibt Sätze, die bleiben hängen. Weil sie roh sind, unlektoriert, ohne den Weichspüler der Öffentlichkeitsarbeit. „Die Glaubwürdigkeit ist im Arsch." Das sagt kein Wutbürger aus dem Kommentarbereich. Das sagt ein Mann, der Jahrzehnte lang selbst darüber entschieden hat, was Millionen Deutsche abends im Fernsehen zu sehen bekamen.
Boris Brandt war Programmdirektor bei ProSieben. Er hat über 50 Eigenproduktionen verantwortet, TV Total mit auf den Weg gebracht und als erster Programmdirektor weltweit Big Brother eingekauft. Später führte er Endemol Deutschland. Wer so jemanden reden hört, der hört nicht die Außenperspektive eines Kritikers – er hört die Innenperspektive eines Mannes, der die Maschine von innen kannte, bevor sie ins Rutschen kam.
Vom Maschinenraum des Mainstreams zur kritischen Öffentlichkeit
Die Geschichte, die Brandt erzählt, ist deshalb so unbequem für die etablierten Häuser, weil sie nicht aus dem Ressentiment kommt. Er macht das alte System gar nicht schlecht. Im Gegenteil: „Ich könnte nichts Schlechtes darüber sagen", sagt er über seine Zeit bei den Sendern. Tolle Jobs, tolle Kollegen, große Freiheiten.
Und genau das macht seine Diagnose so schwer wegzuwischen. Denn wer die goldene Zeit erlebt hat, merkt am deutlichsten, wann etwas kippt.
„Zu meiner Zeit gab es, ich schwöre, keinen Einfluss von irgendwelchen oberen in Richtung Politik. Deswegen gibt's bei uns Report, Panorama, Monitor."
Die Aufgabe der Medien war klar definiert: den Mächtigen auf die Finger schauen. Nicht mitregieren. Nicht erziehen. Nicht moralisieren. Sondern kontrollieren. Diese Rolle, so Brandt, sei in den vergangenen Jahren systematisch aufgegeben worden.
Das Wort, das alles veränderte: „alternativlos"
Brandt macht einen überraschend präzisen Ausgangspunkt aus. Kein Ereignis, keine Verschwörung, sondern ein einzelnes Wort. Angela Merkels Lieblingsvokabel: alternativlos.
„Sie hat ein Wort eingeführt, was es nicht gibt. Wenn etwas alternativlos ist, muss man sich nicht mehr mit den Alternativen auseinandersetzen. Es gibt dumme Alternativen, blöde Alternativen, sinnlose Alternativen – aber es gibt keine Alternativlosigkeit. Punkt."
Man kann diese Beobachtung nicht hoch genug gewichten. Denn sie beschreibt exakt den Mechanismus, der weit über die Medien hinausreicht – bis tief in die Finanz- und Geldpolitik hinein.
Die Bankenrettung? Alternativlos. Die Eurorettung mit Billionen an Garantien? Alternativlos. Die Nullzinspolitik der EZB, die jahrelang die Sparer enteignet hat? Alternativlos. Die Lockdowns? Selbstverständlich alternativlos.
Wer dieses Wort in den politischen Wortschatz einführt, schafft etwas Perfides: Er erklärt die Debatte für beendet, bevor sie begonnen hat. Und die Medien, die eigentlich Gegenmacht sein sollten, haben diesen Rahmen nicht nur akzeptiert – sie haben ihn übernommen und weitergetragen.
Warum das für Ihr Vermögen relevant ist
Sie fragen sich vielleicht, was das mit Edelmetallen zu tun hat. Sehr viel. Denn wer einer Öffentlichkeit erklärt, es gebe zu einer Geldpolitik keine Alternative, der erklärt indirekt auch: Es gibt keine Alternative zum Papiergeld. Keine Alternative zur schleichenden Entwertung. Keine Alternative zum Vertrauen in Institutionen.
Doch die Alternative existiert – und zwar seit über 5.000 Jahren. Physisches Gold ist die älteste Währung der Menschheit. Es hat jedes Imperium, jede Papierwährung und jede politische Erzählung überlebt. Wer sich mit Goldmünzen oder Goldbarren beschäftigt, betreibt im Grunde nichts anderes als das, was Brandt für den Journalismus fordert: Er stellt Fragen und akzeptiert keine Alternativlosigkeit.
Corona: Als das Fragenstellen zur Straftat wurde
Der eigentliche Bruch kam, da ist Brandt unmissverständlich, mit der Pandemie. Nicht schleichend, sondern in Rekordzeit.
„Innerhalb von zwei Wochen warst du in deren Augen ein Ausgegrenzter, wenn du Fragen gestellt hast. Unsere einzige Aufgabe ist es nicht, was besser zu wissen. Aber wir müssen Fragen stellen. Wir dürfen niemals verlernen, Fragen zu stellen."
Brandt beschreibt, wie ihn und seine Familie das persönlich getroffen hat. Er war damals elf Jahre lang für das gesamte Entertainment auf 14 Kreuzfahrtschiffen verantwortlich. Ein Mann des Showgeschäfts, nach eigener Aussage „eher unpolitisch" – Singen, Klatschen, Tanzen, gute Laune.
Dann kam die Entscheidung der Familie: Keine Impfung, bevor man nicht genau weiß, was los ist. Die Konsequenz folgte binnen Tagen.
„Wir wurden in Sekunden fallen gelassen. Wie eine glühend heiße Kohle. Wir haben die Hälfte unserer Bekannten verloren. Und sie haben unsere Kinder bis kurz vor die Nadel getrieben – die waren kurz davor, das sogar hinter unserem Rücken zu machen."
Wer das gelesen hat und ehrlich mit sich ist, erkennt darin ein Muster wieder. Millionen Deutsche haben in dieser Zeit erlebt, wie Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn zu Ausgestoßenen erklärt wurden. Wie Karrieren zerbrachen. Wie Beziehungen endeten.
Das Versagen der Kunst- und Kulturszene
Besonders scharf geht Brandt mit einer Berufsgruppe ins Gericht, die traditionell für Systemkritik stand: den Künstlern und Comedians.
„Das ist ein widerwärtiges Versagen der Kunstszene. Diese ganze Künstler-Mischpoke, die jetzt wieder beim Fernsehpreis – jeder muss auf der Bühne noch mal irgend so ein Political-Correctness-Statement machen, damit wir dazugehören. Nix seid ihr. Ihr seid Heulsusen, Nachmacher und Feiglinge."
Die Kritik trifft einen wunden Punkt. Wer sich jahrzehntelang als Stachel im Fleisch der Macht inszeniert hat, um dann im entscheidenden Moment bedingungslos auf Regierungslinie zu gehen – der hat sein moralisches Kapital verspielt. Und zwar nachhaltig.
Die rühmliche Ausnahme, die Brandt ausdrücklich nennt: Dieter Bohlen. Die beiden kennen sich seit 1986, damals bei der Plattenfirma Teldec. „Der Typ ist ein Wadenbeißer vom Allerfeinsten", sagt Brandt – und meint es als höchstes Lob. „Der hat sich nicht kaufen lassen. Never ever. Der ist sich selber treu geblieben."
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk: 8,5 Milliarden für eine Meinung
Interessant ist Brandts differenzierte Position zum ÖRR. Er ist eben kein Abrissbirnen-Typ. Er sagt ausdrücklich: „Ich bin grundsätzlich begeistert von öffentlich-rechtlichem Rundfunk. Ich finde das richtig gut."
Der Gedanke einer Grundversorgung für Menschen, die sich keine teuren Medienabos leisten können, ist für ihn wertvoll. Das Problem ist ein anderes.
„Seit der Coronazeit haben sich diese Medien zusammengetan mit den großen traditionellen Pressehäusern und haben alle das Gleiche gemacht. Damit ist die Hälfte der Rundfunkgebühr hinfällig, weil wir die andere Seite nie erzählt kriegen."
Sein Vorschlag ist so einfach wie radikal: Die Hälfte des Rundfunkbeitrags sollte in die freien Medien fließen – verteilt nach Reichweite und Leistung. Nicht als Verbot der Tagesschau, sondern als Ergänzung.
- 8,5 Milliarden Euro fließen jährlich in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
- Trotz Milliardenetats laufen dem System die Zuschauer davon
- Aufwendig produzierte Community-Formate des NDR erreichen kaum jemanden – weil nur Gäste mit der „richtigen Haltung" eingeladen werden
- Gleichzeitig erreichen unabhängige Kanäle mit Neonröhren aus dem Baumarkt und einem selbst aufgehängten Mikrofon Hunderttausende
Brandt macht sich über seine eigene Ausstattung lustig: Die Wand hat er selbst beklebt, zwei billige Neonlampen aus Holland, das Mikrofon selbst montiert. „Das können die alle gar nicht. Und sie wollen es auch nicht."
Seine Prognose: Der Apparat ist wie ein riesiger Tanker. Der hält nicht einfach an, der rollt lange aus. Aber die Richtung ist klar.
„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der jetzigen Form ist im Prinzip tot. Die Menschen hören ja nicht mehr drauf."
„Kauft nicht bei…" – Die Anatomie einer Werbeboykott-Kampagne
Der vielleicht brisanteste Teil des Gesprächs betrifft eine Kampagne der NGO Campact. 90 Unternehmen wurden angeschrieben mit der Aufforderung, Werbung auf insgesamt 62 YouTube-Kanälen zu sperren. Darunter: Apollo News, Tichys Einblick, die Weltwoche und Kanäle von AfD-Politikern.
Rund 20 Unternehmen – darunter Aldi, dm und Edeka – sollen ihre Sperrlisten angepasst haben. Einige ruderten später zurück.
Brandt hat, was in diesem Land selten geworden ist, schlicht zum Telefon gegriffen und recherchiert. Bei Procter & Gamble. Bei einer großen Mediaagentur. Bei dm. Das Ergebnis ist bemerkenswert.
- Procter & Gamble: Hat mit der Sache nichts zu tun. Keine Marke ist mit einem Bann belegt.
- Die Mediaagentur: Solche Banns gibt es vereinzelt – aber grundsätzlich nicht in dieser Form.
- dm: Wurde weder gefragt noch informiert. Es gibt keine entsprechenden Bannlisten.
Was bleibt, ist ein Trick. Große Marken schalten grundsätzlich keine Werbung bei Parteien – egal ob AfD, SPD, CDU oder Grüne. Auf diese banale Tatsache wurde eine Kampagne aufgebaut, die suggerierte, Unternehmen hätten sich bewusst gegen bestimmte Medien entschieden.
„Und wenn sich dann jemand beschwert und der dm-Mensch sagt: Freunde, was macht ihr denn da? – dann sagen die: Wieso, sind Sie etwa dafür, bei diesen Kanälen Werbung zu schalten?"
Brandt zieht einen Vergleich, der sitzt: „Das ist genau die Methode wie früher die Männer mit den grauen Mänteln und den hochgeschlagenen Kragen an der Tür: Sie gucken Westfernsehen? Ihr Kind geht doch in die Schule…"
Für unabhängige Medien ist das existenzbedrohend. Der Chefredakteur von Apollo News beziffert den Werbeanteil an den Einnahmen auf rund 50 Prozent. Wer die Werbung abdreht, dreht die Meinung ab. Ohne Zensurgesetz, ohne Gerichtsverfahren, ohne Debatte.
Die Transparenzlücke bei NGOs
Ein konkreter Lösungsvorschlag aus dem Gespräch verdient breitere Aufmerksamkeit. Parteien müssen Spenden ab 10.000 Euro offenlegen. NGOs hingegen erst ab 10 Prozent ihrer Gesamtspendeneinnahmen.
Rechnen wir das durch: Eine NGO mit 6 Millionen Euro Jahresbudget kann bis zu 599.000 Euro aus einer einzigen Quelle empfangen – völlig anonym. Fließt dieses Geld anschließend in politische Kampagnen, haben wir faktisch verdeckte Parteienfinanzierung über Umwege.
Genau hier liegt die Sollbruchstelle. Wer bezahlt eigentlich die Empörung?
Sachsen-Anhalt: Wenn ein Bundesland aufwacht
Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt liefert eine Zahlenreihe, die man erst einmal sacken lassen muss:
- 43,8 Prozent für die AfD
- 38 von 41 Wahlkreisen direkt gewonnen
- Wahlbeteiligung von rund 60 auf 78 Prozent gestiegen
- Rund 100.000 Nichtwähler gingen erstmals wieder zur Urne
Was auch immer man politisch davon hält – demokratietheoretisch ist das bemerkenswert. Eine Bevölkerung, die man jahrelang für politikverdrossen hielt, ist massenhaft zur Wahl gegangen.
Brandt hat, und das ist journalistisch ungewöhnlich gründlich, sämtliche Wahlprogramme gelesen. Nicht nur eines. Alle.
„Wie kann es sein, dass da fünf, sechs Parteien antreten und nur einen Programmpunkt haben – nämlich gegen die AfD? Und dann hast du den, gegen den alle sind, der stellt sich hin und sagt: Wir würden gerne was fürs Volk machen."
Sein Bild dafür ist der Supermarkt. „Ich kann auch nicht in einen Supermarkt gehen und jemanden anscheißen, weil da Sauerkraut steht, nur weil ich das nicht mag. Und wenn der Supermarkt anfängt, mir vorzuschreiben, was ich kaufen darf – dann bin ich raus."
Kritisch bleibt er dennoch. Er fordert, zweifelhafte Lebensläufe in den eigenen Reihen nicht zu dulden, und wünscht sich weniger Schlagworte, mehr ausformulierte Positionen. Beispiel EU-Austritt: „Austritt aus der EU, wie sie jetzt ist – dafür bin ich zu hundert Prozent. Manchmal sind es wenige Worte, die Sachen anders darstellen lassen."
Krieg, Fahne und ein bitterer Widerspruch
Eine der schärfsten Passagen des Gesprächs betrifft die zunehmende Kriegsrhetorik in Europa. Brandt formuliert einen Widerspruch, der vielen auf der Zunge liegt, den aber kaum jemand ausspricht:
„Die haben uns doch gerade die deutsche Fahne ausgeprügelt, die letzten vier Jahre in der Ampel. Jetzt sollen wir plötzlich für die deutsche Fahne in den Krieg gehen? Wie blöd müsst ihr sein? Kein Mensch wird da antreten. Von den Politikern ist keiner dabei, und von der ganzen Woke-Community ist auch keiner dabei."
Dass ausgerechnet die Kulturkontakte zwischen Deutschland und Russland gekappt wurden, hält Brandt für strategisch dumm. Der dünnste Faden der Kommunikation sei durchtrennt worden. „Sie haben als Einzige noch auf dem Zettel, dass es zur Politik dazugehört, auch zu sprechen und sich diplomatisch zu verhalten."
Warum Krisenrhetorik und Vermögensschutz zusammengehören
Kriege sind teuer. Sie werden über Schulden finanziert, über Notenpressen, über Sondervermögen. Und historisch gesehen hat jede Kriegsfinanzierung am Ende zur Entwertung der jeweiligen Währung geführt.
Wer die aktuelle Aufrüstungsdebatte in Europa verfolgt und gleichzeitig auf die Schuldenstände blickt, sollte sich eine nüchterne Frage stellen: Welcher Teil meines Vermögens ist eigentlich unabhängig von politischen Entscheidungen?
Genau deshalb beobachten Anleger derzeit sehr genau, wie sich der Markt entwickelt. Die Analyse, warum Gold um die 4.000er-Marke zittert, die Bodenbildung aber standhält, zeigt einen Markt, der strukturell gefestigt ist. Und auch die Debatte über goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zum Goldstandard ist längst keine Randnotiz mehr.
Papier oder physisch? Die entscheidende Unterscheidung
Brandts Kernthese lautet: Vertraue nicht blind, prüfe selbst. Genau dieses Prinzip gilt eins zu eins beim Vermögensschutz.
Denn es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen einem Zertifikat, das Gold verspricht, und einer Münze, die Sie in der Hand halten. Die Frage, ob das Comeback des Papiergolds tatsächlich Sicherheit bietet, ist noch immer nicht befriedigend beantwortet.
Physisches Edelmetall kennt keine Bannliste. Es kennt keinen Faktenchecker. Es kennt keine Redaktionskonferenz, die entscheidet, ob es heute erwähnt werden darf.
Für Einsteiger bieten sich klassische Anlagemünzen an, die weltweit bekannt und jederzeit handelbar sind:
- Der Maple Leaf aus Kanada – mit 999,9er Feingold eine der reinsten Anlagemünzen der Welt
- Der Wiener Philharmoniker – Europas meistverkaufte Goldmünze
- Der Krügerrand 2026 – der Klassiker schlechthin, seit 1967 der Maßstab
- Der American Eagle und die Britannia für angelsächsische Prägungen
- Die Lunar-Serie, das Känguru und der China Panda für Sammler mit Sinn für Motivwechsel
Wer kleinteilig einsteigen möchte, findet Möglichkeiten bereits im dreistelligen Bereich – etwa mit dem 1-Gramm-Maple-Leaf oder dem 0,5g Gold Deutscher Adler. Für Liebhaber mit einem Sinn für Symbolik gibt es die streng limitierte 0,5g Gold Deutsche Mark 2026 in Reverse Proof – ein augenzwinkerndes Statement zur Frage, welches Geld eigentlich Bestand hatte. Oder, passend zum Auf und Ab der Märkte, die Ausgabe Bulle und Bär in Polierter Platte.
Wie schnell übrigens auch beim Thema Gold die Desinformation greift, zeigt ein anderer Fall aus dem Sommer: Der Goldzähne-Vorwurf gegen die Schweiz, bei dem sich ein Influencer vor laufender Kamera blamierte. Auch hier gilt: prüfen, nicht glauben.
„Deutschland heute" – die Sendung, die es nicht gibt
Am Ende des Gesprächs wird Brandt konkret. Was würde er sofort ändern, hätte er wieder die Macht dazu? Seine Antwort ist verblüffend unspektakulär – und genau deshalb überzeugend.
Eine Sendung. Sonntagabend, 20:15 Uhr. Titel: „Deutschland heute". Am Tisch sitzen keine Experten. Sondern normale Menschen.
„Ich glaube an die Sexiness und an die Kraft der normalen Menschen. Das Expertentum hat das Fernsehen kaputt gemacht. Das sind alles keine Experten, die da aussagen – ob Klima, Migration oder sonst was. Das ist fake."
Ein Linker. Ein Rechter. Jemand, der noch an die Kirche glaubt. Eine Stunde lang, moderiert von jemandem, der möchte, dass alle gut rüberkommen. Über die Frage, wo wir stehen und was besser werden muss.
Klingt banal? Genau das ist der Punkt. Es fehlt.
Die Kirche, die ihre Türen schloss
Zum Schluss noch eine Zahl, die als Symptom für etwas Größeres steht: Seit dem Jahr 2000 haben rund 17 Millionen Menschen in Deutschland die Kirche verlassen. Brandt hat dafür eine Erklärung, die schmerzhaft klar ist:
„Die Kirche hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Türen zu Corona verschlossen und hat sich auf eine Seite gestellt. Das finde ich total asozial. Deswegen hat sie jeden verlorenen Kunden absolut verdient."
Institutionen, die in der Krise ihre Kernaufgabe verweigern, verlieren ihre Legitimation. Das gilt für Kirchen. Das gilt für Medien. Und das gilt für Währungssysteme.
Was bleibt: Prüfen, vergleichen, selbst entscheiden
Brandts Botschaft ist am Ende erstaunlich versöhnlich. Er will nichts verbieten. Er sagt nicht: Schaut keine Tagesschau. Er sagt:
„Guckt gerne die Tagesschau – aber dann prüft den Inhalt. Und guckt euch in den freien Medien an, was da gesagt wird. Dann vergleicht. Dann prüft vielleicht selber ein bisschen. Und danach könnt ihr von selber entscheiden."
Das ist keine Radikalität. Das ist die Grundhaltung des mündigen Bürgers.
Und sie lässt sich eins zu eins auf Ihr Vermögen übertragen. Prüfen Sie, was Ihnen verkauft wird. Vergleichen Sie Papierversprechen mit physischem Besitz. Und entscheiden Sie selbst, welcher Teil Ihres Ersparten außerhalb der Reichweite von Notenbanken, Regierungen und Krisenrhetorik liegen soll.
Denn eines hat die Geschichte seit Jahrtausenden gezeigt: Erzählungen ändern sich. Gold nicht.



