20 Euro Goldmünze Deutscher Wald
Sechs Bäume in Gold.


Von 2010 bis 2015 gab die Bundesrepublik jedes Jahr eine 20‑Euro‑Goldmünze heraus, jede mit dem Blatt oder Zweig eines anderen Baumes.
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1/8 Unze Gold 20 Euro - Deutscher Wald (Buche 2011)
1/8 Unze Gold 20 Euro - Deutscher Wald (Linde 2015)
1/8 Unze Gold 20 Euro - Deutscher Wald (Eiche 2010)
1/8 Unze Gold 20 Euro - Deutscher Wald (Kiefer 2013)
1/8 Unze Gold 20 Euro - Deutscher Wald (Kastanie 2014)
Von der Eiche bis zur Linde
Ein Herbarium aus Gold.
Jede Münze trägt ein einziges Blatt oder einen Zweig. Oben steht im Bogen „Deutscher Wald“, unten der Name des Baumes.

Eiche
2010
Entwurf: Heinz Hoyer
Die erste 20‑Euro‑Goldmünze der Bundesrepublik. Ihr Blatt kennt man vom Kleingeld: Die deutschen 1‑, 2‑ und 5‑Cent‑Münzen zeigen einen Eichenzweig.

Buche
2011
Entwurf: Frantisek Chochola
Ohne Zutun des Menschen wäre die Rotbuche auf zwei Dritteln der Fläche Deutschlands der prägende Baum. Zwei Tage nach der Münze nahm die UNESCO fünf alte Buchenwälder in Deutschland ins Weltnaturerbe auf.

Fichte
2012
Entwurf: Frantisek Chochola
Als die Münze 2012 erschien, war die Fichte der häufigste Baum im deutschen Wald. Stürme, Dürre und Borkenkäfer haben ihr seither viel Fläche genommen, heute steht sie an zweiter Stelle.

Kiefer
2013
Entwurf: Frantisek Chochola
Heute der häufigste Baum im deutschen Wald, zu Hause vor allem im Tiefland von Niedersachsen bis Brandenburg. Vorgestellt wurde die Münze in Bad Freienwalde in Brandenburg.

Kastanie
2014
Entwurf: Heinz Hoyer
Das Blatt mit sieben Fingern gehört der Rosskastanie, die ursprünglich vom Balkan stammt. Brauer pflanzten sie gern auf ihre Bierkeller, weil ihre großen Blätter den Boden darüber schattig und kühl hielten.

Linde
2015
Entwurf: Frantisek Chochola
Mit ihr endete die Serie. Unter Gerichtslinden wurde im Mittelalter Recht gesprochen, und ihr Holz lässt sich so gut bearbeiten, dass Bildschnitzer es schätzen.
Alle sechs: 1/8 Unze Feingold (3,89 g, 999,9), 17,5 mm, Stempelglanz. Jeder Jahrgang wurde zu gleichen Teilen in Berlin, München, Stuttgart, Karlsruhe und Hamburg geprägt, zu erkennen am Münzzeichen A, D, F, G oder J.
Die Hauptbaumarten
Vier der sechs Münzbäume prägen unseren Wald.
Knapp ein Drittel Deutschlands ist Wald. Kiefer, Fichte, Buche und Eiche nehmen davon zusammen gut 70 Prozent ein.
- Kiefer: 21,8 %
- Fichte: 20,9 %
- Buche: 16,6 %
- Eiche: 11,5 %
Woher das Wort kommt
Das Silber brauchte den Wald.
1713 erschien die „Sylvicultura oeconomica“ von Hans Carl von Carlowitz, Oberberghauptmann im sächsischen Freiberg. Sie gilt als das erste geschlossene Werk über die Forstwirtschaft.
Bergwerke und Schmelzhütten im Erzgebirge, darunter die Silbergruben um Freiberg, verbrauchten so viel Holz, dass es knapp wurde. Carlowitz verlangte deshalb, nur so viel zu schlagen, wie wieder nachwächst.

„… daß es eine continuirliche beständige und nachhaltende Nutzung gebe …“
Sylvicultura oeconomica, Leipzig 1713. Digitalisat: SLUB DresdenDieser Satz gilt als Geburtsstunde eines Begriffs: Nachhaltigkeit.
Auch die Münzserie hat einen Auftrag. Sie soll, so das Bundesfinanzministerium, „das Gefühl und die Erkenntnis für den Schutz unserer Wälder wecken und stärken helfen“.
Nach dem Wald kamen die Vögel.
Von 2016 bis 2021 zeigte die 20‑Euro‑Goldmünze heimische Vögel, von der Nachtigall bis zum Schwarzspecht.
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Jetzt Angebot anfordernEin einzelnes Eichenblatt, ein Fichtenzweig, das herzförmige Blatt der Linde – kaum eine deutsche Goldmünze erzählt so viel Heimatgefühl auf so wenig Raum wie die 20-Euro-Goldmünze „Deutscher Wald“. Zwischen 2010 und 2015 gab die Bundesrepublik Deutschland sechs Ausgaben dieser Serie heraus, jede gewidmet einer heimischen Baumart. Diese Übersicht erklärt Geschichte und Motive der Reihe, die technischen Daten der einzelnen Prägungen, die Rolle der fünf deutschen Prägestätten sowie steuerliche und praktische Fragen rund um Kauf, Lagerung und Sammlung.
Die Serie „Deutscher Wald“ im Überblick
Die Reihe markiert einen kleinen Meilenstein der deutschen Numismatik: Mit der Eiche 2010 erschien erstmals eine 20-Euro-Goldmünze der Bundesrepublik. Herausgegeben wurde sie von der damaligen Verkaufsstelle für Sammlermünzen, die heute unter dem Namen Münze Deutschland firmiert. Über sechs Jahrgänge hinweg entstand so ein geschlossenes Ensemble aus sechs Motiven – ein Sammelgebiet mit klarem Anfang und Ende, das gerade wegen seiner Abgeschlossenheit bei Sammlern beliebt ist.
Anders als reine Anlagebarren verbindet die Serie zwei Welten: Sie besteht aus reinem Feingold und folgt damit dem Goldpreis, trägt aber zugleich einen erzählerischen, sammelwürdigen Charakter. Wer sich für weitere deutsche Goldmünzen interessiert, findet in dieser Reihe einen besonders zugänglichen Einstieg. Fortgesetzt wurde die Idee ab 2016 mit der thematisch verwandten Serie Heimische Vögel, die das Konzept der 20-Euro-Goldmünze weiterführte.
Das Wichtigste in Kürze
- Sechs Ausgaben von 2010 bis 2015, je einer Baumart gewidmet
- Erste 20-Euro-Goldmünze der Bundesrepublik Deutschland
- 999,9er Feingold, 3,89 g, entspricht 1/8 Unze
- Auflage je 200.000 Stück, Gesamtauflage 1.200.000 Exemplare
- Geprägt in allen fünf staatlichen deutschen Prägestätten
Die sechs Motive und ihre Baumarten
Alle Münzen folgen einem einheitlichen Designkonzept, das den Seriencharakter unterstreicht: Die Motivseite zeigt jeweils ein einzelnes, detailreich ausgearbeitetes Blatt – bei den Nadelbäumen einen Zweig. Darüber steht der Schriftzug „DEUTSCHER WALD“, darunter der Name des dargestellten Baumes. Die übrige Fläche bleibt bewusst frei, was dem Motiv eine ruhige, fast minimalistische Wirkung verleiht. Gestaltet wurden die Motive von den Künstlern Heinz Hoyer und Frantisek Chochola.
- 2010 – Eiche: Der Auftakt der Serie, gewidmet dem symbolträchtigsten Baum Deutschlands. Ein kräftig gewölbtes Eichenblatt, das für Standhaftigkeit und Beständigkeit steht.
- 2011 – Buche: Ein fein geädertes, ovales Buchenblatt mit glattem Rand – die Buche zählt zu den häufigsten Laubbäumen der heimischen Wälder.
- 2012 – Fichte: Ein Nadelzweig mit den typischen kurzen, spitzen Nadeln. Die Fichte gilt als wirtschaftlich bedeutendster Nadelbaum Deutschlands.
- 2013 – Kiefer: Ein charakteristischer Nadelbüschel, klar strukturiert dargestellt. Die Kiefer ist besonders genügsam und weit verbreitet.
- 2014 – Kastanie: Ein großes, markant gezacktes Kastanienblatt – ein vertrautes Bild in Parks und Alleen.
- 2015 – Linde: Das herzförmige Lindenblatt mit feinen Nervenbahnen bildete den Abschluss der Reihe.
Die Kehrseite ist bei allen Ausgaben identisch gestaltet. Sie zeigt den deutschen Bundesadler, umrahmt von den zwölf Europasternen, dazu den Schriftzug „BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, die Jahreszahl, den Nennwert 20 Euro sowie das jeweilige Prägezeichen. Dieses gleichbleibende Erscheinungsbild sorgt über die gesamte Serie hinweg für einen hohen Wiedererkennungswert.
Ein Wald in Gold gegossen – sechs Blätter, sechs Jahre, eine geschlossene Geschichte deutscher Natur.
Technische Daten und die Besonderheit der 1/8-Unze
Alle sechs Ausgaben teilen dieselben physischen Eigenschaften. Sie bestehen aus 999,9er Feingold und wiegen jeweils 3,89 Gramm, was einem Feingewicht von einer 1/8 Unze entspricht. Der Durchmesser beträgt 17,5 Millimeter, die Stärke rund 1,15 Millimeter, der Münzrand ist geriffelt. Ausgegeben wurden die Münzen in Stempelglanz-Qualität.
Die Stückelung von 1/8 Unze ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Die meisten internationalen Anlagemünzen wie der Krügerrand, der Maple Leaf oder der Wiener Philharmoniker setzen auf gängige Teilstückelungen wie 1/10, 1/4 oder 1/2 Unze. Die 1/8 Unze macht die Serie „Deutscher Wald“ unverwechselbar und schafft ein handliches Format, in dem das Blattmotiv gut zur Geltung kommt. Wer eher auf klassisches Anlagegold setzt, findet mit kleinen Goldbarren eine alternative Einstiegsgröße.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Nennwert | 20 Euro |
| Material | 999,9er Feingold |
| Gewicht | 3,89 g (1/8 Unze) |
| Durchmesser | 17,5 mm |
| Stärke | ca. 1,15 mm |
| Münzrand | geriffelt |
| Prägequalität | Stempelglanz |
| Auflage je Jahrgang | 200.000 Stück |
Die fünf deutschen Prägestätten und ihre Münzzeichen
Eine Besonderheit deutscher Münzen ist die Beteiligung mehrerer Prägestätten – Deutschland ist das einzige Land der Eurozone, das seine Münzen an mehreren Standorten prägen lässt. An der Serie „Deutscher Wald“ waren alle fünf staatlichen Prägestätten beteiligt, die Gesamtauflage verteilte sich zu gleichen Teilen auf sie. Das jeweilige Münzzeichen auf der Wertseite verrät, wo eine Münze entstanden ist – ein Detail, das viele Sammler gezielt komplettieren.
- A – Staatliche Münze Berlin
- D – Bayerisches Hauptmünzamt, München
- F – Staatliche Münzen Baden-Württemberg, Standort Stuttgart
- G – Staatliche Münzen Baden-Württemberg, Standort Karlsruhe
- J – Hamburgische Münze
Für Sammler eröffnet dieses System eine zusätzliche Ebene: Wer möchte, komplettiert nicht nur die sechs Baumarten, sondern strebt sämtliche Prägezeichen an. Damit wächst eine überschaubare Sechser-Reihe schnell zu einer umfangreicheren Sammlung. Weitere Prägungen deutscher Traditionshäuser finden sich auch bei den Goldmünzen des Deutschen Kaiserreichs und in der Kategorie Goldmark.
Sammlerwert und Marktbedeutung
Die Serie genießt einen guten Ruf, weil sie zwei Anlegertypen zugleich anspricht. Einerseits folgt der Wert dem reinen Goldpreis, sodass die Münzen meist nahe am Materialwert gehandelt werden. Andererseits verleiht die abgeschlossene, rein deutsche Ausgabepolitik ihnen einen sammlerischen Reiz, der über den Goldgehalt hinausgeht. Die durchnummerierten Zertifikate der frühen Jahrgänge tragen zusätzlich zum Charme bei.
Weil jede Ausgabe auf 200.000 Exemplare begrenzt war, ist das Angebot endlich – die Serie wird nicht fortgeführt und kann daher auch nicht „verwässert“ werden. Konkrete Wertentwicklungen lassen sich naturgemäß nicht vorhersagen, und diese Übersicht stellt keine Anlageberatung dar. Wer die Serie als Baustein einer breiteren Edelmetallanlage betrachtet, kombiniert sie häufig mit Goldbarren oder international etablierten Anlageklassikern wie dem Vreneli.
Steuerliche Behandlung von Anlagegold
Für Goldmünzen gilt in Deutschland eine für Anleger attraktive Regelung. Als Anlagegold sind die Münzen der Serie „Deutscher Wald“ grundsätzlich von der Umsatzsteuer befreit. Anlagegold umfasst Goldmünzen mit einem Feingehalt von mindestens 900/1000, die nach 1800 geprägt wurden, gesetzliches Zahlungsmittel waren oder sind und deren Verkaufspreis den Goldwert nicht wesentlich übersteigt – Kriterien, die diese Serie erfüllt.
Steuerlicher Hinweis
Anlagegold ist beim Kauf in Deutschland umsatzsteuerbefreit. Wird physisches Gold länger als ein Jahr im Privatbesitz gehalten, ist ein späterer Verkauf nach aktueller Rechtslage steuerfrei. Diese Angaben ersetzen keine individuelle Steuerberatung.
Diese Kombination aus Umsatzsteuerbefreiung und möglicher Steuerfreiheit nach Ablauf der Haltefrist macht physisches Gold für viele Anleger interessant. Wer sein Gold systematisch aufbauen möchte, findet in Sparplan-Produkten eine strukturierte Herangehensweise.
Echtheit, Aufbewahrung und Pflege
Aufgrund des kleinen Formats und des hohen Wertes pro Münze lohnt sich ein sorgfältiger Umgang. Die Echtheit lässt sich anhand mehrerer Merkmale einschätzen: das exakte Gewicht von 3,89 Gramm, der Durchmesser von 17,5 Millimeter, die geriffelte Randgestaltung sowie das mitgelieferte Zertifikat mit Angaben zur Prägestätte. Seriöse Händler prüfen Edelmetalle nach standardisierten Verfahren, bevor sie in den Verkauf gehen.
Richtige Lagerung
Goldmünzen sollten möglichst berührungsarm und geschützt gelagert werden. Ideal sind einzelne Münzkapseln, die vor Kratzern und Fingerabdrücken schützen. Für eine komplette Serie bietet sich eine Münzkassette an, in der die sechs Ausgaben geordnet aufbewahrt werden – einige Sätze wurden seinerzeit sogar in einer eigens gefertigten Holzbox aus deutscher Buche geliefert.
Umgang mit den Münzen
Da Feingold ein vergleichsweise weiches Metall ist, sollten die Münzen nur am Rand und idealerweise mit Baumwollhandschuhen angefasst werden. Von einer Reinigung ist grundsätzlich abzuraten, da sie die Oberfläche beschädigen und den Sammlerwert mindern kann. Weiteres Aufbewahrungszubehör findet sich in der Kategorie Zubehör.
Für wen sich die Serie eignet
Die 20-Euro-Goldmünze „Deutscher Wald“ spricht eine breite Zielgruppe an. Für Einsteiger ist sie durch das kleine 1/8-Unzen-Format und den vergleichsweise moderaten Kapitaleinsatz ein zugänglicher Weg in physisches Gold. Für Sammler bietet sie mit sechs Motiven und fünf Prägezeichen ein reizvolles, klar begrenztes Sammelgebiet. Und wer deutsche Prägekunst und heimische Natur schätzt, findet in ihr ein Stück Gold mit emotionalem Mehrwert.
Als Ergänzung zu einem bestehenden Bestand passt die Serie gut neben klassische Goldmünzen internationaler Prägestätten. So lässt sich ein persönlicher Bestand aufbauen, der Anlageaspekt und Sammlerfreude verbindet – von etablierten Anlageklassikern bis hin zu diesem sehr deutschen Kapitel der Numismatik.
Häufig gestellte Fragen zur Goldmünze „Deutscher Wald“
Aus wie vielen Münzen besteht die Serie „Deutscher Wald“? +
Die Serie umfasst sechs Ausgaben, die zwischen 2010 und 2015 erschienen: Eiche (2010), Buche (2011), Fichte (2012), Kiefer (2013), Kastanie (2014) und Linde (2015). Jede Münze ist einer heimischen Baumart gewidmet.
Wie viel Gold enthält eine 20-Euro-Goldmünze „Deutscher Wald“? +
Jede Münze wiegt 3,89 Gramm und besteht aus 999,9er Feingold. Das entspricht einem Feingewicht von einer 1/8 Unze – eine Stückelung, die diese Serie von vielen internationalen Anlagemünzen unterscheidet.
Was bedeuten die Buchstaben A, D, F, G und J auf der Münze? +
Diese Prägezeichen geben an, in welcher der fünf staatlichen deutschen Prägestätten eine Münze hergestellt wurde: A steht für Berlin, D für München, F für Stuttgart, G für Karlsruhe und J für Hamburg. Sammler streben oft alle Prägezeichen an.
Ist die Goldmünze umsatzsteuerbefreit? +
Ja. Als Anlagegold ist die Serie in Deutschland von der Umsatzsteuer befreit, da sie die gesetzlichen Kriterien für Anlagegold erfüllt. Für die individuelle steuerliche Bewertung empfiehlt sich eine fachkundige Beratung.
Welche Serie folgte auf „Deutscher Wald“? +
Nach dem Abschluss der Waldserie im Jahr 2015 setzte die Bundesrepublik die 20-Euro-Goldmünze ab 2016 mit der Reihe „Heimische Vögel“ fort, die das gleiche Format und die naturnahe Thematik übernahm.
Wie sollte man die Münzen aufbewahren? +
Empfehlenswert sind einzelne Münzkapseln zum Schutz vor Kratzern sowie eine Münzkassette für die vollständige Serie. Die Münzen sollten nur am Rand angefasst und nicht gereinigt werden, um die Oberfläche und den Sammlerwert zu erhalten.












